Porsche schluckt VW? VW schluckt Porsche? Scheich schluckt beide?

Lasse aus Klosterbeuren Erst verschluckt sich Frau Schaeffler an den Reifen der Continental-Gummiwerke AG (kurz Conti) und nun stellt sich heraus, dass der Wahn des Herrn Wiedeking und der Porsche-Familie, sich den Volkswagen Konzern unter den Nagel zu reißen, ebenfalls in die Hose gegangen zu sein scheint.

Was waren die forschen Porsches stolz, dass Super-Wiedeking unserer BRD und insbesondere den biederen VW-lern weltweit zeigte, wie man eine Wirtschaftskrise in den Griff bekommt, ja diese sogar grandios umfunktioniert und zum eigenen Vorteil für SICH arbeiten lässt.

Gott-Wiedeking, der Bezwinger der Krise ließ die Kurse in Bereiche steigen, die an die Zeiten der glorreichen Hafa-Brüder und ihre EM-TV erinnerten.
Das Manager-Magazin veröffentlichte  hierzu am 06.05.2003 unter dem Titel „Kapitalvernichtung im Rekordtempo“ einen umfassenden Artikel.
=> http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,147003-2,00.html

Haben die Firmengewaltigen hieraus nichts besseres gelernt, als “weiter so!! bzw. !auch so!”?

Geht es wahrhaftig immer nur um Macht & Geld für die eigene Brieftasche – koste es die Gesellschaft (Wirtschaft und Mitanbieter) was es wolle? Herrscht „da oben“ einzig und allein wirklich nichts anderes als die sterotype Überzeugung, dass sie die reale Macht besäßen und die wahren begnadeten  „Wirtschaftslenker“ wären?
Woher kommt eigentlich die von allen immer wieder betonte und gebetsmühlenartig runtergekaute Phrase: „Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer“; wo wir doch inzwischen wissen, dass gerade diejenigen, die das in die Welt gesetzt und auf „Privatisierung“ gedrängt haben, alles andere als die Besseren sind?

Komisch ist, dass es so aussieht, als gäbe es da plötzlich eine Parallele zwischen Schaeffler, Porsche und dem gigantischen Rutsch der Aktienkurse des „Neuen Marktes“ 2002 bis 2004.
In Politikerkreisen sprach man zu Zeiten eines Herrn Kurt Beck bei derartigen Übereinstimmungen immer wieder von den „Schnittmengen“.

Da lassen sich Manager-Shogune, die in den büroeigenen Waschräumen jeden Morgen selbstverliebt ihr eigenes Spiegelbild  küssen, vom Volk bestaunen und von ihren Angestellten und Arbeitern vergöttern. Danach verbrennen diese über dem 7. Himmel stehenden, allwissenden „Götzen“ innerhalb kürzester Zeit mehr Moneten, als sie je geschaffen haben (sich selbst ausgenommen). Darüber hinaus vernichten diese „himmlischen Jungs“ mal soeben nebenbei noch zigtausende Arbeitsplätze und meinen tatsächlich überzeugt, dass dies zum typischen Arbeitnehmer-Leben gehöre, welches die, doch nur „kollateral“ betroffenen, Mitarbeiter stillschweigend und gottesfürchtig auf sich zu nehmen hätten, um dem strahlenden Helden an der Spitze weiter dienen und ihn kritiklos verehren zu können. Notfalls im Interesse  der Firmenfamilie auch von außerhalb des Unternehmens.

=> http://de.wikipedia.org/wiki/Begleitschaden

Vergessen wir nicht, dass Götter ursprünglich wohl von den Besitzenden geschaffen wurden und deren Gebote für jene „da unten“ als Richtschnur dienen sollen. Gebote sind dazu da, dass sie von denen „da unten“ befolgt (oder bevolkt?) werden, um denen „da oben“ Macht zu geben, Vorteile und Besitz zu beschützen und Angst zu nehmen. Gebote werden immer weiter zu Gesetzen ausgefeilt und stützen sich letztendlich durch ein undurchdringbares Gewirr von Regeln gegenseitig.
Wir nennen das Zivilisation und gegen die gibt es nun mal nichts Negatives vorzubringen.

Für die da oben gelten also andere Maßstäbe. Das sogenannte „Zweierleimaß“, denn für die wirklich „Oberen“  reichen selbstverpflichtende Absichtserklärungen (Industrie und Banken haben uns damit bereits reichlich versorgt, aber nichts eingehalten).
Wer wüsste das nicht selbst.

Die sueddeutsche.de und das handelsblatt.com schreiben mehr zum Thema  Porsche – VW – Morgenland (andere natürlich auch).
=> http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/592/467168/text/
=> http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/porsche-vor-finanzierungsluecke;2261768

Das muss ich ja hier nicht wiederholen.
Aber ich darf in diesem Blog für meine Familie, meine Freunde und mich  sicherlich festhalten, „da kommt etwas auf uns zu“ und ich erlaube mir dieses nach meinem Gefühl zu kommentieren!

Unter dem von „uns(?)“ gewollten Mantel der Globalisierung übernehmen die asiatischen Tiger, an der Spitze das Reich des himmlischen Friedens sowie die Öl-Scheichs und Wüsten-Kalifen aus dem  Land der 1001 Geschichten eine immer stärkere Wirtschaftsposition ein.
Aus den früheren Beduinen und Kulis sind heute stinkreiche und gewitzte Unternehmer geworden.
Sie werden ganz still und recht leise nun jenes vollenden, was sie in lang zurückliegender Zeit ehedem auf militärische Weise begonnen haben und unterbrechen mussten.
Aber sie haben gelernt.  
Die inzwischen und zukünftig kampflos erworbenen Schätze werden in einem neuen Sesam vor uns verschlossen und wenn die Abhängigkeit vom Erdöl das absehbare Ende gefunden hat, geht es für uns direkt an einer neuen langen Leine auf der anderen Straßenseite weiter.

Die Vorstellung, dass Porsche sich an VW überfrisst und beide dann vom heuschreckenerfahrenen Scheich aus dem Morgenlande geschluckt werden, lässt nachdenklich werden.

Ich hoffe, das VW sich wie ein Kugelfisch aufpumpen kann, Porsche die „A…karte“ zeigt, den Spieß umdreht, sich Porsche reinzieht und den abgehobenen Herrn Wendlin Wiedeking vor die Tür und wieder auf den Boden setzt. Vielleicht sogar Schadenersatzforderungen gegen ihn durchsetzt, um einen real erwirtschafteten Schaden von diesem Superverdiener zurück zu verlangen oder ihn zumindest erheblich an der von ihm herbeigeführten Misere zu beteiligen.

Aber letztendlich heißt es aus Berlin: Wir Bürger unserer BRD haben es so gewollt. Und Menschen, die als Vermögensverwalter der Aktionäre an die Spitze von Unternehmen gestellt werden, haben nun einmal nur eine Aufgabe: „Das Vermögen der Shareholder so schnell und so kräftig wie nur irgendmöglich zu vermehren.“

Egal mit welchen „legalen“ Mitteln. Und was legale Mittel sind, dass wurde uns  bislang ja auch aus dieser Gesellschaftsschicht, in der jetzt das Porscheschicksal entschieden wird, vorgegeben.

Oder übersehe ich da vielleicht den wahren, grundsätzlich sozialen Ur-Aspekt der Globalisierer?

Lasse aus Klosterbeuren.
Auch ich bin seit heute neu in „meiner-deiner-unser BRD“.
Da liegt mein Heimatort => http://www.flaggen-server.de/dland1/klosterbeuren.php
Danke für den Vorabauszug zum Thema „Beiträge abfassen“. Hat mir sehr geholfen.
Ein „persönliches Titel-Logo“ für meine(n) Artikel reiche ich „unserer BRD“ per Mail noch nach.
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2 Gedanken zu „Porsche schluckt VW? VW schluckt Porsche? Scheich schluckt beide?

  1. Einkommensmillionär ist er ja schon lange, doch dann wollte uns der Meister von PORSCHE es allen mal so richtig zeigen was er drauf hat und wozu er noch alles fähig ist. Gott, was ist da schon so Furchtbares dran?
    Wenn’s geklappt hätte, hätten wir alle mit offenem Mund dagestanden.
    Nun haut es ihn offenbar von den Socken.
    Aber er fällt in ein famos mit Geld gefülltes Bett und kann es sich zu Hause gemütlich machen.
    Wir freuen uns über seinen Sturz, haben aber im Grunde genommen davon gar nichts und müssen immer noch arbeiten gehen, ohne uns jemals einen Porsche leisten zu können.
    Was soll der Neid?
    Wenn Herr Wiedeking nun seine Karriere vergeigt hat, na und? Soll er doch. Die Porschemitarbeiter hatten eine verdammt gute Zeit und ab jetzt dreht sich der Wind eben auch in deren Werkshallen. Aber mich juckt das ehrlich gesagt überhaupt nicht.
    Jetzt kommt eben ein anderer statt seiner dran und nun verdient der die viele Knete und fährt immer den neusten Werksporsche. Hat sich da etwas für uns geändert oder wird sich etwas ändern?
    Nee!
    Lies ma diss: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/83/480562/text/
    Wir seh’n uns!
    Morgen bei de’Maloche, auf’e Schicht oder bei’e ARGE.

  2. Absolut richtig! Unterschreibe jede Zeile! Wir leben in einer Diktatur des Kapitals und sind dazu ‚erzogen‘ so alles hinnehmen zu müssen. Die Gehirnwäsche haben wir im Wesentlichen den allmächtigen aber keineswegs neutralen Medien zu verdanken. Sobald einer das System kritisiert, wird er gleich als Kommunist bezeichnet. Das ist so ziemlich die schlimmste Beschimpfung und auch die wirkungsvollste, denn man hat der Bevölkerung jahrzehntelang ins Gehirn gemeißelt: Kapitalismus = gut; Kommunismus = böse!

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