Ulrich Kelber und das Wertpapier Solarworld

Auf forum.finanzen.net tauschen sich User zum Thema Wertpapier Solarworld aus. Hier gibt es insgesamt sehr viele interessante Beiträge zum Inhalt Solarenergie und Photovoltaik.

Beispiel:
Post Nr. 7823 – Einspeisevergütung!, von arow43, vom 24.08.2009, 11:58 Uhr
http://forum.finanzen.net/forum/ja-t288055?page=312

Zum Zeitpunkt des Postings ist die Solarworld Aktie wieder im Minus:

“ wie bereits aus der“ ftd „gepostet wurde:
„Nachdem die Preise um 30 Prozent und mehr gefallen sind, sollte auch die Vergütung entsprechend sinken“, sagte Manuel Frondel, Solarexperte des RWI. „Ansonsten besteht die große Gefahr, dass die deutschen Stromverbraucher 20 Jahre lang Milliarden für diese Technologie zahlen und die ganzen Arbeitsplätze nach Asien abwandern.“ Auch die energiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gudrun Kopp, forderte eine Senkung der Fördersätze: „Der jetzige Fall zeigt: Dauersubventionen machen zu satt und lähmen den Fortschritt.“ Bei einer Regierungsbeteiligung werde die FDP auf eine baldige Überprüfung der Garantiepreise drängen.

Vertreter der Großen Koalition hielten sich bedeckt. Der SPD-Umweltexperte Ulrich Kelber sagte, dem Gesetzgeber stehe es frei, die jährliche Reduzierung der Vergütungssätze zu beschleunigen…

Auch Kelber rudert also scheinbar jetzt zurück, oder er hält sich wenigstens mal wieder alles offen, aber welchen Standpunkt vertritt er dann aktuell politisch und wirtschaftlich?

Butter bei die Fische!

P.S.:

Heute im FOCUS Nr. 38, 14.9.2009, Seite 27
Brüder, zur Sonne…
Den Wahlkampf von SPD-Mann Ulrich Kelber finanzieren Firmen, die von seiner Politik profitieren…
…Ein Bombengeschäft für Kelbers Spenden-Spezi Asbeck. Die Aktien seiner Solarworld stiegen im Juni 2008 nach der Entscheidung der großen Koalition, die Förderung für Solarstrom nur minimal zu kürzen, um 13 Prozent. Allein Asbecks Vermögen erhöhte sich damit in wenigen Tagen um 111 Millionen Euro….

9 Gedanken zu „Ulrich Kelber und das Wertpapier Solarworld

  1. Pingback: Wer Ulrich Kelber wählt entscheidet sich nicht nur gegen Atomenergie... | Deine - Meine - Unsere BRD

  2. Meinungsvielfalt ist etwas Gutes und bereichert unsere Gesellschaft. Ich habe nie gesagt, dass ich eure Position nicht verstehe. Ich hab nur eine andere Meinung und habe diese auch versucht verständlich zu begründen. Das ist eine tiefgrüne Eigenschaft…
    Meines Erachtens bin ich dabei auch immer freundlich und sachlich geblieben.

  3. @Christoph
    Natürlich besteht keine Verbindung zwischen Dir und Herrn Kelber. Obwohl, ist Kelber nicht auch oft in Berlin anzutreffen? ach, und sherlock meint vielleicht Du „bist grün“ hinter den Ohren;-)
    @sherlock
    Spar Dir die Zeit. Der will oder kann Dich nicht verstehen, geht auch gar nicht auf die Inhalte ein. Ein GRÜNER der ernsthaft fragt weshalb eine geschäftliche Beziehung zwischen Politik und Wirtschaft grundsätzlich schlecht sein soll, und ernsthaft daran glaubt, dass die Wirtschaft ein Interesse daran hat Regelungslücken zu schliessen…der sollte ernsthaft darüber nachdenken ob er in der richtigen Partei ist.

  4. Ich erhalte keine Diäten, wüsste auch nicht, dass Studenten einen Anspruch auf Diäten haben. Wieso unterstelle ich dir etwas? Eigentlich bin ich nur davon ausgegangen, dass jeder Mensch seine Möglichkeiten so gut wie möglich nutzen möchte, also auch du.
    Was bedeutet: „Ich bin grün“? Eine Anspielung auf die Hautfarbe kann es wohl nicht sein…

    Wieso muss eine geschäftliche Beziehung zwischen Politikern und Wirtschaft eigentlich grundsätzlich schlecht sein? Ein Austausch von Informationen zwischen Parlament und Praxis kann die Gesetze näher an die Praxis bringen, Regelungslücken können gefunden und geschlossen werden, Unternehmensstrategien können an die parlamentarische Grundhaltung angepasst werden (was Arbeitsplätze schaffen bzw. sichern kann), …
    Wer die Rahmenbedingungen eines komplexen Systems bestimmt, muss auch innerhalb des Systems agieren. Sonst führen die gesetzten Rahmen ins Chaos. Ihr Wissen lassen sich die Politiker bezahlen. Ich finde das legitim.
    Du sprichst in diesem Zusammenhang von „Taschen vollstopfen“ oder „Geld kassieren“, was soll man von diesen Argumenten halten?

    Der Arbeitgeber des Politikers ist das Volk; schließlich entscheidet es mit dem Kreuz, wer ins Parlament einziehen kann und wer nicht. Wenn dir ein „ArbeitnehmerPolitiker“ nicht passt, wählst du einen anderen. Zudem haben Politiker immer nur befristete Verträge. Was bei einem Großteil der anderen Arbeitnehmer zum Glück nicht der Fall ist.

    Mich würde interessieren, was du generell von Diäten (bzw. Bezahlung) für Politiker hälst.

  5. @ christoph
    Was für ein Recht befürwortest Du?
    Wer vertritt die Bürger unserer BRD in ihrer Stellung als Arbeitgeber? Die Gesamtheit der Abgeordneten, das Parlament? Erfüllen die Mitglieder des Bundestages die Funktion des Arbeitgebers und des Nebenberuflers gleichermaßen? Machen sie Geschäfte mit sich selbst, um des eigenen Vorteils willen?
    Bei privaten Arbeitgebern müssen derartigen Praktiken tatsächlich vom Vorgesetzen genehmigt werden. Wenn doch gibt es richtig Ärger (Staatsanwaltschaft / Verdacht auf Korruption).

    Ich kann mich nicht entsinnen, dass die Wähler unserer BRD (also der jetzt so viel zitierte Souverän) dafür gestimmt hätten, dass die von ihnen gewählten Volksvertreter dafür Geld kassieren können, dass sie Geschäfte mit der Wirtschaft zu deren Vorteil oder gar zum Nachteil der Bürger unserer BRD machen.
    Ich finde sie müssen die erhaltenen Honorare abliefern, anstatt auch noch eine Ausfallbürgschaft zu erhalten.

    Du lebst in Berlin. Du „bist grün“.
    Du kassierst auch Diäten aus dem Füllhorn der Steuern zahlenden Bürger?
    Deshalb bist Du für bezahlte Kontakte zur Industrie?
    Eine Debatte hierüber kommt Dir scheinheilig und verlogen vor?
    Du unterstellst MIR, dass ich ebenso handeln würde wie die Politiker und daraus leitest du deren Berechtigung hierzu her.
    Das machen doch alle!
    Ist das das Recht, das Du befürwortest?

  6. @milan:
    Ich muss dich leider entäuschen, es gibt keine Verbindung zwischen Herrn Kelber und mir. Ich wohne in Berlin (anderer Wahlkreis) und bin zudem noch Mitglied bei den Grünen… ich finde deine Berichterstattung einfach nur sehr einseitig. Du scheinst diesen bestimmten SPD Politiker nicht zu mögen, was natürlich dein gutes Recht ist!
    Eine Verbindung zwischen Atomlobby und Solarlobby würde ich auch nicht schlagen. Außerdem sind Wahlkampfspenden und Subventionen streng zu trennen, da es zwischen beiden keine faktische Verbindung gibt! Die Vergütung des EEG ist außerdem nicht auf ein bestimmtes Unternehmen ausgerichtet, sondern richtet sich generell an die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien. Die Höhe der Vergütung wurde nach den Stromgestehungskosten festgesetzt, die bei Solarstrom zurzeit zwischen 40-60 Cent pro kWh betragen.

    @sherlock:
    Jeder Angestellte kann nach Absprache mit seinem Arbeitgeber einer Nebentätigkeit nachgehen. Wieso sollten Politiker nicht die selben Rechte haben wie jeder deutsche Angestellte? Wenn man dir dieses Recht streichen würde, hättest du nicht gern einen geldwerten Ersatz? Deshalb sollte bei einem Verbot von Nebentätigkeiten für MdBs ein Ausgleich gezahlt werden. Mehr Unabhängigkeit des Parlaments ist auf anderem Weg nicht zu erreichen.
    Du würdest als Politiker sicherlich auch zusätzliche Verdienstmöglichkeiten nutzen. Eine Debatte auf dieser Ebene kommt mir deshalb verlogen und falsch vor!

  7. Lese ich richtig?

    Die einzige Lösung die mir einfällt, ist ein Verbot von Nebentätigkeiten und Spenden und eine Aufstockung der Diäten zum Ausgleich des entstehenden Nachteils.

    Was ist?
    Wir Steuerzahler sollen nach deinem Modell für Entgeltseinbußen aufgrund aufgegebener Nebentätigkeiten unserer Abgeordneten aufkommen?
    Verstehe ich dich richtig? Du würdest Schadenersatz anbieten?
    Bereits jeder mittelmäßige Abteilungsleister eines Wirtschaftsunternehmens hat eine Konkurrenzschutzklausel zu unterzeichnen. Unsere andererseits Abgeordneten können sich bereits während ihrer aktiven Tätigkeit für unsere Volk in unserem Bundestag die Taschen vollstopfen und vollstopfen lassen?
    Das muss unterbunden und nicht noch mit Schadeneresatz belohnt werden.
    Was bist du denn für einer?

  8. @ Christoph:
    Und weil Atomkraft Scheiße war soll es jetzt mit Solarenergie genau so weiter gehen? Das ist doch genau der Grund weshalb die Menschen keinen Bock mehr auf Politik haben!! Eine vermeintlich gute Sache wird durch Egoismus und Verblendung in den Schmutz gezogen , und am Ende ist dann doch alles wieder gleich „schlecht“! Auf jeden Fall ist es besser den Wahlkampf zu gleichen Teilen aus Steuermitteln zu bezahlen, als das einzelne Politiker durch extrem hohe Spenden in eine MaterialWahlkampfSchlacht ziehen können und den Wähler für dumm verkaufen können weil Sie mehr Flyer, mehr Brotdosen, mehr Plakate, bessere Stände, tollere Fotos haben. Und am allerbesten wäre es wenn für Wahlkampf gar kein Geld mehr ausgegeben wird, sondern der Politiker und Volksvertreter durch Taten glänzt!

    Passend dazu finde ich Deinen folgenden Kommentar: auf http://www.mmnews.de/index.php/200909133751/Politik/Solar-Korruption.html

    Und hier kommt der Deckel zum Topf;-):
    „Interessanter Gedanke von Christoph, den Herrn Kelber mit den Atomlobbyisten in einen Topf zu werfen und ihm eine pauschale „Gutschrift“ für zukünftige Spenden zu erteilen, wie so eine Art moderner Ablaßhandel. schön finde ich es auch, Die Kelber-Internet-Schreiberlinge jetzt überall dort im Internet anzutreffen wo Kritik geübt wird.“

  9. Die Atomenergie wurde und wird auch mit Steuermitteln gefördert. Wieso soll die Solarenergie nicht auch gefördert werden?

    Welcher Politiker wird nicht von der Wirtschaft unterstützt? Gerhard Schröder sitzt bei Gasprom, Joschka Fischer arbeitet für RWE. Jeder MdB hat Beraterverträge mit der Wirtschaft und unterstützt deren Interessen. Die einzige Lösung die mir einfällt, ist ein Verbot von Nebentätigkeiten und Spenden und eine Aufstockung der Diäten zum Ausgleich des entstehenden Nachteils. Für den Wahlkampf müssen dann auch noch mehr Steuergelder aufgebracht werden. Welches System ist besser??

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