Ende 2010 wird Bilanz gezogen.

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Bis Ende 2010 muss endgültig geklärt werden was aus den riesigen Schulden der schwachen Euro-Länder bei deutschen Banken wird.
Auch diese griechische Tragödie wird sich uns spätestens dann in ihrer gesamten Wucht offenbaren.

Milliarden-Forderungen Deutscher Banken an:

Griechenland 30 Mrd
Italien 145 Mrd
Spanien 176 Mrd
Portugal 34 Mrd
Irland 140 Mrd

Zum  Beispiel schuldet Griechenland der BRD 30 Milliarden. An Frankreich muss es 75 und an die Schweiz 64 Milliarden zurückzahlen.
Das sind die größeren Schuldtitel und allein diese ergeben bereits eine Summe von rund 170 Mrd.

Dies notiert die FAZ.
Das ist unter Berücksichtigung griechischer Wirtschaftswissenschaft  und Bilanzierungstechnik garantiert lediglich die Spitze des Eisbergs und die EU ist die Titanik, die sich unweigerlich mit ihm messen muss.

Die Staatsverschuldung der benannten EU-Staaten ist teilweise höher als deren Bruttoinlandsprodukt (BIP). Etliche Staaten sind quasi insolvent und ihr Verhalten ist das vorsätzlicher Bankrotteure, die hiervon unbeeindruckt  ihren ungedeckten Geldgeschäften nachgehen, vor grenzenloser Überbewertung eigenen Vermögens nicht zurückschrecken und regelmäßig im Verdacht der Bilanzfälschung stehen.
Alles zum Nachteil der europäischen Bürger und zum Schaden des Ansehens Europas.

Hier die Daten per 31.12.2008 von der Website „staatsverschuldung.de“, die Veröffentlichung des Bundesministeriums der Finanzen (beachten Sie Abbildung 4 = Schuldenstand in% des BIP in den Eurostaaten von 2008 bis 2011) oder das Dossier von „brand eins“ „Was ist eigentlich – Staatsverschuldung?“.

Wen wundert es da noch, dass die Mehrheit der Europäer nichts von Europa wissen möchte, über Europa wenig weiß und mehrheitlich gar nicht recht von der EU-Sache überzeugt ist? „EUROPA“, eine von Staatsmännern erfundene Einheit, ohne eine wirklich gelebte Anteilnahme der Bevölkerung und über deren Köpfe unverständlich und wenig bürgernahen in eine Form gegossen und noch im unfertigen Zustand des Überbackens.
Das mag sich der eine oder andere sehnsuchtsvoll von einer kleineren europäischen Einheit in der Größe einer überschaubaren Insel „Europa“ träumen.

Welche Kundengelder haben die deutschen Versicherer und wie hoch ist die Summe der Steuergelder des deutschen Staats, welche in überschuldete und in Kürze womöglich zahlungsunfähige  Staaten angelegt worden sind?
Was ist in diesen überschuldeten EU-Staaten womöglich alles per Hermes Bürgschaften abgesichert,  wofür im Ernstfall natürlich auch wieder der deutsche Steuerzahler geradestehen muss?
Gehen wir einmal davon aus, dass nicht nur unsere Banker so schusselig waren, dass sie sich in undurchsichtigen Anlagegeschäften verhaspelt und sich auf schlüpfrigen Parkett bis zum Demenz bei amerikanischen Finanzspekulanten verrannt  haben.

Gehen wir ebenfalls davon aus, dass nicht nur deutsche Kommunalpolitiker den inhaltslosen Verlockungen des Cross-Border-Leasing erlegen sind und ohne langes Zögern undurchsichtige und sprachlich unverständliche Miet- und Versicherungsverträge unterzeichneten, wobei Ihnen die EURO-Zeichen in den und die mit dem Verkaufserlös noch zu erbauenden kommunalen Denkmale vor den Augen standen.
Eines der an diesem Spiel beteiligten Versicherungsunternehmen beschreibt der Spiegel-Online 29/2009 ausführlich in seinem Artikel „Im Hauptquartier der Gier“ am 13.07.2009.
Gehen wir weiter davon aus, das nicht nur deutsche Landesbanken von prestigebesessenen und bonigierigen Bankern, die allesamt zeitlebens Berufsverbot erhalten sollten, geleitet und von fachlich vollkommen unbeleckten Politikern beaufsichtigt worden sind.
Gehen wir davon aus, dass nicht nur deutsche Kleinanleger von Bankberatern wegen derer Boni-Aussichten um ihr Erspartes gebracht worden sind.
Gehen wir auch davon aus, dass nicht nur deutsche Unternehmen durch die Finanz- und Wirtschaftskrise am Rande des Abgrundes standen und zusammen mit ihren Mitarbeitern bereits den nächsten (letzten) Schritt gemacht haben.
Gehen wir last not least davon aus, dass auch in anderen EU-Staaten solche Jahrhundert-Talente wie Middelhoff, Eick und Wiedeking oder gar Funke großen Unternehmen vorstanden, wie z.B. bei der deutschen Arcandor, Porsche und der Hypo Real Estate.

Denken wir demütig an die Zinsentwicklung unserer Spareinlagen und die erhofften Zuwächse unserer langfristig angelegten Lebensversicherungen. Denken wir an die Früchte unserer Altersversorgung in vnm sich abzeichnenden Staatsbankrotten bedrohten wackeligen Aktiendepots.

Die Lehman-Brothers haben über ihre toxischen Anlageprodukte ihre Finger in jeder Bank dieser Erde stecken gehabt und ich fürchte der resistente Virus des Lehman-Boss Richard Fuld (der Gorilla) hat sich auf die gesamte Affenbande in der ganzen Welt verteilt und lebt unverwüstlich weiter.
Lesen Sie  „Lehmann Brothers – Ende eines Mythos!“.

Die nächste Wirtschaftskatastrophe zieht gerade bedrohlich herauf.
Wir werden es erleben.

Aber sicher ist, dass auch diese nicht dafür sorgen wird, dass sich am Kapitalmarkt und an der Mentalität der hieran von ganz oben bis ganz unten Beteiligten grundlegend etwas ändert.

Denn „Geld regiert die Welt!“

Nachträglich noch eine gewagte Überlegung, die mir seit Tagen durch den Kopf spukt:
Ist es nicht auffällig, dass die vom Staatsbankrott bedrohten Staaten ausgerechnet mit denen identisch sind, in denen seit Jahrzehnten immer wieder die Wälder angezündet werden und riesige Flächen abbrennen,  um auf diese illegale Weise Bauland zu schaffen?
Gibt es zwischen der Mentalität der vermögenden Gesellschaftsschichten in diesen EU-Ländern, der Herkunft dieser Vermögen, den Bränden, der Staatsverschuldung, der Bilanzierungskreativität, dem Umweltschutz in diesen Staaten vielleicht einen Zusammenhang?

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