Wurde der Osterhase in der Vergangenheit womöglich missbraucht?

Ihr fragt Euch: „Warum ist der Osterhase eigentlich so scheu und lässt sich nie blicken?
Eine Frage, die mir hier im Ostersekretariat immer wieder gestellt wird. Gerade in diesem Jahr klingelt hier laufend das Telefon.

Nun gut, ich glaube es wird Zeit, dass auch ich mir meinen Verdacht von der Leber rede:

Mein Mann, der Meister Lampe,  muss sich dieses Jahr gerade wieder einmal fertig machen, um die Ostereier rechtzeitig unter die Leute zu bringen und gerecht zu verteilen.
Aber er zögert, zögert und zögert. Ja er zittert sogar, wenn er glaubt, dass er unbeobachtet ist und duckt sich ganz tief – mit eng angelegten Ohren – in sein Feldbett. Also in seine Grube, wo er immer so sitzt und schläft.

Der Grund für meinen Verdacht ist: Er schafft es nicht, am Ostersonntag nach dem Eierverteilen, also am selben Tag, wieder zurück nach Hause zu kommen. Das ist bei dem Arbeitspensum auch verständlich. Die Anzahl der zu erfreuenden Kinder ist zwar gesunken, aber die Ansprüche der zu Beschenkenden sind überproportional gewachsen. Früher hat er deswegen nach der Arbeit in irgendeiner christlichen Einrichtung der Auftraggeber übernachtet und sich erst am Ostermontag auf die Heimreise zu mir und seinem Sohn begeben.
Ich war froh über diese bequeme Regelung und habe mir keine Sorgen gemacht.
Im Gegenteil.

Aber woher kommt sein ämgstliches Verhalten?
Ich frage mich voller Sorge: „Was mag ihm in der Vergangenheit in der einen oder anderen dieser Einrichtungen womöglich widerfahren sein? Ist er auch zum Opfer geworden?“
Hatte er in den vergangenen Jahren seiner Tätigkeit vielleicht einmal kein Glück?
Man hört gerade im augenblick soviel Schlimmes über kirchliche Würdenträger.
Würde er womöglich auch geschändet?
Musste er sich jemandem fügen und dessen Neigungen befriedigen.,
Er spricht einfach nicht darüber.

Ausgerechnet in diesem Jahr wollten wir nun, dass unser Sohn erstmals mitgeht, damit er das Eier-Handwerk erlernt und die Familientradition weiterführt.
Ich werde ihm wohl besser mal eine Pfote meines Urgroßvaters mitgeben. Die soll ja unter den Menschen Glück bringen. Ich glaube er kann es dringend gebrauchen.

Unglaublich, was los wäre, wenn herauskäme, dass er in  einer der kirchlichen Einrichtungen vom Auftraggeber missbraucht wurde.
Ich mag es mir einfach nicht vorstellen.
Ein Skandal wäre das.
Wer würde Eier von einem geschändeten Osterhasen essen wollen?
Wo doch schon Hühnereier mit Hahnentritt als unverkäuflich aus dem Verkehr gezogen werden. Bäh !

Kann man sich überhaupt noch in irgendeiner Kirche der Unversehrheit seines Leibes sicher sein?
Nächsten Monat kommt das Christkind zur Terminabsprache für die Weihnachtsproduktion 2010 bei uns vorbei.
Das ist ja wirklich ein ganz besonders junges, knackiges Mädel.
Ich muss doch direkt mal fragen, christlichem Symbolträger zu christlichem Symbolträger, wo ES  in den letzten 100 Jahren so über die Weihnachtsfeiertage nach der Arbeit immer gepennt hat.
Hoffentlich verliere ich nicht den Glauben.

Ich berichte weiter.
Euer Häsken aus der Grube.

2 Gedanken zu „Wurde der Osterhase in der Vergangenheit womöglich missbraucht?

  1. Ich kann gar nicht glauben, was ich in letzter Zeit alles über den Missbrauch höre und lese. Früher waren die Kirchen und Schulen Institutionen die über alles erhaben waren. Jetzt schaut man langsam dahinter, dass da auch nur Menschen arbeiten. Ich bin tief enttäuscht.

  2. mein liebes häschen, deine sorge um deinen mann ist gar nich mal so abwegig.
    wer sich umsieht, erkennt ja gerade, wie die kirche wirklich ist. klar gibt es überall schwarze schafe, aber hier haben sich besonders viele versteckt. der schutz den sie genossen haben und immer noch genießen ist bemerkenswert und hat offenbar organisation und system. wie heißt es im volksmund: „eine krähe hackt der anderen kein auge aus!“
    irgendwie erinnert mich das ganz unangenehm an die verdächtigungen, die die kirche anderen, insbesondere reigiösen konkurrenzunternehmen angedichtet und unterstellt hat. in den sogenannten guten, alten „früher zeiten“ wurden verdächtigte konkurrenten der inquisition übergeben. das verfahren sollte der chefhirte in rom für seine brüder im geiste mal anordnen.
    wäre ein minister unserer brd einem ähnlichen verdacht ausgesetzt hätte er schon lämgst zurücktreten müssen. nicht so die brüder des geistes und nicht so der chefkathole in rom. der sitzt lächelnd auf seiner aus weißen rauch gebildeten wolke und weiß über das, was von seinen mitarbeiteren angerichtet wurde, offiziell von nix. er hat sich die finger nicht schmutzig gemacht (wird berichtet) und macht sie sich jetzt lieber auch nicht dreckig. sein vorbild hat für dieses verhalten unter dem begriff „pontius pilatus“ einen unauslöschlichen akteneintrag in der bibel erhalten. im wahren leben der einfachen religionsausüber gilt aber der grundsatz: „auch dummheit schützt vor strafe nicht!“. nur geistige umnachtung bringt dem schuldigen einen aufenthalt in einer vor missbrauch durch mithäftlinge geschützten einrichtung.

    würde dem osterhasen dringend zu einer therapie raten. wär schade, wenn er tatsächlich einen knacks weg hätte und seinen job eines tages an den nagel hängen müsste.

    allein das würde wahrscheinlich huntertausenden hühnern auf einen schlag das leben kosten. das wäre total schade, obwohl deren leiden damit beendet wäre. vielleicht wäre das ein bedenkenswerter schritt und vertretbar im sinne christlicher nächstenliebe. so auf der basis von „von christen gehetztem“ tier zu „von christen direkt zu tode genutztem“ tier. :cry:

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