Sind unsere Gesundheitszentren gefährlich dreckig?

Wenn ich das Interview der „Kölnischen Rundschau vom 21.06. 2009 mit Herrn Dr. Klaus-Dieter Zastrow (Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene) lese, wird mir ganz komisch.

Hoffentlich muss ich niemals in ein deutsches Krankenhaus.
Aller Voraussicht nach komme ich da kranker wieder heraus (wenn überhaupt) als ich hineingekommen bin.
Wir regen uns über verschmutzte Gastro-Küchen auf und verfolgen mit leichtem Schauer die TV-Einsätze der Lebensmittelkontrolleure. Wir sind entsetzt über Gammelfleischskandale und staunen nicht schlecht wie Mietnomaden ihre Wohnungen verlassen.
Aber kaum jemand macht sich darüber Gedanken, dass es für Krankenhäuser keine gesetzlichen Vorschriften gegen den Dreck und die resistenten Keime gibt, noch dort freiwillige Initiativen existieren.
Kostet alles Geld und wird daher nicht gemacht.
Meine Großmutter ist gerade hingefallen und musste ins Krankenhaus.
Hoffentlich kommt Sie da bloß wieder gesund heraus.

Ist das Ergebnis der damaligen  Ostzonen-Aktion „Wir sind ein Volk“ insgesamt so deprimierend, dass niemand mehr Bock darauf hat noch einmal zu versuchen sein Leben hierzulande zu verbessern?

Hey, das ist wirklich deprimierend.

Was soll die Bevölkerung (mich, meine Familie und meine Freunde eingeschlossen) in unserer BRD eigentlich noch alles klaglos hinnehmen und ertragen?

Wann gehen wir gemeinsam für unser Recht auf Leben und Unversehrtheit auf die Straße?
Haben wir tatsächlich so unglaublich viel weniger Meinung, Engagement und Mut als Menschen in anderen Ländern?
Für jeden Schitt ist in unserer BRD unermesslich viel Geld da. Für die Versorgung einfacher Bedürfnisse einfacher Bürger bleibt da wohl nichts mehr übrig. Nur ziemlich dummes Gerede und fadenscheinige Besänftigungen, die nicht eine einzige Überprüfung durchhalten und schon bei der nächstbesten Monitor- oder Frontalsendung durch den Kakao gezogen werden.
Die einmalige Chance, eine wirklich bevölkerungs- und bürgernahe Demokratie für alle Einwohner unserer BRD aufzubauen und auszuüben, ist offenbar so endgültig gescheitert, dass niemand überhaupt noch nachfragt, warum und wodurch das geschehen konnte.
Wirklich zu schade.
Ich bin heute gerade mal 18 Jahre alt geworden, möchte nicht so passiv bleiben wie meine  Eltern und überlege: Soll ich mich als Bürger unserer BRD in diese Gesellschaft einbringen, um etwas zu verändern oder nur deshalb einen guten Abschluss machen und auf Kosten dieses Staates ein Studium erfolgreich absolvieren, um danach dieses Land mit meiner Familie in Richtung „Traumland“ verlassen zu können?

Jean-Luc: „Was würdet Ihr machen ???????“

Zum Interview der Kölnischen Rundschau vs. Dr. Klaus-Dieter Zastrow [ hier klicken ]

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