Gehen unsere Wertanlagen wieder auf Tauchstation?

Red@Ganz unkompliziert und überschaubar beschrieben ist mein Wissenstand  so, dass Kosta-Normal-Grieche furchtbar schlecht drauf ist. Er hatte nämlich rund 24.300 Euro Pro-Kopf-Schulden zu schultern (Stand 2009). Otto-Normalos in unserer BRD hatten es mit 21.500 Euro pro Einwohner auch nicht deutlich besser.
Mr. Smith stand in dieser Zeit in den USA mit etwa 36.000 Dollar (Kurs 1,30 $/ 1 Euro), also ca. 27.700 Euro in der Kreide.

Die Beträge haben sich zwischenzeitlich erhöht, die Relationen sind aber insgesamt nicht so sehr divergiert, dass es für meine  folgende, private Beurteilung relevant wäre.

Bei der Feststellung, dass die USA bis über beide Ohren verschuldet sind und Präsident Obama die Staatsverschuldung immer weiter in die Höhe treibt, weil er über die US-Notenbank sämtliche Schuldverschreibungen des Staates aufkauft – egal wie vergiftet sie sind – kommen die verschriehenen und inzwischen ziemlich kleinlauten Griechen bei einem direkten Vergleich sogar recht gut weg.

Doch jetzt macht die FED (die besagte staatlich regierte Notenbank der USA ) Kassensturz und verkündet: „rien-ne-va-plus“ (nix geht mehr!) und sie lässt das aktuelle 2. großzügige Aufkauf-Programm der Staatsanleihen im Sommer dieses Jahres auslaufen. Ersatzlos und ohne ein 3. Nachfolgeprogramm aufzulegen.

Das hört sich nicht schlimm an, bedeutet aber, dass ab diesem Zeitpunkt niemand mehr Staatsanleihen der USA auf- oder zurückkaufen würde.
Warum auch. So verrückt kann ja niemand sein, der seine Sinne noch beisammen hat.
Das sagt im Umkehrschluss aber, dass jeder, der bei  Sinnen ist, zur FED rennt und versucht bei ihr seine Staatsverschuldungen  zu Geld zu machen. Notfalls auch mit Abschlägen wegen einer Vorfälligkeit.
Das Rating der landeseigenen US-Ratingagenturen, welche bereits ganze Länder (außerhalb der USA) in den Ruin herabgestuft hat, muss jetzt für den eigenen Staat heruntergestuft werden.
Ein freier Fall des Dollars ist da wohl  nicht ausgeschlossen, denn wenn die FED nichts mehr aufkauft, bleiben die Inhaber der verbleibenden Staatsanleihen auf ihren Papieren sitzen, bekommen kein Geld mehr dafür, das Geld wird knapp und kappe Ware wird teuer.

Wenn uns Griechenland schon große Sorgen um’s Geld und schlaflose Nächte um den Euro bereitet hat, wie schlecht mögen wir wohl schlafen wenn uns wieder einmal riesigen Summen um die Ohren fliegen und uns die letzte Wirtschaftskrise wie ein Spaziergang im Lust-Garten des Versailler Schlosses vorkommen wird?

Einige internationale Banker haben nach der Krise weiter im großen Stil gezockt, als hätte es niemals einen Finanz-Gau gegeben, die ganze Welt ist voll mit frischen toxischen Papieren, die alten haben wir noch in der Umlaufbahn und in unseren randvoll gefüllten modernen Badbanken.
Und schon wieder drohen riesige Verluste, unsere Altervorsorge steht erneut vor einer Abwertung oder ganz und gar auf dem Prüfstand, unsere Wirtschaft und besonders unser Export kriegen wieder weiche Knie (wer soll denn unsere Produkte noch bezahlen können?) und auch ich bekomme Magenschmerzen.
Was wird mit unseren Arbeitsplätzen?

Ist das ein Kreuz.
Nö, das mit dem ungezügelten Welt-Kapitalismus und dem ungeregelten Welt-Finanzmarkt  macht wirklich keinen Spaß mehr.

Warum ich das schreibe?
Gerade bekomme ich einen Artikel auf den Schirm, dass PIMCO restlos alle us-amerikanischen Schuldverschreibungen des Staates auf den Markt geworfen und zur besagten FED geschleppt hat.
Die Summe beläuft sich auf immerhin 25 Milliarden Dollar.
Pimco hat sich seit Ende 2009 aber bereits still und leise schon von 124 Milliarden Dollar verabschiedet.

Wenn also selbst die us-amerikanischen Fonds kein Vertrauen mehr in ihre Haus- und Hofwährung haben, was soll ich dann davon halten?

Weitere und detaillierte Informationen habe ich aus dem  Schweizer „Tages-Anzeiger“ entnommen, der mir online auf den Tisch flatterte, dessen Artikel von Markus Diem Meier  „Dieser Deal birgt Sprengstoff für die Börsen“ mich zu nachtschlafender Zeit aufschreckte und zu dieser sofortigen Schreckensmeldung bewogen hat.

Ich bin „gespannt wie ein Flitzebogen“ wo die Aktienkurse stehen, wenn nachher um 09:00 Uhr die Börsen ihre Kurse veröffentlichen. Jetzt ist es 02:16 Uhr.

Ich ahne nichts Gutes.
Ich will gar nicht sagen „mir schwant Böses“, aber ich habe das Gefühl, ich höre/hörte die Kurse bereits rutschen, langsam aber unaufhörlich.
Wie lange ist es noch, bis die FED-Banker den „Sommer dieses Jahres“ ausrufen?

Ein Gedanke zu „Gehen unsere Wertanlagen wieder auf Tauchstation?

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