Mein Dank an Frau Merkel

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Hallo liebe Angela Merkel,
ich finde endlich einmal die Ruhe, mich persönlich an Sie zu wenden.
Sie kennen das ja, die verflixte Zeit, kaum hat man sie sich genommen, ist sie auch schon wieder fort.
Eine sehr, sehr flüchtige Angelegenheit ist diese Zeit. Ich spür es jeden Tag.
Vielleicht können wir darüber ja ein andermal reden.
Bei mir Garten?
Volksnah!
Wie wäre es z.B. mit einem Zeitministerium?
Ich muss mir „Momo“ noch einmal anschauen.

Zurück zu uns beiden.
Ich möchte mich im Namen meiner 3-Generationen-Familie bei Ihnen für Ihre kluge Politik der „ruhigen Hand“ bedanken und dafür, dass Sie diese trotz aller Vorschläge der vielen Besserwisser, unbeirrt durchgehalten haben.
Ja, das stille unbewegliche Ausharren und auf eine passende Gelegenheit warten, das konnten Sie in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik wahrlich gut erlernen und später in der CDU an der Seite von Herrn Kohl pefektionieren.
Sie sind mir vielleicht eine.
Immer ganz still. Dabei haben Sie es faustdick hinter den Ohren. Und wenn die Kerle es merken und sich verwundert nach Ihnen umdrehen, ist es für die bereits zu spät und Sie stehen längst vor denen.
Wie wir erst heute erkennen und zu würdigen wissen, ist das offensichtlich  auch ein Vorteil für unser Land.

Sie haben mit dem von mir verehrten Peer Steinbrück in der Zeit der großen Koalition trotz der Wirtschaftsweisen die korrekten Entscheidungen getroffen und die richtigen Wege beschritten.
Sie haben die Banken mit unseren Milliardenbürgschaften gerettet, sogar die Hypo-Real-Estate haben Sie für uns gekauft, Sie haben Konjunkturprogramme aufgelegt und die Wirtschaft durch Subventionen gestärkt (z.B. Abwarckprämie).
Ich war ganz bestimmt nicht immer einverstanden und wegen meines eher dürftigen Ein- und Duchblicks in die Interna der Wirtschaft und Politik, war ich oft sogar entsetzt und erschreckt, da mir von morgens bis abends die klugen, stets anders lautenden Ratschläge der altklugen Wirtschaftsprofessoren und schlauen Politiker in die Ohren pfiffen und durch den Kopf schwirrten.
Ich war oft unglaublich verwirrt und ich hätte, wäre es nach meinen Sorgen und Ideen gegangen, die Sache garantiert „in die Sand gesetzt“.

Sie haben zusammen mit Herrn Steinbrück meine Altersversorgung gerettet, meine Sparbücher sind ebenfalls nach wie vor mit demselben Betrag gefüllt, den ich vor der Krise angespart hatte. Sogar meine Aktienkurse halten sich im Rahmen, aber da warte ich ja auch auf das Ergebnis in 2015 und ich wohne noch immer in unserem Haus.
Uns geht es eigentlich gut.
Es hätte schlimm, schlimmer und noch viel, viel schlimmer für uns kommen können.

Meine Schwiegertochter hat seit anderthalb Jahr wieder einen vernünftigen Job.
Das mit der zwischenzeitlichen Zeitarbeit war allerdings nichts. 7 Euro 12 Cent die Stunde. Brutto! Das ist echte Ausbeutung unserer eigenen Landsleute. Da müssen Sie unbedingt noch einmal dran arbeiten. Diese unglückliche Schröder-Clement-Idee geht nun wirklich gar nicht.
Aber ich glaube fest daran, dass Sie das ebenso sehen und auch dies Problem für uns lösen werden.
Zum Beispiel, wenn Sie mehr zu sagen haben, weil sich Ihre untalentierten, gelben Partner „durch messbare Politikarbeit und nachprüfbares politisches Versagen“ wieder aus dem Weg geräumt haben.

Und lassen Sie bitte unsere HartzIV-Empfänger nicht hängen. Das sind unsere Freunde und Bekannten und ebenfalls Ihre Landsleute. Mein Nachbar z.B.  ist 55 Jahre alt und findet seit 4 Jahren plötzlich keine Beschäftigung mehr. Erst war er zu alt und jetzt ist er zu lange aus dem Beruf heraus. Das geht nun aber wirklich nicht.
Er hat Arbeiten für die Gemeinde erledigt. Das ist nicht so schlimm gewesen. Aber der 1 Euro, den er dafür mehr erhalten hat, der war und ist entwürdigend. Der parallel einhergehende Verlust der Rentenversicherung bei den HartzIVlern trät erheblich zur panischen Furcht vor dem Altwerden und der Angst ein Pflegefall zu werden bei.
Altwerden in Angst!
Muss das wirklich sein?
Hier in deiner-meiner-unserer-Ihrer BRD für Bürger unserer-Ihrer BRD?

Ich rechne fest mit Ihnen.
Ich hatte ja ganz andere Vorstellungen von Ihrer Regierungszeit, aber die Weltwirtschaftskrise und jetzt die Eurokrise haben alles auf den Kopf gestellt.
Nicht nur bei mir, bei Ihnen sicherlich auch.

Wenn es Ihnen nichts ausmacht, nehmen Sie meinen Dank bitte an und wenn es sich ergibt, essen Sie ruhig noch einmal mit Herrn Ackermann, der hat eine echte Nase für Geld und wenn Sie wegen Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Belgien, Italien und …… wieder nicht dem „Mainstream“ der EU-Bürokraten folgen, dann machen Sie das bestimmt richtig.

Ich habe Ihrer Rede in Davos interessiert zugehört:
Einführung einer spekulationsfesten Weltwährung, Abschaffung der Protektion (auch bei uns) und Regelung der Ausbeutung der Boden- und Naturschätze.

Sie haben das Zeug und die Ausdauer sich mit diesen Themen durchzusetzen.
Bleiben Sie bitte an der Sache dran.
Mein Mann, meine Kinder und Enkelkinder, meine Nachbarn und Freunde verlassen sich auf Sie. Ich mich auch.

So, jetzt muss ich aber wieder.
Der Haushalt wartet und gleich kommen die Enkel aus der Schule.

Ihre Ella

3 Gedanken zu „Mein Dank an Frau Merkel

  1. Ausgerechnet Schröder. Ausgerechnet DER. Den interessiert doch ganz allein die eigene Kasse.

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