Alles dreht sich um den EURO und meine Lebenslust verringert sich von Tag zu Tag

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Ich lese seit Tagen: „Das könnte knapp werden!“
Langsam glaube ich es auch.

Sollten wir nicht auch etwas kürzer treten?
Rund um uns herum ziehen düstere Wolken auf,  der Rettungsschirm zeigt sich nicht groß genug, unsere Nachbarschaft beginnt zu sparen und der Bevölkerung das Geld für den Konsum zu entziehen, durch höhere Steuern und Abgaben.
Das könnte wirklich knapp werden.
Wovon sollen die Europäer denn dann noch einkaufen gehen, Mehrwertsteuern zahlen, den Händlern Umsatz bescheren, den diese dringend für die Begleichung ihrer Rechnungen und die Bezahlung der Löhne benötigen?
Irgend etwas geht da, scheint es, gründlich schief, so die Meinung aller Wirtschaftsweisen.
Da geht etwas gerade sogar voll ins Leibchen, so meine Meinung.

Bis vorgestern habe ich überall gehört, die EU-Staaten hätten kein neues Geld gedruckt.
Vorgestern sagt auf Phoenix ein Wirtschaftler aus der ARD-Redaktion, die Keller der Regierungen sind prall gefüllt mit frisch gedruckter Währung.
Dann sage ich mir wieder: „Diese muss ja auch binnen weniger Stunden raus in den Wirtschaftskreislauf, wenn die Staatsbürgschaften fällig würden. Also muss sie ja bereits gedruckt. Oder?“
Staaten untereinander können sich mit weiteren Bürgschaftsversprechen beruhigen, die Bevölkerung aber hat die Nase von leeren Versprechungen gestrichen voll und will Bargeld sehen, weil der Metzger um die Ecke seine Ware auch nicht mehr auf „Anschreiben“ herausgibt. Denn er rechnet ebenfalls mit dem Verfall der Währung und er will das Geld deshalb lieber heute als morgen.  Er rechnet also mit Preisverfall, mit Inflation!
Ist das so richtig?
Oder versteckt seine bereits zu festen Preisen eingekaufte Dosenwurst bis die Preise ins astronomische gestiegen sind. Das wäre eine Erklärung für die klassische Flucht in die Sachwerte.

Um das Volk bei Laune und den Konsum in Fahrt zu behalten, braucht es Geld. Durch eine Erhöhung der Geldmenge bei stagnierendem oder gar abnehmendem Warenangebot beginnt aber die Inflation. So soll es nach dem Krieg gewesen sein, haben mir meine Eltern immer berichtet.
1 Billion Reichsmark für ein Laib Brot.
Statt Geld waren Zigaretten damals die Währung der Bevölkerung.
Meine Eltern haben sich von diesem Erlebnis niemals erholt und als Kind konnte ich in den Fünfzigern im „Kinderladen“ meiner großen Schwester mit derartigen Scheinen, die wir von unseren Eltern in ziemlich großen Mengen zum Spielen bekamen,  noch „die Einkäufe“ bezahlen.
Das ist „Schwarzmalerei“  sagt mein Mann. 
Aber was wäre denn nach einem Staatsbankrott?

Macht der Staat es aber anders herum und reduziert durch höhere Steuern das verfügbare Geld der Bürger oder dessen (unsere) Kaufkraft kann genau das Gegenteil geschehen. Die Bürger können sich nichts mehr leisten, versuchen schwarz arbeiten zu gehen, um Steuerabgaben  zu sparen, vermindern weiter die Steuereinnahmen und wenden sich vom versagenden Sozialgefüge des Staates einfach ab.
Das gilt allgemein als das Gegenteil von Inflation und ist wohl ebenso furchtbar.

Aber dafür haben wir ja unsere Regierungen, deren schlaue Köpfe und hellwacher Verstand jetzt gefragt sind.
Hoffen wir, dass wir uns da nicht vertan haben.

Vermutlich wäre es klüger und vorausschauender gewesen, wenn wir bereits früher unsere klügsten Köpfe nach Brüssel geschickt hätten, statt z.B. Frau Koch-Merin und ihresgleichen. Wir hätten bestimmt bereits eu-weit eine einheitliche Währungs- und Wirtschaftspolitik.  Aber das hätte bedeutet, dass Politiker aller Länder noch mehr Macht und Kompetenz abgeben müssten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer unserer Politiker dazu bereit ist oder gewesen wäre.
In anderen Staaten sitzen wie deren Zwillinge ebensolche Politiker.
So ein Vorhaben ist wohl schwer umsetzbar in einer Welt, in der sich jeder nur für seine möglichst steile Karriere interessiert,  für schlauer als sein Gegenüber und all die anderen für Hinterwäldler hält.

Ich habe allein heute folgende Nachrichten gefunden, keine hat mich beruhigt – im Gegenteil – und ich beginne einmal mit:

„Wer und Was bildet die EU?“
Hierzu der Einfachheit halber der wirklich verständliche Artikel bei Wikipedia.
:idea: Mitgliedsstaaten der Europäischen Union

Das Handelsblatt informiert mich zum Thema EURO und Europa mit dem Aufmacher:
:idea: „Die Euro-Lügner – Versprechen und wie sie gebrochen wurden“
Ist der Euro eine Schönwetter-Währung? In der Krise werfen Politik und Europäische Zentralbank ihre Grundsätze über Bord. Handelsblatt Online zitiert die Versprechen der Vergangenheit – und zeigt, wie sie gebrochen wurden.

Die „Kleine Zeitung“ unseres österreichischen Nachbarn hat mir zu vermelden:
:idea: Acht EU-Länder sind „Euro-untauglich“
Die Ergebnisse der EU-Kommission für neun überprüfte Länder besagen, dass es für fast keines der neuen EU-Mitglieder die Hürden für den Beitritt in die Euro-Zone schon überwunden hat.
Es geht dabei um Estland, Bulgarien, Polen, Rumänien, Schweden, die Tschechische Republik, Lettland, Litauen, Ungarn.

Die Financial Times Deutschland schreibt mir zum Thema „Währungskrise“:
:idea: „Händler wollen den Euro nicht“.
Der EU-Rettungsplan hat dem Euro nur kurzzeitig Flügel verliehen. Jetzt setzen Investoren lieber wieder auf Sicherheit und bevorzugen den Dollar. Auch zum Schweizer Franken verliert die europäische Währung.

ZEIT-ONLINE  ergänzt:
:idea: „Neue britische Regierung verspricht Sparkurs“
Als symbolischen Akt verordnete sich das neu ernannte Kabinett eine Gehaltskürzung. Beobachter fürchten, dass Sparen nicht reicht und dass die Mehrwertsteuer steigt.

n-tv veröffentlicht:
:idea: Wahlversprechen ist hinfällig – Portugals Regierung erhöht Steuern
Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Portugals sozialistische Regierung zieht im Kampf gegen das horrende Haushaltsdefizit die Reißleine. Mit einer Steuererhöhung bricht sie ein wichtiges Wahlversprechen.

Der Standard zitiert die EU-Kommission:
:idea: „Tschechien erfüllt die EURO-Kriterien nicht“
Tschechien erfüllt zur Zeit die Bedingungen für die Einführung von Euro nicht. Zu diesem Schluss kam die EU-Kommission in einem Bericht, aus dem die tschechischen Zeitungen am Donnerstag zitierten. Brüssel wirft Prag vor allem Mangel an „Ambitionen in der Fiskalstrategie“ vor, womit die EU auf die hohen Budgetdefizite spielt.

Das bankingportal24 bringt die Nachricht:
:idea: „Griechenland pleite. 135 Milliarden für den Staatsbankrott“
Die Griechenland Pleite kommt den deutschen Steuerzahler teuer zu stehen: Rund 135 Mrd. Euro werden in den kommenden drei Jahren benötigt, um den griechischen Staatsbankrott abzuwenden. Deutschland wird davon mindestens 25 Mrd. Euro tragen müssen. Die Sorge vor einem Übergreifen der Schuldenkrise auf andere Länder wächst: Neben Portugal gerät auch Spanien zunehmend in Bedrängnis.

Der österreichische Standard legt  außerdem noch zu Italien eins drauf:
:idea: „Regierung arbeitet an Sparpaket in Höhe von 25 Milliarden Euro“
Plan zur Ausgabenreduzierung soll am 7. Juni in Brüssel vorgelegt werden
Rom – Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi übt sich in Optimismus und versichert seinen Landsleuten, dass trotz Rekordverschuldung Italien keine Krise wie Griechenland drohe. Trotzdem will er der Ausgabenpolitik nicht untätig zusehen und arbeitet an einem Sparpaket für die Jahre 2011 und 2012 in Höhe von 25 Milliarden Euro. Der Plan zur Ausgabenreduzierung soll am 7. Juni in Brüssel vorgestellt werden, berichtete die Turiner Tageszeitung „La Stampa“ am Donnerstag.

Und Reuters schließ mit:
:idea: „Spanische Regierung legt 15-Mrd-Euro-Sparprogramm auf“
Mittwoch, 12. Mai 2010, 15:09 Uhr
Madrid (Reuters) – Lohn- und Rentenkürzungen, Stellenabbau, weniger Investitionen: Spanien reagiert mit einem drastischen Sparprogramm auf die Schuldenkrise.
15 Milliarden Euro sollen bis 2011 gespart werden, kündigte Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero am Mittwoch im Parlament an. „Wir müssen eine singuläre, außerordentliche und außergewöhnliche Maßnahme ergreifen, um unser Haushaltsdefizit zu reduzieren, und wir müssen das jetzt tun, wenn sich die Wirtschaft erholt.“ Bei Gewerkschaften stieß er auf Ablehnung. An den Finanzmärkten wurde das Sparprogramm dagegen positiv aufgenommen.

Da soll man – was heißt hier „man“ –  da soll ich zuversichtlich in die Zukunft sehen,  den Polikern vertrauen und den Bankern mein Geld geben?
Zeige ich dadurch nicht der Öffentlichkeit klipp und klar, dass ich reif für die Klappse bin?
Ich bin zu wenig schreibgewandt, um meine tiefe Hilf- und Fassungslosigkeit mit den Worten auszudrücken, die ich nur zu gern niederschrieben würde.

Sie ist unermesslich!

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