Bei uns konnte jeder sagen was er wollte ….. schön war die Zeit

Red@
Hier meine Ansichten zum und Absichten wegen des Jugendmedienstaatsvertrag(s).

Trotzdem habe ich mich am Ende anders entschieden (ggf. vorläufig) und die Begründung dafür habe ich in den Kommentaren zu diesem Beitrag dokumentiert:

Er soll kommen, der Jugendmedienstaatsvertrag (auch hier bei Heise steht’s).

Angekündigt ist er ja bereits seit längerem.
Was kann ICH tun?
Protestieren? JA !
Will ich das aber auch?
Mich wegen der Blog-Inhalte und der dazu passenden Klassifizierung des Jugendschutzes, welcher sie unterliegen sollen, einmal, mehrmalig, täglich mit Abmahnanwälten herumbalgen?

NEE!

Ich habe für meine private Zeit noch die Wahl zwischen etlichen anderen Verwendungsmöglichkeiten.
Ich bin doch nicht „Adolf in seinem Bonker!

Mein Protest:
Ich werde mein Wahlkreuz zukünftig nur noch bei der Partei machen, die diesen Unsinn verspricht wieder abzuschaffen. Egal wie sie sich nennt (Seeräuber, Vitalienbrüder, Freibeuter, Störtebeker’s).
Die Gelben kommen für mich allerdings erst in Betracht, wenn sie sich von allen Inkompetenten getrennt haben. Schwarz und alle Roten sind durch und die Grünen „Mitmacher“ aus NRW, die dieses Gesetz nicht verhindert haben, sind auch nur „schlappe Säcke, die an den Futtertrog wollen!“

Es reicht!

„Deine – Meine- Unsere BRD“

schaltet sich am 24.12.2010 AB

und geht in die Diaspora.

Erst werden die Online-Archive der TV-Anstalten leergefegt, jetzt sind alle Blogs dran, nicht nur die kritischen. Dann folgen alle Websites, nicht nur die lästigen.
Dieses Land reguliert sich zu Tode, und kümmert sich tatsächlich auf jedem Nebenschauplatz  um die Rettung der Welt.
Muss die Welt unbedingt am deutschen Wesen genesen?

Ich frage mich, ob die Website www.bundestag.de auch diesem Gesetz unterworfen wird und wann sich die Abmahnanwälte für die ersten Websites der Abgeordneten aus Bundestag, Landesparlamenten und kommunalen Ebenen interessieren?
Wann wird www.berlin.de abgemahnt?

Einige Webseitenbetreiber wollen Widerstand bis zum letzten Atemzug leisten.
Ach gottchen, so wichtig sind wir Blogger nun aber auch nicht, dass wir am Ende noch Schnappatmung bekommen.

Oder wir könnten wie Wikileaks auf einen Server im Ausland gehen.
Wikileaks Aushängeschild Assange ist im Augenblick das aktuelle Ziel der Hatz.
Was schrieben US-Diplomaten?
Die russische Regierung sei korrupt?
Schade, dass wir nicht mehr alle der 250.000 Seiten zu Gesicht bekommen werden, denn ich wette darauf mein Gehirn, dass genau in diesem Stapel eine ähnliche Seite über Mitglieder der schwarz-gelben Regierung und ihrer verwerflichen Lobbyverbindungen zu finden sein wird.

Aber darüber werde ich garantiert nicht mehr schreiben, da ich ja dafür nicht einmal ansatzweise die Klassifizierung nach dem Jugendmedienstaatsvertrag erkennen kann. Im Reichstagsgebäude werde ich diese auch auf keinen Fall in Erfahrung bringen können, die bekommen ja nicht einmal den Bildungsauftrag geregelt und auf einen unverbindlichen Tipp aus dem Internet möchte ich mich lieber nicht verlassen. Auf einen generellen Vorschlag aus dem Justizministerium aber auch nicht. Auf gar keinen Fall,  denn da sitzen Leute, die den Abmahnanwälten in der Vergangenheit bereits beim Widerrufsrecht erfolgreich in die Hände gespielt haben.
Lobby paradox!

Vor so viel fürsorglicher Fachkompetenz kapituliere ich lieber!
Ist besser für meinen Blutdruck.

Also Tschüß dann.
Auf diesem Blog wird ab jetzt nichts Neues mehr veröffentlicht.

Hier ist noch etwas zu lesen:
http://dasgelbeforum.de.org/board_entry.php?id=194158&page=0&order=time&category=0

und hier:
http://koehntopp.de/

2 Gedanken zu „Bei uns konnte jeder sagen was er wollte ….. schön war die Zeit

  1. OK.
    Ich lasse „Deine-Meine-Unsere BRD“ samt aller Artikel „offen“ und warte ab, was sich die Befürworter des Jugendmedienstaatsvertrags einfallen lassen werden, um nach der politischen Schlappe ihr lädiertes Gesicht wieder aufzupolieren und ihr Vorhaben „in anderem Gewande, klammheimlich und hinter dem Rücken der Blogger“ doch noch in die Tat umzusetzen.
    Wir werden ja sehen, was geschieht. Das letzte Wort ist in dieser Sache garantiert noch nicht gefallen. Wir kennen das doch nur zu gut: „Die politischen Gegner von heute sind die alles bejahenden und von keinerlei Skrupel belasteten Kumpel von morgen!“

  2. Als langjähriger „Mitarbeiter“ von uBRD appeliere ich an die Redaktion sich nicht in die Diaspora zurückzuziehen, zumal das Gesetz nicht kommen wird. Wie bei dem Riesenpolit- und Wirtschaftsskandal des World Conference in Bonn (WCCB) zu erkennen ist, haben die vielen Aufklärungsstories eine wichtige Funktion gehabt.
    Jahrelang wurden Rat und Bürger an der Nase herumgeführt, bis heute.
    Nun bedrohen nicht nur Gesamtkosten (Schulden und Zinsen) in Höhe von 300 bis 500 Mio. Euro die Zukunft Bonns, sondern auch das Funktionieren einer Verwaltung, die vor dem Staatsanwalt zittert.
    Auch der Bonner Oberbürgermeister muss sich vermutlich noch vor Weihnachten vor dem Rat verantworten ob nicht etwa der Hang zur Chuzpe größer war als das Wohl der Bundesstadt.
    Es bleibt also spannend, für engagierte Bürger im In- und Ausland…
    Zwischen den „gängigen“ Medien(Print und Online)und den Enthüllungsmedien (Wikileaks und den Ablegern) nehmen Blogs eine wichtige Zwischenstellung als Diskussions- und Interchangeplattformen ein. Nicht alles Interessante kann in der „normalen“ Presse veröffentlicht werden und nicht alles ist so wichtig, dass es zur Enthüllung hochgeladen werden muss.
    Deshalb: uBRD und Diaspora = NoGo!

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