Deutsche Elektronik- und Elektrogeräte für Afrika

Unsere Bürger geben ihre defekten und alten Elektronik- und Elektrogeräte aus Haushalt, Unternehmen und Büro bei diversen Sammelstellen ab.
155 tausend Tonnen (155.000) kommen da pro Jahr zusammen.

Wie ich nun verstanden habe, sind davon mehr als 50% nicht mehr als Gebrauchtgerät zu bezeichnen. Sie sind mehr oder weniger Schrott und müssen der Entsorgung zugeführt werden.

Dieses ganze Volumen geht trotzdem, als Gebrauchtgeräte und Ersatzteile deklariert, statt in den Schredder oder in die Weiterverwendung, zu 100% auf direktem Wege nach Afrika, wo es ganz schwere Umweltschäden verursacht, das Grundwasser verseucht und die Bürger erkranken lässt, allen voran die Kinder, die mit dem giftigen Schrott spielen.

Weltweit werden jedes Jahr 40 Millionen Tonnen dieser giftigen Abfälle nach Afrika entsorgt, um damit das jeweils eigene Land von den schädlichen und teuren Folgen dieser  Zivilisationsgüter zu verschonen.

Das ist ein Beitrag, auch unserer BRD, zur Schönung der Umweltbilanzen, der an Dreistigkeit, Ignoranz seines gleichen lange suchen muss.
Es ist doch wissenschaftlich bereits hinlänglich beweisen und wir wissen es auch, es gehört inzwischen zur Allgemeinbildung, dass Müll und Gift auf jeden Fall zu uns zurückkommen.
Es findet seinen Weg. Direkt oder indirekt.
Die Natur und die 3.Welt werden sich rächen.

Was tun wir diesen arglosen Menschen eigentlich an?
Wer sind wir, dass wir uns das erlauben?

2 Gedanken zu „Deutsche Elektronik- und Elektrogeräte für Afrika

  1. Daran kann jeder selbst etwas ändern!
    1. Elektrogeräte nicht ohne Grund erneuern! Wieso braucht man ständig das neuste Handy oder nen schnelleren PC oder cooleren Laptop?
    2. Alte Geräte immer zum Recycling bringen und nicht einem „Schrottsammler“ andrehen! (Batterien übrigens auch!)
    3. Sich über den Recycler vorher im Internet informieren.
    4. Beim Kauf neuer Geräte auf Umwelt-Labels achten, nicht nur auf den günstigsten Preis.
    5. Auf das Problem im Bekantenkreis aufmerksam machen, Aufklären.

    Die Urlaubsreisen finde ich auch gut, wäre eine lohnenswerte Last-Minute Reise…

  2. Habe dazu einmal eine TV-Doku gesehen, in welcher diese Müllberge, die Abwässer hieraus, die spielenden Kinder und die bis in die Grundsubstanz ruinierte Umwelt zu sehen war.
    Da sollte einem Mitteleuropäer, der seinen ausrangierten PC oder Monitor hier das letzte Mal sehen kann, wirklich das Gewissen schlagen.

    Haben Mitteleuropäer überhaupt ein Gewissen, geht es ihnen nur um ein ständiges Wirtschaftswachstum? Egal wer dabei ums Leben kommt? Hauptsache er krepiert anonym?

    Ich denke es wäre gar keine schlechte Idee, wenn Urlaubsreisen genau an diese Ziele angeboten würden. „Fahren wir unserem Müll doch einfach hinterher!“ Mulltourismus einmal aus der Praxis. Und überall auf den Bestandteilen steht „made in china“, „made in taiwan“, made in india“. Doch der ganze Dreck kommt direkt von uns. Dreck „made in germany“

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