Der Spargel ist da und die Spargelmafia auch!

Wer sich dieser Tage DEUTSCHEN SPARGEL leistet, der sollte wissen, dass wir hier wieder einmal kräftig hinters Licht geführt werden sollen.
Geschätzte 10% der als Produkt aus deutscher Erde angebotenen Leckerei stammt in Wahrheit aus dem  preiswerten Ausland und wird von „Spargelbetrügern“ auf hiesigen Märkten an den Mann / die Frau gebracht.

Das ist für mich echter Betrug.
Seht ich sage Euch … die Verlockungen des Betrugs (vorsätzlich) gehen in „unserer BRD“ durch alle, wahrlich durch alle  Gesellschaftsschichten.
Anlageberater, Gebrauchtwarenhändler, Online-Händler und auch private Verkäufer auf Online-Versteigerungsplattformen (Handeln ohne Garantiegewährung!) sind mir bereits auf- oder sogar „ins Auge“  gefallen.
Nun auch noch der bislang stets sehnsüchtig erwartete Spargelverkäufer?!
Korruption wohin man schaut?

Da der deutsche Qualitätsspargel 2x so teuer ist, wie der ausländische, können die Mitglieder der vernetzten Spargelmafia in der wenige Wochen anhaltenden Saison auf den Wochen- und Bauernmärkten satte Zusatzgewinne einstreichen.
Sie deklarieren den global und preiswert erworbenen Auslandsspargel einfach zu deutschem Spargel um (was mit Rindfleisch geht, dass sollte doch mit Spargel auch zu machen sein. Denken sie).

Aber hier bei mir zu Hause geht das nicht mehr so einfach.
Die „Spargelmafia“ muss nämlich mit dem gnadenlosen  Einsatz der Spargelmarshals des Rhein-Erftkreises rechnen.
Deren geübte Augen und Schnüffelnasen sind den Betrügern auf der Spur.
Um die Kunden der Region „bei Stange zu halten“ gehen die Spargelmarshalls der örtlichen Lebensmittelkontrolle auf Kontrollgänge, lassen sich Lieferscheine zeigen und senden Spargelproben zur CSI-Spargel nach Münster zur „Wasserkontrolle“ und decken Minderqualitäten gnadenlos auf.

Das wusste ich bislang nicht und finde es so bemerkenswert, dass ich heute darüber berichte.
Was soll ich weiter schreiben?
Spargelesser sollten einmal selbst beim WDR nachlesen.
Hier der Link: http://www.wdr.de/radio/wdr2/rhein_und_weser/516497.phtml

Ist es Zufall, dass ausgerechnet der WDR wieder einmal über einen Schwindel in NRW informieren muss?
Gibt es dieses Problem in anderen Bundesländer auch – oder ist dies ein spezielles Problem des Bundeslandes NRW?

Ulla aus Quadrath-Ichendorf (per Mail)
mit Zustimmung der Verfasserin von uBRD  überarbeitet
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Ein Gedanke zu „Der Spargel ist da und die Spargelmafia auch!

  1. Ich kann bestätigen, dass solche Kontrollen bei uns im Saarland auch vorgenommen werden. Ich bin dort selbst auf Stadtteilmärkten vertreten. Allerdings nicht mit Lebensmitteln. Besonders auf Wochenmärkten und bei Scheunen- oder Saisonsstraßenverkäufen sollten Lebensmittel, Preis- / Gewichtsangaben und Waagen jeden Tag kontrolliert werden. Hier meinen nämlich viele meiner Händlerkollegen und Kolleginnen die Kundinnen, insbesondere die älteren) würden die Schummelei doch gar nicht einmal mitkriegen. Sie verlassen sich auch einfach darauf, dass sie wegen solcher Kleinigkeiten still bleiben, Schwierigkeiten und unangenehme Verwickelungen befürchten und nicht auf direktem Wege zum Ordnungsamt fahren. Gereade diese Kundinnen sind bekannt dafür, dass sie aqus Erfahrung wissen, dass sie gegenüber „Unternehmern“ den Kürzeren ziehen.
    Scheint sich offenbar zu lohnen. Solange wie ich meine Waren schon auch auf Märkten anbiete, habe ich noch niemals erlebt, dass selbst immer wieder auffallende Händler deshalb jemals wirklich Platzverweis erhalten hätte. Über Androhungen und Verwarnungsgelder ist es nicht hinausgegangen. Die sind ihnen zwar unangenehm, sie schimpfen sogleich auch über die Behörden, aber letztlich erzielt dies bei denen keinen Wirkung.
    Eichamt und Lebensmittelkontrolle sollten sich vernetzen und wenigstens landesweit eine „schwarze Schafe-Liste“ führen.
    Vielleicht würde uns das auf den Wochenmärkten dabei helfen ein besseres Image zu bekommen.
    Meine ausländischen Händlerkollegen sind da noch am ehrlichsten. Wirklich. Sie befürchten sowieso, dass gerade die Kundinnen bei ihnen besonders misstrauisch sind. Das nutzen manche unserer einheimischen Kollegen rigoris aus. Zeigen mit Finger auf die anderen und machen selbst den übelsten dienst am Kunden. Ich kenne viele islamische Händler, die den Warenkorb der alten Damen von ihren Söhnen über den ganzen Marktplatz bis zum Auto und nicht selten sogar bis vor die Haustür tragen lassen.
    So eine Freundlichkeit habe ich von einem deutschen Standbetreiber bislang noch nicht erlebt und sie würde wohl auch extra kosten.

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