Europäischer Währungshüter gesucht

Red@

Der Chef-Posten der Europäischen-Zentral-Bank (EZB) wird im Oktober 2011 frei.
Der Franzose Jean-Claude Trichet scheidet dann aus.

Unsere Kanzlerin möchte unbedingt erreichen, dass Bundesbank-Chef Axel Weber (das ist der, der Sarrazin abgekanzelt hat) sein Nachfolger wird.
Aber der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi will das nicht. Er beabsichtigt seinen Notenbankchef Mario Draghi in dieses Amt hieven.

An der Spitzenposition liegt derzeit der Portugiese Viktor Constancio.
Würde dieser statt dessen bereits im Mai 2010 die Nachfolgerposition des EZB-Vizepräsidenten annehmen,  könnte Weber es in den Chefsessel schaffen.

Hört sich alles ziemlich unbedeutend an. Oder?
Na dann schauen  Sie einmal auf den Bericht von Javier aus Windischeschenbach vom 07.02. mit dem Titel „Ende 2010 wird Bilanz gezogen“.

Portugal und Italien gehören zu den Armenhäusern der EU und gerade diese beiden wollen sich die Posten des Chefs und des Vizechefs der Europäischen-Zentral-Bank (EZB) unter den Nagel reißen.
Ausgerechnet diese beiden?

Warum sollten wir dann nicht gleich den Chef der insolventen griechischen Staatsbank in den Chefposten der EZB küren. Der hat bestimmt die richtige Erfahrung, wie man mit Euros umgeht, die man gar nicht hat.
Er wäre  für eine fantasievolle Creativ-Buchführung prädestiniert, für einen virtuellen Haushalt und wäre ausgewiesener Fachmann für Schattenhaushalte.
Was will man mehr?
Außerdem hätten wir die Bankbosse der europäischen Pleitestaaten dann an entscheidender Schaltstelle und in Verantwortung für uns alle.

Konnte das ggf. helfen die Eurokrise dieser Länder unter den Tisch zu kehren?

Wir sollten uns fürchten und täglich beten, dass unser Axel Weber zum Chef der EZB wird oder einer der Nationalbankbosse eines europäischen Staates, welches ein noch besseres Brutto-Inlands-Produkt (BIP) hat als wir.

Alles ist besser, als womöglich einen Bock zum Gärtner zu machen.

Nachsatz: Griechenland ist der größte Empfänger von Zuschüssen aus der EU-Kasse. Dann kommen die anderen schwachen Staaten wie Italien, Spanien, Portugal und Irland (deren Staatskrisen stehen uns in ähnlichem Ausmaß unmittelbar bevor). Deutschland ist der größte Netto-Zahler in diese EU-Kasse.

Ein Gedanke zu „Europäischer Währungshüter gesucht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

:D :-) :( :o 8O :? 8) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :wink: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen: