Die FDP hält Wort: „3,00 Euro mehr im Monat!“

Red@
Das hätte ich nicht für möglich gehalten.
Die Steuersenkungspartei „FDP“ hat Westerwelles machtvollen, ultimativen Forderungen noch im Ohr und startet die Initiative „Mehr Netto vom Brutto durch ein einfaches, verständliches Steuerrecht“.
Mit einem mächtigen, die Republik erschütternden Federstrich wurde die Werbungskostenpauschale der Arbeitnehmer von 920 Euro jährlich auf 1.000 Euro – auch jährlich – angehoben. Da dieser Betrag in die amtliche Lohnsteuertabelle eingearbeitet und durch den monatlichen Lohnsteuerabzug vom Lohn bereits berücksichtigt werden muss, wird diese Tabelle neu erstellt. Zusammen mit dem Monatslohn für Dezember 2011 werden dann die 80 Euro Erhöhung der Pauschale berücksichtigt und wer richtig viel Knete verdient und wer den Höchststeuersatz zahlt, der bekommt unglaubliche 36 Euro zurück (*1).
Das Steuergeschenk, das wir dank der Initiative der FDP erhalten, beläuft sich auf satte 3 Euro im Monat. Wie gesagt: „Für die Gutverdienenden!“. Normal- und Geringverdiener müssen sich entsprechend der Verdienstdifferenz natürlich mit etwas weniger oder ganz wenig zufriedengeben.
Da wir alle in einem Boot sitzen, soll es uns auch gemeinsam besser geben.
Ich bin vor Freude über dieses Ergebnis sprachlos!

Und dann der Knaller:

„Tricky Westerwelle“ hat das mit dem Dezember dieses Jahres durchsetzen lassen, denn der Schatzmeister unserer Nation, dieser geizige Schäuble, hat gesagt, dass es dieses Jahr auf gar keinen Fall Geld zurückgibt.
Durch die grandiose Lösung a la fdp braucht Herr Schäuble nicht zu befürchten, dass er dieses Jahr zur Kasse gebeten wird.
Da „normale“ Arbeitnehmer ihren Lohn immer für den vergangenen Monat am Anfang des Folgemonats erhalten (gemeint sind damit also nicht Beamte, die ihr Geld im Voraus bekommen) und somit auch das Dezembersalär unserer tapferen Werktätigen erst im Januar 2012 auf deren Konto überwiesen wird, wirkt sich die Erhöhung des Steuerfreibetrags für die Staatskasse auch erst im Januar 2012 aus.

Finanzminister Schäuble kann also sein „Machtwort“ aufrecht erhalten und sein Gesicht bleibt gewahrt, Herr Westerwelle hat etwas von seinem Versprechen eingelöst und den Bürgern wurde eine saftige Steuerersparnis hingelegt. 
HIER IST SIE!

Toll mit welchen Tricks unsere Politiker die Gesetze umgehen, die sie selbst gemacht haben.

(*1)
Zum Schluss noch ein wenig Realität:
„Wer mehr als 1.000 Euro Werbungskosten ansetzen kann, der hat von diesem Steuergeschenk natürlich gar nichts. Der Gutverdiener wird in unserer realen BRD also nicht begünstigt und merkt nichts von der Guttat der Politiker.“
Das kann man ruhig auch als einen Trick der Politker betrachten.

Fazit: Viel Lärm um nichts.

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