20 Jahre wiedervereint und wieder vereint

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Ein Fest der Politiker aller Parteien. Sie tanzten auf möglichst mehreren Hochzeiten, denn überall gab es Einladungen, Presse, Kameras und wenn man Glück hatte, durfte man sogar eine Rede halten.
Schon lange vor dem Fest diskutierten Journalisten die Frage: Wer ist ein VIP-Politiker, wer darf reden, wer ist überhaupt eingeladen, wer lädt eigentlich wohin ein.
Otto Normal, Wähler Normal, Tante Erna und Mutti Brammel waren schon mal nicht dabei.
Wer dann?
Wurde öffentlich und bürgernah eingeladen?
Wer lud überhaupt ein und von welchem, von wessen Geld?

Von einer Veranstaltung zur anderen hetzte die populäre Promiszene, opferte sich für uns Bürger regelrecht auf, präsentierte sich morgens um 10:00 in Bremen, das Haar sitzt; Mittags einen Abstecher zum Firstclass-Dinner in ein angemessenes Hotel, die Frisur sitzt und am späten Nachmittag nach Berlin zur nächsten Rede, die Frisur sitzt.
Alles im Jet.

Das nenne ich Leistungsbereitschaft. So stelle ich mir den Tagesablauf eines Leistungsträgers vor. Von einer Laberei und Selbstbeweihräucherung zur nächsten Rumhudelei.
Und abends das unglaubliche wohlige Gefühl, etwas wirklich staatstragendes fürs Geld und enorm wichtiges fürs Volks getan zu haben.
 
Mein Appell: „Jungens und Mädels, hört auf mit diesem Murks. Bis 2050 müssen wir alle den CO2 Ausstoß so weit verringert haben, dass wir eine Überlebenschance haben.
Den unglaublichen Umweltdreck, den ihr bei solchen wahrhaftig nutzlosen selbstverliebten Laberveranstaltungen verursacht, müssen wir Bürger durch immer strengere Sanktionen, die ihr gegen uns erlassen werdet,  wieder ausbaden.
Das ist nicht gerecht.
Geht lieber mit gutem Beispiel voran, nutzt die Medien,  übertragt eure Reden und Meinungen im Internet und im TV. Da könnt ihr so nebenbei auch gleich die Zuschauerbeteiligung messen und feststellen, für wen ihr euch da vor die Kameras gesetzt habt.“

Guter Tipp, nicht wahr?
Kümmern wir uns doch lieber mit derselben Einsatzbereitschaft um die Probleme, die wir durch die wirtschaftlich vermurkste Wiedervereinigung geschaffen und immer noch nicht beseitigt haben.
Fragen wir uns, wie wir die vergewaltigte Rentenversicherung  in den Griff bekommen und warum der Soli noch nicht im Osten Ostdeutschlands angekommen ist. und zeichnen wir eine Karte, wo die Landschaften inzwischen blühen.

Konrad aus Marburg per Fax

Ein Gedanke zu „20 Jahre wiedervereint und wieder vereint

  1. Konrad, ich möchte etwas hinzufügen:
    Ich hätte es gut gefunden, wenn sich diese Redner und ihre Zuhörer im Überschwemmmungsgebiet der „schwarzen Elster“ (Brandenburg) mit Gummistiefeln und im „Blaumann“ getroffen und mit angepackt hätten. Die Älteren hätten sich ja um die Kartoffelsuppe und das Eincremen gegen die Mücken kümmern können, während die anderen Sandsäcke aufschichten, Straßen reinigen, Keller auspumpen oder Familien einfach einmal beim „Ordnung machen“ beistehen.

    So eine Nachricht hätte die Wiedervereinigung in einmaliger und unnachahmlicher Weise demonstriert.
    Also ich hätte vor Staunen Nase, Mund und Augen aufgerissen und so ein Einsatz wäre unvergesslich geblieben.

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