Mutter und Tochter machen Schritt nach Schritt über den Rand des Abgrunds

Qimonda fällt und fällt und fällt und fällt…. (Aktienkurs heute 9 Cent von ehedem 12 Euro Mitte 2007 bzw. 5,00 Euro Anfang 2008).
Infineon ruscht und rutscht und rutscht…. (Aktienkurs heute 66 Cent von fast 14 Euro Mitte 2007 bzw. 7,00 Euro Anfang 2008).

Wer diese Entwicklung dem Markt anlastet, der tut ihm unrecht.
Wer Schuldige sucht, der sollte sich einmal hinter den Kulissen dieser beiden Unternehmen umschauen. Nach vorn (also zum Publikum) hat man über die Jahre eine beeindruckende Fassade errichtet (Potemkinsche Dörfer sollen der Legende nach ebenso gestaltet gewesen sein), dahinter haben sich überwiegend wenig fähige Finanzabenteurer- und uneinsichtige Wirtschaftsakteure versammelt, denen es nicht einmal gelang die Qimonda-Tochter über die Börse an den Mann zu bringen, weil schon in den ersten Lebenstagen der Qimonda Nieten auf steigenden Aktienwert spekulierten und im Unternehmen selbst die Regie führten.
Infineon würde heute noch ihre Gewinne an Siemens abführen, wenn sich diese Firma für Siemens lohnen würde. Aber der Finanzinvestor aus München hat seine Beteiligungen mit wohltönenden Worten schon vor Jahren an weniger Schlaue verkauft und diese Firma samt ihrer Tochter sich selbst, ihrer wenig kompetenten Firmenleitung und den ausgebufften Börsenzockern überlassen.

Und nun geht’s mit der lahmenden Tochter nicht einmal mehr bergab.
Qimonda befindet sich bereits im freien Fall und weil sie eng mit ihrer Mutter verbunden ist und schwer an dieser lastet, zieht sie diese bestimmt mit sich ebenfalls über den Rand des Abgrunds.

Da helfen Mahnwachen, Streiks, Gewerkschaftstage oder Feldgottesdienste den Betroffenen „Qs“ auch nicht weiter.
Oder hat jemand eine optimisterische Vorstellung über das bevorstehende Schicksal von Sachsens Wundertochter?
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