Sozialbericht 2009

Red@
Ich veröffentliche hier einige Auszüge aus dem Sozialbericht 2009. 

Der komplette Bericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (Stand 07/09) kann als PDF-Datei  (352 Seiten) hier heruntergeladen werden


Seite 246  (PDF-Blatt 267/352)
Artikel 1.3.1
Demografie
…. Seit vielen Jahren schon folgt in Deutschland auf jede Generation eine kleinere Generation, da die Zahl der Geburten nicht ausreicht, um die Elterngeneration zu ersetzen….          

Seite 247  (PDF-Blatt 267/352)
Tabelle 1

         
  31.12. Bevölkerung
  Insgesamt   Männlich      Weiblich
jeweils in 1.000
         
  1991 80 275 38 839 41 435
  1992 80 975 39 300 41 675
  1993 81 338 39 518 41 820
  1994 81 539 39 645 41 894
  1995 81 817 39 825 41 993
  1996 82 012 39 955 42 057
  1997 82 057 39 992 42 065
  1998 82 037 40 004 42 033
  1999 82 163 40 091 42 073
  2000 82 260 40 157 42 103
  2001 82 440 40 275 42 166
  2002 82 537 40 345 42 192
  2003 82 532 40 356 42 176
  2004 82 501 40 354 42 147
  2005 82 438 40 340 42 098
  2006 82 315 40 301 42 014
  2007 82 218 40 274 41 944
  2008 s 82 109 40 243 41 866
  2009 s 82 055 40 238 41 817
  2012 s 81 971 40 249 41 722
         

Quelle: Statistisches Bundesamt.
Red.: Tabellenauszug (ohne Altersstruktur)

Wie Tabelle 1 zeigt, geht die Bevölkerungszahl in Deutschland bereits seit 2003 moderat aber stetig zurück, bis 2012 werden die Bevölkerungsverluste voraussichtlich rd. 566 000 Personen betragen. Dieser Rückgang wird begleitet von erheblichen Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung. Letztere beeinflusst wesentlich das Zahlenverhältnis von Erwerbs- zu Nicht­erwerbspersonen und damit in erheblichem Ausmaß auch den Umfang der volkswirtschaftlichen Ressourcenbindung über die soziale Sicherung. 

Seit Mitte der 1990er Jahre ist der Anteil jüngerer Menschen unter 20 Jahren an der Bevölke­rung in Deutschland rückläufig. Nach der 11. Koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes wird dieser Anteil 2012 nur noch 17,9 % betragen, 1995 waren es noch 21,5 %. Eine ähnliche Entwicklung – wenngleich noch nicht ganz so stark ausgeprägt – ist auch bei der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter beobachtbar. Spiegelbildlich dazu ist der Anteil der 65-Jährigen und Älteren seit der Wiedervereinigung um fast sechs Prozentpunkte ge­stiegen. Diese Entwicklungen zeigen sich auch im Altenquotienten, der voraussichtlich in 2012 um gut 10 Punkte über dem Wert von 1991 (23,6 %) liegen wird. 

Seite 250  (PDF-Blatt 270/352)
Artikel 1.3.3  
Erwerbstätigkeit
…. Tatsächlich aber ist die Zahl der Erwerbstätigen nach einem Rückgang von 1991 bis 1997 im Zeitraum bis 2007 um rd. 2,3 Mio. gestiegen (Tabelle 4). Die Zunahme verlief allerdings nicht stetig, innerhalb des schlechten konjunkturellen Umfelds kurz nach der Jahrtausendwende trat erneut ein vorübergehender Rückgang auf. Im Jahr 2008 ist erstmals dann das Niveau von 40 Mio. Erwerbstätigen überschritten worden. Allerdings muss für 2009 aufgrund der ungünstigen Wirtschaftslage mit einem Rückgang um rd. 520 000 gerechnet werden. Die Entwicklung bei der Teilgruppe der Arbeitnehmer entspricht im Wesentlichen derjenigen der Erwerbstätigen insgesamt. 

Seite 251  (PDF-Blatt 280/352)
Tabelle 4: Entwicklung der Zahl der Erwerbstätigen

Jahr Erwerbstätige 1)  
insgesamt Selbständige u. mith.
Familienangehörige
Arbeitnehmer
  1 000 1 000 % 1 000 %
1991 38 664 3 520 9,1 35 144 90,9
1992 38 066 3 577 9,4 34 489 90,6
1993 37 541 3 625 9,7 33 916 90,3
1994 37 488 3 725 9,9 33 763 90,1
1995 37 546 3 749 10,0 33 797 90,0
1996 37 434 3 742 10,0 33 692 90,0
1997 37 390 3 816 10,2 33 574 89,8
1998 37 834 3 865 10,2 33 969 89,8
1999 38 339 3 857 10,1 34 482 89,9
2000 39 038 3 915 10,0 35 123 90,0
2001 39 209 3 983 10,2 35 226 89,8
2002 38 994 4 003 10,3 34 991 89,7
2003 38 633 4 073 10,5 34 560 89,5
2004 38 796 4 222 10,9 34 574 89,1
2005 38 757 4 360 11,2 34 397 88,8
2006 39 024 4 394 11,3 34 630 88,7
2007 39 694 4 451 11,2 35 243 88,8
2008 40 263 4 465 11,2 35 798 88,9
2009 s 39 743 4 433 11,2 35 310 88,8
2012 s 39 160 4 432 11,3 34 728 88,7

1) Angaben im Jahresdurchschnitt, Inländerkonzept.
Ab 2009 gesamtwirtschaftliche Eckdaten der Bundesregierung vom April 2009.
Quelle: Statistisches Bundesamt. 

Seite 253  (PDF-Blatt 282/352)
2.1      Die Entwicklung der Sozialleistungen 

Die Wirtschaftsentwicklung 2009 wird erstmals wieder zu einem deutlichen Anstieg der Sozial­leistungen führen. Gegenüber 2008 werden die Leistungen um 32,6 Mrd. Euro auf voraussicht­lich 754,0 Mrd. Euro steigen. Der Anstieg ist in erster Linie Folge höherer rezessionsbedingter Ausgaben in der Arbeitslosenversicherung und der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Dar­über hinaus spielen aber auch eine Reihe von Leistungsverbesserungen in der Renten-, Kran­ken- und Pflegeversicherung sowie in den Bereichen Kindergeld bzw. Familienleistungsaus­gleich, Ausbildungsförderung, Wohngeld und Kinder- und Jugendhilfe eine Rolle. Bis 2012 wird sich der Anstieg der Sozialleistungen wieder deutlich verlangsamen. Nach der Modellrechnung werden in 2012 voraussichtlich rd. 790,1 Mrd. Euro für Soziales ausgegeben. 

Schlussbemerkung „RED“:
Ab hier folgen im Bericht alle wichtigen Details und Tabellen über die Sozialleistungen.
Ein erstes  Vorab und eine zusammenfassende Einführung bietet der Artikel „Hartz IV und Co.: Die deutschen Sozialausgaben im Einzelnen“ vom 17.02.2009
http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/0,2828,51939,00.html

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