Bei Qimonda kriegen sogar die Russen kalte Füße

Im Osten nichts Neues

23.01.2009:  Qimonda ist pleite und stellt beim Amtsgericht München den Insolvenzantrag. Der Vorstand sieht aber immer noch Licht am Ende des Tunnels und deutet diese als  „gute Chance“ für eine Neuausrichtung notwendiger finanzieller Mittel durch Verhandlungen mit möglichen Geldgebern oder gar Investoren. Sogar von Sanierung war die Rede.
Aber heute gibt es nur noch einen ganz knappen Zeitplan für eine Rettung.
48 Stunden!
 

 Noch einmal:
Es geht um 12.000 Arbeitsplätze. Davon 3.200 in Dresden und 1.400 in München. Der Rest arbeitet überwiegend in Portugal.
Der Aktienkurs ist auf 9 Cent je Stück nur noch mickerig und nicht mehr nennenswert.
77,5% der Aktien hält die „Mutter“ Infineon.  Diese würde die Aktien gern loswerden und notfalls sogar verschenken.

01.04.2009 (kein Aprilscherz): Das Leiden hat ein vorläufiges Ende. Das Amtsgericht München hat das Insolvenzverfahren eröffnet.
Details hierzu möchte ich nicht runterleiern, denn diese finden Sie direkt bei Reuters-Deutschland.
[ hier klicken ]
Notieren wir uns einmal den Termin des Schlusstermins: 4. August 2009.
 

Nun ackert sich der Insolvenzverwalter wund und sucht inmitten der um Geld bettelnden Weltfirmen und verarmenden Oligarchen händeringend nach Investoren, ehe jemand das Licht am Ende des Tunnels ausschaltet.
Am 26.03.2009 ließ er das Übliche verlautbaren: Investoren aus Russland und Taiwan stünden bereit.
Heute heißt es von anderer Seite, dass die Russen kalte Füße bekommen hätten und die Taiwaner denken nach, ob sie sich die Finger an der Sache verbrennen möchten.
 

 

 

Ich meine, dass alle Investoren nur an staatlicher Hilfe interessiert sind und es zu befürchten steht, dass die Firmen, nach Eingang und Überweisung dieser Gelder an den „Investor im Ausland“, zurückgelassen werden.

Vieles an diesem mehr oder weniger eiligen und planlosen Verfahren erinnert mich an die  Abwicklung der volkseigenen Betriebe der ehemaligen DDR unter der unempfindsamen und glücklosen Regie der Treuhand:

 

                               „Bloß weg damit!“

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