Muss sich unsere BRD immer noch vor der AIG fürchten?

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2008 ging die AIG, der weltgrößte Versicherungskonzern, auf die Knie. Wir unbedarften Bürger unserer BRD dachten damals, lass die doch, was geht das uns an. Wir sind doch sicher, das ist doch am anderen Ende der Welt.
Wir konnten uns einen Zusammenhang zwischen deren Immobilien, Geldanlagen und unseren Spargroschen doch gar nicht vorstellen oder womöglich in Zahlen umsetzen.

99 Milliarden Dollar hatte die AIG minus gemacht.
In einem einzigen Jahr.
Ganz allein in 2008.
Unfassbar!

Die US-Regierung gab denen Geld, um ihnen das Überleben zu garantieren.
Die AIG erhielt 182 Milliarden US-Dollar.

Haben Sie eine Vorstellung, was man für ein Vorstellungsvermögen haben muss, um sich eine solche Summe auch nur ansatzweise vorstellen zu können?
Da schnappt man doch nach Luft oder man schaltet ab, weil der Kopf sich mit einer so unbegreiflichen Summe (wieviel Nullen, wielange muss man dafür arbeiten?)  nicht herumärgern will.

Wir einfachen Bürger unserer BRD verstanden 2008 dies und die Folgen für uns noch nicht, wir hörten und lasen aber, dass die AIG-Manager danach mehr als 400.000 Dollar bei einer Firmenparty verprassten, weil sie die Unterstützung ihrer US-Regierung großspurig als einen verdienten Erfolg für sich feierten. Sie waren nämlich überzeugt, dass sie einfach zu groß und viel zu smart waren, um fallen gelassen werden zu können. Dementsprechend ungeniert benahmen (benehmen) sie sich dann ja auch.

Aber es ist noch nicht Schluss. In 2009 machte die unglaublich wichtige AIG wieder einen Milliardenverlust. Diesmal sind es 11 Milliarden Dollar Miese. Gegenüber 2008 ein beinahe lächerlicher Betrag. Wir haben in der Zwischenzeit ja gelernt mit solchen Beträgen vollkommen locker umzugehen.

Noch so eine Pleite wie die Lehman Brothers verkraften wir nicht.
Wir stecken immer noch mitten im Schlamassel dieser Bank und haben zudem die Herkulesarbeit der Rettung der Mittelmeerstaaten vor uns, ohne deren Ausmaß auch nur im geringsten abschätzen zu können.
Vielleicht hilft die US-Regierung ja noch einmal aus. Schließlich bekommen die US-Amerikaner ja keine gesetzliche Krankenversicherung, das spart Geld. Dafür wäre dann doch eine Hilfe für die AIG-Versicherung finanziell wieder drin.

Wenn ich für mich so vor mich hingrübele, frage ich mich, war die Weltwirtschaftskrise 1928 vielleicht nur ein ziemlich kleiner Scheiß gegen das war wir gerade durchmachen und was uns noch droht?

Vielleicht geht es jetzt wirklich ums große Ganze.
Wir sitzen mehr oder weniger erschüttert da, regen uns ersatzweise über Pillepalle und relativ unbedeutende Selbstdarsteller auf, wie z.B. einen Herrn Guido Westerwelle und dessen Worthülsen, während sich hinter, vor und neben uns finstere Riesenwellen auftürmen.

Vielleicht sollen wir abgelenkt werden.
Vielleicht sehnen wir uns sogar nach Ablenkung.

RED.: Mit Erlaubnis von JAVIER möchte ich auf den :arrow: Beitrag von Larry aus Wintershof vom 28.01.2009 verweisen. Hierin ist auch ein Link auf das :arrow: WIRTSCHAFTS-BLATT (A) , welche sich am 27.01.2009 in ihrer Sparte „international“ mit diesem Thema als eine der ersten mir bekannten Online-Zeitungen beschäftigte.

 


Red.: Siehe auch „Gefahr – auch für die BRD. US-Wirtschaftsdaten zeigen einen Wahnsinn ohne Grenzen.

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