Zusammenarbeit der Ärzte mit Industrie und Dienstleistern erschwert?

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Ab dem 01.04.2009 ist es den „Leistungserbringern“ untersagt an Vertragsärzte der Gesetzlichen Krankenversicherungen (auch bekannt als GKV) Zahlungen und Zuwendungen im Zusammenhang mit der Hilfsmittelversorgung zu leisten.


In meiner Familie sagt
man dazu ganz einfach „Schmiergeldzahlungen“.
Ich empfinde tiefes Mitgefühl mit den Vertragsärzten.
Die vertragsunabhängigen Mitglieder der heilenden Zunft können weiterhin die Taschen offen halten?

Ich werde meinen Arzt mal fragen, ob er sich in der Lage sieht diese kleine Hürde zu umgehen. Wenn nicht, ist er entweder ein weltfremder Träumer oder lügt er mich mit strahlendem Lächeln an.

Normalerweise müsste ich wechseln. Denn er würde mich 100%ig anlügen.
Ich will aber, dass es diesen Arzt auch morgen noch für mich gibt und dazu muss es ihm wirtschaftlich so gut gehen, dass er Spaß(?) an der Arbeit an meinem Körper hat und er sich morgen auch noch seinen eigenen Arzt leisten kann.

Ich träume mal ich wäre mein Arzt:
Ich gründete für derartige Gelder einen Verlag oder eine PR- oder Beraterfirma z.B. für Fragen der Volksgesundheit oder Volkshygiene, ich wählte das Firmenmodell der „englischen Limited“, meine Ehefrau fungierte als alleinige Gesellschafterin, die Ltd. bliebe vor den allzu neugierigen Nachbarn verborgen und würde nicht ins Handelsregister eintragen. Ich bestimmte meine Schwiegermutter als Geschäftsführerin und wählt als Firmensitz und -anschrift das Pflegeheim, in dem diese auf ihre alten Tage wohnt und von der ich – als Arzt ihres Vertrauens – für den Fall der Fälle als Bevollmächtigter eingesetzt worden bin.
Die Firmenpost ginge in ein Postfach.
Das alles ließe sich mit Schwiegermuttern bei einer Tasse Kaffee bekakeln.
Meine Frau hätte als einzige Gesellschafterin bei Gründung der Limited das Firmenkonto für die Limited eingerichtet, um die Gründungskosten abzuwickeln und dadurch natürlich auch gleichzeitig Kontovollmacht. Die sie auch behielte.

Die Einnahmen der Limited würden an mich gegen Berater-Rechnung für diverse Publikationen, welche auf der Internetseite der Limited in England veröffentlicht würden (Nicht öffentlich – Zugang nur für Members), auf mein Praxenkonto oder an meine Gesellschafter-Ehefrau als Gewinnanteil auf deren Privatkonto ganz offiziell „gewaschen“ ausgezahlt.
Ich würde diese Einkünfte beim zuständigen Betriebs- bzw. Wohnsitzfinanzamt zur regulären Versteuerung angegeben.
Den Herrn Zumwinkel nachzuäffen lohnt sich bei den hier zur Debatte stehenden Beträgen ja auch gar nicht.

Das Ganze ist nicht einmal besonders tricky!
Das ist aus jedem zweiten TV-Krimi erlernbar, zweites Semester „Wirtschafts- und Betriebsberatung“ oder Steuerfachgehilfe im 3. Lehrjahr.

Das ist tatsächlich so banal und gewöhnlich, dass es nach meiner festen, persönlichen Überzeugung so oder so ähnlich auch von Politikern praktiziert und vorgelebt wurde oder womöglich sogar noch wird (vielleicht mit einem anderen Firmenmodell und ganz sicher NICHT in unserer BRD).
Ich will da mal lieber nicht die Katze aus dem Sack lassen, etwas aufdecken oder in die Welt setzen. Schon gar nicht in unserer BRD.

Jedoch hatte ich schon häufiger so meine ganz privaten Verdachtsmomente.
Es war immer dann, wenn ich davon hörte, dass Politiker irgendwie beratend oder publizierend tätig geworden waren.
Nicht selten stellte sich hinterher sogar heraus, dass Politiker für Veranstaltungen auf denen sie für eine Interessentengruppe als Redner auftraten von sogenannten Public Relation Firmen angeheuert und hierüber abgerechnet wurden.
Diese PR-Unternehmen regeln dann alles andere. Die Gesellschafter, Inhaber dieser PR-Firmen – oder wie auch immer sie heißen mögen – so mein flüchtiger Verdacht, stehen direkt oder über weitere vertraute Zwischenstationen in engem wirtschaftlichen Kontakt zum Redner und „am Schluss wird hinter den Kulissen Kasse gemacht und abgerechnet“.

Ich wiederhole, hoffe und glaube:

Nicht unsere Politiker! Die sind sauber!

 

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