Bomben in Afghanistan

Ich sag mal eben meine Meinung

Was ICH so weiß.

Die Taliban wollen uralte Lebensweisen und fundamentale islamische Gesetze wieder einführen. Sie  setzen Bomben, schreckliche Waffen und Terror ein gegen diejenigen, die ihnen nicht zuhören oder nicht folgen wollen und lieber auf den Westen hören.


Die NATO findet das ganz unerhört! Sie setzt gegen die Taliban ebenfalls Bomben, Militär und schreckliche Waffen ein, um dem afghanischen Volk die Demokratie der westlichen Welt und die Regierung der Familie Karsei schmackhaft zu machen.


Was sagt eigentlich Abdullah Normal zu seinem Glück?
Für welche Bombe bringt er besonders viel Verständnis auf?
Die der Taliban, die seine Frau getötet hat oder die der NATO, die ihm den Rest der Familie explosionsartig in den siebten Himmel „gefetzt“ hat?


Alle bedauern die Toten. Keiner aber sagt öffentlich den vielen Verletzten verbindlich Hilfe und lebenslange Unterstützung zu.
Na ja, die Staatskassen. Das muss man doch verstehen.


Kommen wir zurück zu unseren  wichtigeren, alltäglichen Sorgen:
„Wetter, Einkauf, Kindererziehung, Bundestagswahl, Ausländerproblem, Wirtschaftskrise“.


Afghanistan?!
Das ist doch so weit weg!

 

Heidi aus Himmelreich
Oh Schreck lass nach, ich muss ja unbedingt in den Ort, mein Lippgloss ist gerade alle.
Das ist eine echte Katastrophe.

 

Einen Link auf einen interessanten Artikel der „sueddeutschen“ möchte ich als bleibende Erinnerung noch hinterlassen: http://www.sueddeutsche.de/politik/221/486634/text/

2 Gedanken zu „Bomben in Afghanistan

  1. Vor etlichen Monaten hat ein junger deutscher Soldat den PKW eines Afghanen in der Gegend um Kundus stoppen wollen. Der Fahrer machte aus reiner Panik Mätzchen, der junge Soldat wiederum eröffnete aus schierer Angst das Feuer und erschoss 2 weibliche Insassen.
    Unsere BRD leistete „Abbitte“ und bezahlte den Hinterbliebenen das landesübliche Blutgeld (zur Vermeidung der zwingend erforderlichen Blutfehde). Der Betrag für 2 Tote belief sich damals auf 20.000 Euro. Damit war für die Familie, die Frieden gar nicht kennt, der Tot angemessen gesühnt und die Sache erledigt.

  2. Dieser Vorfall ist eine unglaubliche Tragödie für alle betroffenen Familien in Afghanistan. Die Scheinheiligkeit der Reaktionen im In- und Ausland, das Ausschlachten von menschlichen Schicksalen für eigene Zwecke ist verachtenswürdig!
    Du triffst mit deinem Beitrag voll ins Schwarze!

    Statt gesicherte Informationen zu sammeln und die Geschehnisse dann möglichst objektiv zu bewerten, werden voreilige Verurteilungen ausgesprochen. Diesen Elan sollte man lieber in zukunftsfähige Strategien für Afghanistan stecken!

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