Weniger als 3 Millionen

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Wenn Frau Ursula von der Leyen Recht behält, dann wird noch in diesem Monat die 3-Millionen-Grenze der Arbeitslosen unterschritten. Und nicht zu knapp. So der O-Ton aus dem Munde der Ministerin für Arbeit und Soziales.

Die Wirtschaft erholt sich offenbar so heftig, dass der Mangel an Fachkräften dramatische Folgen annehmen wird und ohne Arbeitnehmer-Zuzug aus dem Ausland nicht zu beheben sein soll.

Unternehmer, Wirtschaftspolitiker, Bosse, Industrielle und Präsidenten aller möglichen Arbeitgebervereinigungen und –vertretungen blasen gemeinschaftlich die gleiche Tonleiter: „Allein durch die heute noch Arbeitslosen, die älteren Arbeitnehmer (die Ü50iger), die noch nicht Ausgebildeten, die noch Studierenden und die sich noch in Ausbildung befindlichen kann der Mangel an Fachkräften nicht ausgeglichen werden“.
Weiter heißt es: „Kommen keine Fachkräfte aus dem Ausland in unser Land, muss der Mangel an Fachkräften von den bereits Beschäftigten über eine Erhöhung ihrer Arbeitszeit ausgeglichen werden.“ Von einer Wochenarbeitszeit bis zu 48 Stunden wird bereits fabuliert.

Frau von der Leyen verbreitet sogar die Hoffnung, dass der Aufschwung alle Schichten der Gesellschaft erreichen werde. Insbesondere die Arbeitslosen und unter ihnen auch ganz sicher die Älteren. Die über 50-jährigen und auch die Frauen. Sogar die Ostdeutschen sollen Hoffnung schöpfen können, denn die 3-Millionen-Grenze würde dauerhaft unterschritten. Auch in saisonal schlechteren Zeiten, wie z.B. im Winter.

Ja, ja, das leidige Wachstum.
Entweder es bleibt aus und die Arbeitnehmer werden lästig
oder
das Wachstum startet viel zu unerwartet durch und dann sind die inländischen Arbeitnehmer überwiegend erneut zu unflexible, im großen und ganzen ungeeignet, zahlenmäßig zu wenig, zu wenig ausgebildet oder sogar zu ungebildet, um mit ausländischem Personal konkurrieren zu können.

Bislang gilt, dass ein ausländischer Facharbeiter hier einen Arbeitsvertrag mit einem Verdienst von 66.000 Euro erhält, um in unsere BRD einreisen zu dürfen.
Diese Grenze soll nun im Interesse der heimischen Wirtschaft deutlich reduziert  werden. Noch ist sich die schwarz-gelbe Regierung nicht einig, aber die Wirtschaft drängt  und Kanzlerin Merkel wird auch hier nachgeben.
Wirtschaftsverbände sollen bereits eine Senkung auf deutlich unter 50.000 Euro fordern. Ich lese, der Deutsche Industrie- und Handelstag habe sogar für eine Senkung auf 40.000 Euro plädiert.
Eine Verdienstgrenze von 42.000 Euro, wie sie vom Wirtschaftsministerium vorgeschlagen wird, könnte ebenso wahrscheinlich werden, wie eine Erleichterung der Visa-Erteilung an Studierende aus dem Ausland.

Schuld an dem Dilemma sind die Deutschen selbst. Sie vermehren sich nicht ausreichend und die, die aus inländischer Vermehrung entstanden sind, sind der Wirtschaft zu ungebildet und zu mangelhaft ausgebildet, um als Fachkräfte anerkannt zu werden.
Außerdem wird eine deutsche Fachkraft der Wirtschaft womöglich nicht für ein Jahresgehalt von 40.000 Euro dienen wollen.
Hochqualifizierte Deutsche verlassen unsere BRD reihenweise und ausländischer Ersatz kommt nur spärlich. 2009 sind lediglich 142 Zuwanderer mit hoher Qualifikation gezählt worden.

Düster, düster, was sich da für unsere BRD abzeichnet.

Wer sich unter Studierenden und Studierten umhört, der erfährt, dass viele von ihnen trotz ihrer Qualifikation keinen Job bekommen. Auch hier in diesem Blog ist dies in einigen Kommentaren nachzulesen.

Woran mag dieses nun wohl wieder liegen?
Was hat die Wirtschaft denn dazu nun wieder für eine Ausrede?
Warum müssen es eigentlich schon wieder ganz plötzlich (!!) und unbedingt (!!) Gastarbeiter sein, welche die Wirtschaft unserer BRD retten?

Was geschieht mit ihnen in der nächsten, bereits heute absehbaren Finanz- und Welt-Wirtschaftskrise?

Dies schreibt uns Felix aus Hilsbach per Mail.

Ein Gedanke zu „Weniger als 3 Millionen

  1. Die angeblichen 3,0 Mio. Arbeitslose oder noch weniger sind in meinen Augen nur Propaganda der Herrschenden. So wie die neuste Propaganda: „Sozial sei was Arbeit schafft.“ Nach der Definition wäre ein Arbeitslager eine soziale Einrichtung.

    Also wenn man alle in ein Arbeitslager steckt, haben wir null Arbeitslose! Alleine 6,7 Mio. Hartz IV Empfänger, alle die aus der Satistik aussortiert wurden, 1-Euo Jobber, alle Menschen die in Maßnahmen stecken usw.

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