Arcandor – DIE Vorstands-Bereicherungsmaschine

logo f.Beitrag per MailDer ausgeschiedene frühere Vorstandsvorsitzende Middelhoff erhielt die Zusage auf 4 Millionen Abfindung. Die Hälfte hat er bekommen, der Rest kann er als Forderung anmelden und darauf hoffen, dass er etwas davon aus der Konkursmasse bekommt.
So wird der Ex behandelt.

Jetzt hat Herr Eick ein halbes Jahr sein Glück versucht und gefunden. Er hat sich einen 5-Jahres-Vertrag unterschreiben lassen, der ihm für diesen Zeitraum 15 Millionen zusichert. Es heißt, dass weitere 16 Millionen an seine beiden Vorstandsfreunde Matschull und Seeger zu zahlen wären.
31 Millionen für 5 Jahre aus einem Pleiteunternehmen.

Die einzige Idee dieser 3 Musketiere bestand darin, den Staat (Steuerzahler) aufzufordern für den Konzern und die Arbeitnehmer einzuspringen.
Mit dieser unglaublich doofen Idee sollte ein 31 Millionen-Anspruch scheinheilig begründet werden?

Das hätte doch sogar  die Klofrau hinbekommen !!
Vielleicht sogar besser. Auf jeden Fall preiswerter !!

Im Anschluss an diesen Horror habe ich noch eine Frage:
Sind die Forderungen dieser drei Vorstände nicht auch Bestandteil des Insolvenzverfahrens und wie die Abfindung des Herrn Middelhoff anteilig aus der verfügbaren Restmasse zu bezahlen oder eben nicht, wenn es dieses Restvermögen in der erforderlichen Höhe gar nicht mehr gibt?

Einer meiner  Bekannten musste ebenfalls gerade seinen Spint ausräumen, weil sein Arbeitgeber in Konkurs gegangen ist. Erst hat er über sechs Monate Kurzarbeitergeld bekommen und nun muss er rennen, um „Konkursausfallgeld“ zu beantragen.
Hoffentlich tappt er nicht in eine juristische Falle oder ist nicht sogar bereits mitten drin.

Raphael aus Kalbe

2 Gedanken zu „Arcandor – DIE Vorstands-Bereicherungsmaschine

  1. Du hast möglicherweise Recht. Allerdings waren es auch keine leichten Aufgaben. Das Gehalt, das sie bekommen, könnte man als Schmerzensgeld interpretieren.
    Bei Middelhoff war ich auch zunächst sehr skeptisch. Allerdings muss man sagen, dass der Typ schon vor seiner Stelle bei Karstadt in diesem Esch-Fond investiert hat. Dies hat er auch dem Aufsichtsrat vor seinem Antritt offen gelegt. Keiner, auch nich die Arbeitnehmervertreter von der Gewerkschaft und von Verdi, hatten etwas auszusetzen. Daraus kann ich dann auch dem Middelhoff keinen Vorwurf stricken. Er hat sich schon angemessen verhalten.

  2. Wenn ich in der Staatsanwaltschaft zuständig für die Untersuchung dieses Konkursverfahrens wäre, könnte ich mich gegen verschiedene Anfangsverdachte einfach nicht erwehren. So etwas geht ja nun wahrhaftig nicht mit rechten Dingen zu.

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