Opium aus Afghanistan durch unsere Schutztruppen und auf unsere Kosten

Sehr geehrter Herr Verteidigungsminister,

bitte sorgen Sie, dafür, dass unsere Soldaten sich nicht daran beteiligen die Mohnfelder der afghanischen Bauern zu beschützen, statt diese abzubrennen.
Das auf diese Weise durch unsere Steuergelder subventionierte Rauschgift gelangt auf direktem Wege im großen Stil zu uns zurück. Dem Bruder des erneut amtierenden afghanischen Präsidenten wird nachgesagt, dass er kräftig daran mitverdient.

Unsere Regierung  hat Gesetze erlassen, nach denen der unlizensierte, freie Handel mit Rauschgiften (sogenannten BTMs) verboten ist. Aus unseren immer knapper wewrdenden Steuergeldern werden immer höhere Unsummen abgezwackt, um diesen verbotenen Handel zu unterbinden, Großhändler und Kleindealer zu verfolgen, zu stellen, zu verurteilen und in den Haftanstalten menschenwürdig zu versorgen.

Dazu sind noch die Kosten der medizinischen Versorgung, der sozialen Leistungen und der Frühverrentung der süchtigen und meist erwerbslosen Konsumenten zu addieren.

Meinen Sie nicht auch, dass es an der Zeit wäre, das Übel an der Wurzel zu packen und den Rauschgifthandel an der Quelle zu unterbinden, statt nach wie vor zuzulassen, dass Afghanistan unter dem vom Westen eingesetzten, unterstützten und durch Wahlbetrug erneut an die Macht gekommenen Präsidenten Karzei und dem Schutz der Natotruppen inzwischen zum weltweit größten Hersteller von Heroin geworden ist?

Ihr Amtsvorgänger war dazu offensichtlich zu desinteressiert.
Vielleicht kann der Entwicklungshilfeminister (bin ich froh, dass es dieses Ministerium noch gibt) ja dafür Euros locker machen, dass die Bauern statt Mohn (Opium) konventionellen Ackerbau und Viehzucht betreiben.  
Er könnte z.B. damit beginnen, dass er die 70 Millionen Entwicklungshilfe, von denen es heißt, dass wir die an China zahlen würden, medien- und außenministerwirksam  nach dort umleiten.
Nach eigenem Bekunden (vor der Wahl) geht es Ihrem gerade das Äußere lernenden Ministerkollegen Westerwelle ja nicht um seine Person, sondern es geht ihm um unser Land. Er betrachtet das Entwicklungshilferessort ja sowieso als eine  Abteilung seines Ministeriums.  
Ich würde es begrüßen, wenn Sie ihm das noch einmal in Erinnerung rufen. Ich glaube nämlich, dass er dieses Vorhaben im Moment gerade zu vergessen scheint, wenn er so durch die Welt gockelt.

Ich (18 Jahre alt) setze meine ganzen Hoffnungen auf Sie.
Sagen Sie, dass unser Engagement in Afghanistan ein Krieg ist, denn das Sterben unserer Soldaten für die Hilfe beim Anbau und Handel mit Heroin in großem Stil begründen zu müssen ist wahrhaft übel.

Viele Grüße, auch von meinen Freunden und Eltern,
Ihr Tim aus Barsinghausen (Landkreis Hannover)

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