Outplacement

logo f.Beitrag per MailChefs schicken ihre Mitarbeiter nicht mehr einfach auf die Straße.
Sie beraten Ihre Angestellten vor die Tür oder besser noch, sie lassen sie durch Fachleute hinaus beraten.

Die Wirtschaftskrise macht es möglich.
Der Firmenzweig des Outplacement ist entstanden.
Ein „Outplacer“ sorgt geschickt und einfühlsam dafür, dass die Entlassenen glücklich und zufrieden nach Hause gehen, ihre Frau in den Arm nehmen und ihren Lieben daheim freudestrahlend mitteilen, dass sie gerade mit maximalem Einsatz die Firma ihres Arbeitgebers vor dem Untergang und gleichzeitig die Jobs der Kollegen gerettet haben.
Wofür Ihnen der Entlassungsberater sogar „freundlich“ auf die Schulter geklopft hat.
Die Familie wird sich freuen.
Die Kinder werden ihren guten Vater bewundern und seine Frau mit stolz geschwellter Brust neben ihm erstrahlen. So werden Helden gemacht. Es gibt sie noch, die Helden der Arbeit. Sie sind wieder ganz schwer im kommen.

Dafür verzichtet der durchaus mit seinem Schicksal zufriedene, weil ja nicht so richtig gefeuerte, EX-Arbeitnehmer dann auf teure Prozesse gegen seinen früheren Chef und auf eine unanständig hohe Abfindung. Er sieht ja selbst ein, dass es im Interesse des großen Ganzen erforderlich ist, dass er sich nach einem anderen Arbeitsplatz, zumindest einem Aufenthaltsort außerhalb der bisherigen Firma, umsieht.

Eine tolle Geschichte.
Und
sie ist wahr!  
Und wie. Lesen Sie selbst in der FAZ den Artikel :arrow:Trennung von Mitarbeitern – Und alle sind fein raus

Was will man mehr?!
So entsteht in deiner-meiner-unserer BRD vielleicht eines Tages eine einige und mit sich zufriedene Gesellschaft.

Per Mail von Jaime aus Weibach

Ein Gedanke zu „Outplacement

  1. Ich finde den Artikel sehr interessant, wenn auch eine Frage offen bleibt. Die Outplacement-Berater werden ja nur tätig, wenn eine arbeitsrechtliche Kündigung nicht möglich ist. Was passiert, wenn der Mitarbeiter den Aufhebungsvertrag nicht annimmt? Rechtlich ist dem AN nicht beizukommen und Mobbing ist hoffentlich keine Alternative, die der Berater für den AG bereithält.
    Im Allgemeinen ist doch dieser Beraterjob keine große Überraschung. Trennungen von AN wird es immer geben und es wird auch immer schwer sein sich von Mitarbeitern zu trennen. Eine andere realistische Lösung gibt es aber nicht! Erfolg kann man nicht garantieren oder versprechen. Unternehmen werden immer auch entlassenn müssen…
    Ich finde es gut, dass nun versucht wird Professionalität und Neustarthilfe in diesen schmerzhaften Vorgang zu implementieren. Beiden Seiten kann dadurch noch größerer Schmerz und Streß erspart bleiben.
    Von einem Verzicht des AN auf eine Abfindung steht im Artikel der FAZ übrigens nichts.

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