Was ich beim Finanzamt erlebt habe!

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Renten werden besteuert.
So gemein sich dies auch anhört, es ist so.
Schon immer.
Unser Finanzminister kann auf keinen Beitrag zum solidarischen Steueraufkommen unserer BRD verzichten.
Warum auch?
Mal ganz ehrlich, dazu gibt es doch auch keinen Grund.

Wer nur eine gesetzliche Rente bezieht kommt doch sowieso meistens mit dem Schrecken oder maximal mit einem „blauen Auge“ davon. Das dürfte wohl die Mehrheit der Rentner sein.
Wer aber für seine Altersvorsorge Geld z.B. in Immobilien und Aktien angelegt hat, der kennt die dafür vorgesehenen Anlagen zur Steuererklärungen bereits und wird doch mit Erreichen der Altersgrenze für den Bezug einer gesetzlichen Rente nicht automatisch von der Abgabe einer Steuererklärung befreit.
Wer bislang in seinem Leben noch niemals einen Lohnsteuerjahresausgleich abgegeben hat, der wird am Formular zur Einkommensteuererklärung und der „Anlage R“ (R wie Rente)  trotzdem nicht scheitern.
Diese Anlage R ist lange nicht so komliziert wie der Rentenantrag und hat ganz erheblich weniger Fettnäpfchen als ein Mietvertrag.

Es gibt aber auch dafür kostenlose Hilfe im Internet.
http://www.ihre-vorsorge.de/Themen-2007-Steuern-und-Rente-Ausfuellhilfe-fuer-die-Anlage-R.html

Hier findet der Ratsuchende sogar eine Ausfüllhilfe (PDF-Datei):
http://www.ihre-vorsorge.de/_dwns/01ausfuell/01ausfuell-03-2006.pdf

Das sollte für den Anfang erst einmal ausreichen.

Sitzt dem unsicheren Renter noch die Angst im Nacken, ob er auch die richtigen Renten einträgt?
Na, so schlimm kann es doch nicht sein.
Erst einmal sind grundsätzliche alle Renten steuerpflichtig wenn sie nicht solche sind:

  • Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung, zum Beispiel von der Berufsgenossenschaft,
  • Kriegs- und Schwerbeschädigtenrenten,
  • Wiedergutmachungsrenten.
  • Diese Renten sind nämlich steuerfrei. Nur diese.
    http://www.ihre-vorsorge.de/Renten-schon-immer-steuerpflichtig.html

    Was kann also passieren, wenn man aus Versehen eine steuerfreie Rente in die „Anlage R“ eingetragen hat?
    Nichts!

    Mein Mann und ich haben in unserem Leben schon viel mit dem Finanzamt zu tun gehabt und ich kann nur sagen, machen Sie sich keine Sorgen und lassen Sie sich nicht von jedem Besserwisser ins Bockshorn jagen.
    Die Mitarbeiter im Finanzamt sind keine Berufsverbrecher, die es aus persönlichen Gründen auf  Ihr Geld abgesehen haben. Sie sind auch keine Banker, die mit Ihrem Geld spekulieren, um daraus persönliche Vorteile oder Boni zu kassieren.
    Vertrauen Sie denen lieber mehr als Ihrem Stammtischbruder oder Ihrem unabhängigen, ehrbaren Vermögensberater.

    Fies wird das „Finanzamt“ erst, wenn man es missachtet.
    So würden Sie doch auch reagieren.
    Aber dahinter steht ja auch der Anspruch derjenigen,  die ihre Steuererklärungen abgeben und es nicht einsehen, warum sich andere „drücken“  wollen und ggf. sogar mit Erfolg.
    Es reicht, dass wir die Schwarzarbeiter oder Inhaber ausländsicher Schwarzgeldkonten nicht in den Griff bekommen. Aber die kommen auch noch dran.
    Ganz sicher!
    Oder wollen Sie, dass Ihre Kinder und Enkel die verheerenden Folgen der Wirtschaftskrise alleine auslöffeln?
    Lieben Sie die etwa nicht?

    Wenn Sie mit Ihren Rentenbezügen und der „Anlage R“ gar nicht klarkommen, gehen Sie mit Ihren Rentenbescheiden zu Ihrem zuständigen Finanzamt.
    Dort wird Ihnen garantiert geholfen.
    Ich habe es noch niemals erlebt, dass meine Bitten um Auskunft abgelehnt wurden.

    Ich war mit den Unterlagen meiner 79-jährigen Schwiegermutter auch dort.
    Habe alles auf den Tisch gelegt und für ein Dutzend Jahre die Steuererklärungen nachträglich abgegeben.
    Ergebnis:
    Freundliche Auskünfte, kompetente Unterstützung und …..

    Jede Menge Steuerbescheide
    Null Euro
    Steuernachzahlung,
    Null Euro Versäumnis- oder Verspätungszuschläge (also „Strafporto“).

    „Geht doch!“
    Von wegen, der Staat greift uns immer nur in die Tasche.

    4 Gedanken zu „Was ich beim Finanzamt erlebt habe!

    1. Pingback: Was ich beim Finanzamt erlebt habe! | Deine – Meine – Unsere BRD | RentnerPower

    2. Also ich denke, es gibt mehrer Gründe, Renten nicht zu besteuern:

      das Geld für die Altersversorgung stammt aus bereits versteuerten Geldern.
      Sollte man im Alter -mit all seinen denkbaren und tatsächlichen Einschränkungen- nicht weiterhin Spielball für das Finanzamt sein.

      Demgegenüber steht IMHO nur die unmenschliche Gier eines Peer Steinbrück. Er selber predigt viel. Insbesondere über angebliche Steuergerechtigkeit und Schwarzgeld usw. In Wirklichkeit geht es ihn nur darum die seine Verfügungsmasse an Geld zu erhöhen. Damit der Bürger immer stärker vom Staat abhängig wird.

      Nebenbei ist Peer Steinbrück Verwaltungsratvorsitzender der KfW (neben einer politischen „Elite“) und in diesem Zusammenhang ist die Staatsbürgschaft für diese Bank (die eigentlich besser politisch unabhängig unter den Fittischen der Bundesbank gehört!) ein Skandal. Dieses war die erste -und unnötige- Staatsbürgschaft die mit der Begründung „Bankenkrise“ vergeben wurde.

      Soweit die zwei Seiten des Herrn Steinbrück, Erfinder der Rentensteuer.

    3. Meine Mutter ist als Schwerstpflegefall im Pflegeheim. Ich muss für sie auch noch jede Menge Steuererklärungen abgeben. Du hast mir wirklich Mut gemacht. Gleich Monat gehe ich mit den Rentenunterlagen zum Amt und lasse mir die Anlage R erklären. Danke für Deinen Bericht.

    4. Da ich Deine Artikel kenne habe ich Dich nicht im Verdacht, dass Du Werbung fürs Finanzamt machst. Außerdem hast Du vollkommen Recht.
      Jeder muss seinen Beitrag zahlen und unter dem Aspekt der aktuellen Neidiskussion über die doch so priviligierten Rentner, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, auch für Renter, dass die Rentner und Pensionäre ihre Steuern erklären.

      :lol: Deinen „Weg“, sich Rat direkt in der Filiale des Gesetzgebers zu holen finde ich auch o.k.
      Du kommst so dem Gesetz in vollem Umfang nach, hältst Dich an das Verursacherprinzip und sparst Deiner Mutter dadurch für 12 Erklärungen noch mindestens 1.200 Euro Beraterhonorar.

      So kann ein ehrlicher Steuerzahler mit Hilfe des Staates sogar noch Kasse machen.

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    :D :-) :( :o 8O :? 8) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :wink: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen: