Rainer Brüderle, das verkannte Talent im Wirtschaftsministerium?

Bürger's BeitragZeit-Online  beschreibt unseren Wirtschaftsminister Herrn Rainer Brüderle als einen durchaus zufriedenen, gut gelaunten, pfiffigen, klugen Politiker.
Ein sehr interessanter Artikel, der auf den wenig charismatisch auftretenden Mann ein so ganz anderes Licht wirft, als man bei schnellem Draufschauen von selbst erwarten und wahrnehmen würde.

Ich gebe offen zu, dass ich mich seit seiner Amtsübernahme häufig gefragt habe, wer um Himmels Willen hat sich ausgedacht, dass ausgerechnet dieser FDP-Büttenredner Rainer Brüderle  unser nächster Wirtschaftsminister, unser aktueller Wirtschaftsminister wird. Gerade jetzt, wo es nach der letzten Wirtschaftskrise mit Hochgeschwindigkeit talwärts geht, und jetzt wo Weichen vorausschauend gestellt und Entscheidungen zukunftssicher getroffen werden müssen, um die nächsten Krisen zu überstehen, die sich am Horizont bereits wie schwarze Wolken auftürmen.
Gerade jetzt setzt uns Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel diesen Mann an die Spitze des Wirtschaftsministeriums?
Ich gebe unverblümt zu, dass ich enttäuscht ausrief: „Ja ist die denn von allen guten Geistern verlassen? Will uns diese Frau jetzt endgültig ruinieren?

Ich gebe ebenfalls offen zu, dass ich – wie Ihr bestimmt auch – bereit bin, schnell einmal den Stab zu brechen. Auch zu schnell.
Aber wir haben auch andere Bürger. Bürger, die ihre Entscheidungen mit mehr Sachverstand und Ruhe fällen und wir haben intelligente Journalisten – ja, die haben wir tatsächlich – die für namhafte Zeitungen arbeiten und mir / uns die Medaillen von verschiedenen Seiten vorstellen, wodurch wir uns z.B. mit Bedacht ein abgerundetes Bild von den Persönlichkeiten machen können, die wir dazu ausgewählt haben, uns zu regieren.
Wir sollten diese also nicht unverhohlen und pausenlos kritisieren und verhöhnen, wohl wissend, dass wir niemals in die Situation kommen, es für Dich – mich – uns besser machen zu müssen.

Ich möchte deshalb Euer Augenmerk auf den Artikel

Minister für die Provinz

der ZEIT-ONLINE aufmerksam machen. Er ist am 12. März 2010 veröffentlicht worden.

Vorweg. Ich selbst bin ein großer Kritiker der FDP und habe ihr am Wahltag keines meiner Kreuze abgegeben bzw. aufgebürdet. Aber ich bin Bürger unserer BRD und will nicht pausenlos über mein Land besserwisserisch meckern,  begründet oder unbegründet, sondern ich will hier gern leben und dafür tun, was in meinen Kräften steht.
Mehrere hundert Millionen Menschen aus der gesamten Welt würden liebend gern mit mir den Platz tauschen, nur um hier  ein anspruchsloses Leben führen zu dürfen, um hier jede,  auch die geringste Arbeit auszuüben und um unsere Probleme zu haben, statt ihre eigenen.

Mein Vorhaben ist es, nicht mehr so schnell und vorlaut drauflos zu meckern,  erst den Kopf einzuschalten, richtig nachzudenken, mich gut zu informieren und Verständnis- und pure Wissenslücken zu schließen. Dann werde ich zukünftig meine Meinung sagen.

Macht Ihr mit? Ich wette, das Leben wird dadurch viel entspannter und wir werden uns wesentlich wohler in unserer BRD fühlen.
Getreu des tollen Mottos dieses Blogs: Zufrieden in deiner, meiner, unserer BRD leben.

Zum Schluss allerdings noch eine Bemerkung. Ich bin durch die letzten Zeilen nicht zum FDP-Wähler oder Brüderle-Liebhaber mutiert. So weit geht meine neue Weltoffenheit (BRD-Offenheit) dann doch nicht. Ich kann den FDP-Chef Westerwelle noch immer nicht verknusen. Aber ich möchte toleranter werden. Auch ihm gegenüber. Versprochen. Sogar „hoch und heilig!“

Lest bitte den Artikel über Rainer Brüderle, danach meckert auch Ihr mit etwas mehr Niveau und Hochachtung. Vielleicht macht Meckern danach gleich viel mehr Freude.

Hanerau-Hadermarschen, den 14.03.2010
von  Wenke

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