Gegen den steigenden Brotpreis

userlogo ellaSo nicht meine Herren Spekulanten!
So nicht!

Eben erfahre ich von Gitti (ebenfalls Userin), die Spätnachrichten berichteten, die Weizenpreise würden um bis zu 200% steigen (Roggen ebenfalls).
So die neuste Nachricht des Verbandes der Großbäckereien.
D.h. Weizenmehl klettert von  1 Euro auf 3 Euro.
Beachtlich!

Offizielle Erklärung: Schuld sei die schlechte Ernte in Russland  (bewirkte bekanntlich 50% Preissteigerung) und der darauf von Putin befohlene Exportstopp für Getreide. Putins Brotindustrie kauft bereits teuren Weizen in Polen ein, um die russische Bevölkerung bei Laune zu halten.
Weitaus mehr erhöhe sich der Weizenpreis jedoch durch Zocker, die mit Grundnahrungsmitteln an der Börse spekulierten.
Aber wie geht das?
Die Spekulanten kaufen z.B. 7% der Welternte auf (vielleicht schaffen sie auch einmal 10%).
Wie kommen dadurch 200% Preiserhöhung zustande?

Da stimmt doch etwas nicht. Oder?
Den Reibach machen also offensichtlich andere !!!!!

Jetzt aber die gute Nachricht:
„Ich
mach da nicht mit und backe ab sofort selbst!“

Vollkornbrot (1kg)

1 kg Mehl (Vollkorndinkelmehl)
5 EL Weizenmehl
10 EL Leinsamen (ca. 75 Gramm)
10 EL Sesam  (ca. 60 Gramm)
10 EL Kürbiskerne
10 EL Sonnenblumenkerne (ca. 65 Gramm)
2 EL Honig
3 EL Salz (gestrichener EL)
1 Ltr. warmes Wasser
2 Tütchen Trockenhefe
Margarine, um die Form einzufetten
Sesam- oder Sonnenblumenkerne für die Form 

  • Alle Zutaten mit einem Handkneter zu einem glatten Teig verrühren. 
  • Kastenform (etwa 15 x 35 x 10 cm) mit Margarine einfetten und mit Sesam oder Sonnenblumenkernen ausstreuen.
  • Nun den fertigen Teig einfüllen.
  • Teig zirka 30  Minuten offen oder zugedeckt gehen lassen.
  • Währenddessen Backofen auf 250 Grad vorheizen.
  • Backofen auf 220 Grad herunterregeln
  • Teig in den Backofen – untere Roststellung.
  • Temperatur im Backofen nach ca. 1/2 Stunde auf 200 Grad reduzieren.
  • (ein Gefäß mit Wasser ins Backrohr stellen oder wenn Brot knusprig werden soll hin und wieder mit Wasserspritze etwas Wasser auf die Oberfläche sprühen).
  • Brot ca. 1 Stunde bei 200 Grad backen.
  • Wenn die Brotoberfläche beim Backen zu dunkel wird, einfach einen Streifen Backpapier oder Brotpapier in der Breite der Kastenform locker oben auf den Brotteig legen
  • Nach insgesamt 1 ½ bis 1 ¾ Stunden Backzeit das fertige Brot aus dem Backofen nehmen und aus der Form stürzen
  • Mit Geschirrtuch abdecken und abkühlen lassen.
Ich versuche auf gar keinen Fall einen REZEPTBLOG zu eröffnen. Aber auch das ist meiner Ansicht nach unsere BRD.
Regierungen wurden schon über den Brotpreis gestürzt.
Nebenbei bemerkt ist das Brotbacken eine urgemütliche Sache.
Mann und Kinder werden ebenfalls von der Stimmung ergriffen, stehen in der Küche herum, nehmen am Geschehen teil und wir kommen dazu, uns endlich auch einmal ohne Hast und ohne den den Terminkalender zu befragen, zu unterhalten.
Das ganze Haus duftet und wo bekommt man so gesundes und so frisches Brot auf den Tisch.
Kein Bäcker mischt mir in Art und Menge unbekannte Enzyme, Konservierungsstoffe, synthetische
Ascorbinsäure oder Aromen in den Teig.  

Abschließend noch eine beruhigende Nachricht der Bäckerinnung:
Der Brotpreis soll nur um 8 bis 10 Cent steigen.

Wirklich? Wie kommt das?
Der Hauptbestandteil am Brot ist doch Mehl?
Für mich eine weitere Ungereimtheit. 

Putins Bürger und unsere „wilhelm2erfahrenen“ Vorfahren kennen sich mit steigenden Brotpreisen nach dem 1. Weltkrieg und den Folgen aus (Zar Nikolaus II 1917 und der Steckrübenwinter 1916 auf 1917). Meine Eltern haben sogar selbst den Hungerwinter 1946 auf 1947 mitgemacht.

Das habe ich übrigens gerade bei „RiaNoVosti“ zum Thema Mehlpreis gefunden:
Hier anklicken + lesen

4 Gedanken zu „Gegen den steigenden Brotpreis

  1. Hallo Josef, ich danke Ihnen für den Kommentar. Auch ich bin der Ansicht, dass Kultur und Bildung zu den zivilisatorischen Grundbedürfnissen (vergleichbar mit Grundnahrungsmitteln) unserer sogenannten Leistungsgesellschaft gehören.
    Wir von „Deine-Meine-Unsere BRD“ würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre Ansichten, denen ganz bestimmt Tausende / Zehntausende zustimmen werden, in einem Beitrag veröffentlichen würden.
    Nicht einfach sagen, dass man sich „mal Gedanken machen sollte“, statt dessen uns die eigenen Gedanken, Empörungen und Ideen vorstellen. Dann kommt etwas in Bewegung.
    Wir machen das hier auch und scheuen uns auch nicht politisch Unbequemes vorzustellen.
    Zum Beispiel Ellas Beitrag zu Thilo Sarrazin.
    Im Moment sind wir zwar selbst etwas müde geworden, weil wir überwiegend positiven Nachrichten gesucht haben, um unsere BRD damit vorzustellen.
    Wir haben Leser aus 93 Ländern. Das ist schon etwas.
    Aber so einfach ist das mit der Schokoladenseite unserer BRD nicht.

    Schreiben Sie Ihre Meinung wie Ella und die anderen einfach auf.
    Bitte lesen Sie dazu: http://www.unserebrd.de/wozu/
    und machen Sie mit.
    „Unsere BRD“ ist unser Zuhause und wir dürfen, das, was vor unserer Tür geschieht, ruhig kommentieren und mit unseren Nachbarn darüber „tratschen“.
    Red.

  2. Die Hofpfisterei hat den Brotpreis um 10% erhöht. Wenn wir Kulturschaffende den Preis im „Theater im Bus“ um 10% erhöhen würden, würde keiner mehr seine Kinder ins Theater führen. Dabei wäre das für die Zukunft der Kinder so wichtig wie das alltägliche Brot der Hofpfisterei. Darüber sollte man sich einemal Gedanken machen.
    J. Schwarz

  3. Pingback: Frisches Brot oder knackige Brötchen zum Frühstück | RSS Verzeichnis

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