Droht uns jetzt die Strafe für die Abwrackprämie?

Gleich Anfang  September des vergangenen Jahres weissagte uns der FOCUS:

Autoabsatz schrumpft 2010 um ein Viertel

Dem Artikel lag eine Studie der Commerzbank zugrunde.
Heute geistert die Bestätigung dieses Orakels durch alle  Medien.
Der Autoabsatz ist aktuell um rund 25% gegenüber dem 1.VJ 2009 zurückgegangen!

Da wackelt so mancher Arbeitsplatz und der einen oder anderen Fertigungsstraße droht das AUS.
Das kostet!
Aktionäre werden stöhnen und Steuerzahler werden wieder einmal den Kopf für systemische Arbeitsplätze hinhalten müssen.
Wundern darf man sich darüber aber wahrhaftig nicht.
Etwas anderes war tatsächlich nicht zu erwarten.

Aber habt MUT!
Rettung naht !

Die schwarz-gelbe Regierung wird die Steuern senken, das wird unsere Arbeitgeber zu höherer Lohnzahlung animieren, das wiederum – so ist es geplant – spült uns Bürgern ganz erhebliche Mittel in die Taschen und wir werden rauschhaft konsumieren, Autos kaufen was das Zeug hält und die Wirtschaft nach oben puschen, dass sich bei ihr der Tacho nur so überschlägt.

Das war doch unter Helmut I (dem zweiteisernsten Kanzler nach Bismark) mit der Schaffung blühender Landschaften im Osten so, das bereits schaffte  Gerd der Rote durch seine massive Senkung der Körperschaftssteuer für die aktiennotierten Unternehmen und deren Aktionäre und wir werden es unter schwarz-gelb wieder erleben.
Das Prinzip  strategisch erfolgreicher Wirtschaftslenkung durch ausgewiesene Fachleute, denen wir die poltischen Schalthebel zu unserer aller Wohl per Kreuz überlassen haben.

Sie werden die deutsche Wirtschaft dank einer zielgenauen Regierungspolitik retten und das Kind wird sich schon schaukeln lassen.
Wozu haben wir denn die FDP hgewählt, wenn nicht zu unser aller Vorteil?

Ein Gedanke zu „Droht uns jetzt die Strafe für die Abwrackprämie?

  1. Die Autoindustrie für Unter- und Mittelklassemobile hat es so gewollt und nannte ihr Abwrack-Konjunkturprogramm die Rettung einer volkswirtschaftlich wichtigen Industrie. Was die sich dabei wohl gedacht haben? Wer weiß das schon. Viel kann es nicht gewesen sein, ausser, dass sie erreicht hat, dass zu ihrem Vorteil, getarnt unter dem Deckmantel des „Umweltschutzes“, 5 Steuermilliarden verbrannnt wurden, um die Pleitewelle der Händler und Autohäuser über den Bilanzstichtag 31.12.2009 hinaus zu verschieben und dann ein weiteres Wirtschaftsjahr Zeit zu haben, um die Vermögen durch weitere Staatszuschüsse (z.B. auf dem Lohnsektor) zu optimieren oder die Vermögen in „Nebenbilanzen“ oder gar in Auslandsgesellschaften, wo der Verkauf ja florieren soll, zu verstecken.
    Die Kunden haben die Konjunktur „hochgehalten“. Was nun?
    Antwort: Wer jetzt ein Auto kauft, der bekommt vielleicht etwas weniger Cash für seinen alten Karren, dafür aber auf den Neuwagen erheblich mehr Rabatte, als ein Käufer es 2009 jemals für möglich gehalten hat.
    Der Auitomobilindustrie geht es keinen Deut besser als in 2009. Es werden immer noch zu viele und zu teure Autos gebaut, es gibt immer noch zu viele Anbieter und zuviele Mitarbeiter und Familien, die von dieser Industrie abhängig sind.

    Die Automarken kämpfen um jeden Atemzug und prostituieren sich ja förmlich beim Kunden mit ihrer Rabatt- und Inklusiv-Angebotsschlacht.
    Auf dem Autostrich sind derzeit für clevere Kunden, die im vergangenen Jahr ihren Kopf behalten haben, lukrative Geschäfte drin.

    Daimler Benz macht neuerdings nicht einmal mehr einen Bogen um die Billigklasse. Vor 5 Jahren noch unvorstellbar. Indiens und Chinas Autobauer lassen grüßen. Die haben dank irrwitzigem partnership die Konstruktions- und Baupläne unserer Ingenieure bereits auf ihren Laptops und brauchen nichts mehr zu erfinden; nur drauf loszubauen.

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