Muss Frau Schaeffler jetzt die Hosen runter lassen?

Die wohl als feindlich zu bezeichnende Hochzeit, welche sich die Schaeffler-Group im Rahmen einer einzigartigen „Übernahmeschlacht“ mit der sich heftig zierenden Continental AG erzwungen hat, hat offenbar einen Platten.

Erst muss sich die Schaeffler-Family die Knete für die Übernahme von fast 50% der Aktien in aller Welt zusammenpumpen, dann brechen für die vollkommen überraschte Frau Schaeffler nacheinander die Immobilienkrise, dann die Finanzkrise und darauf folgenden die Weltwirtschaftskrise aus und der Aktienkurs der Conti weg.
Was bleibt sieht aus wie das „Scherbengericht“ nach einem missglückten Polterabend.
22 Milliarden Schulden sollen sich für diesen nun vereinten Autozulieferer der Extraklasse angehäuft haben.
Teilweise sind diese offenbar durch ein „Rein-gar-nichts“ abgesichert, denn die Banken haben, wie auch bei Handwerkern, Bürgern und Unternehmen üblich, die Aktien als Pfand erhalten. Ich schätze der Beleihungswert liegt so etwa bei 50% des damaligen Kurswertes.
Und da liegt der „Hase im Pfeffer“.
Der Aktienkurs der Conti ist von etwa 73,00 Euro im Oktober auf dürftige 14,Euro (= 19%) am vergangenen Freitag abgesackt.
Der 50%ige Beleihungswert ist somit um mehr als drei Fünftel unterschritten oder anders herum ausgedrückt rund 60% der beliehenen Aktien sind wertlos.
Da kriegen die Banker echte Panik und sicherlich haben sie sich für die Kredite ein Hintertürchen in Form eines Sonderkündigungsrecht offen gehalten. Damit drohen sie wahrscheinlich der Frau Schaeffler und der geht, so scheint’s zumindest, so langsam die Luft raus.
Wenn wundert’s.
Hochseeangler kennen das.
Schon so manch gefräßiger Kapitalfisch hat sich an einem leckeren Bissen die Zähne ausgebissen oder die leichte Beute erwies sich als doch zu gewaltig und blieb ihm im Halse stecken.
Ich habe schon des öffteren davon gehört, dass es für alles einen passenden Spruch gibt. Offenbar ist so etwas auch schon früher geschehen und man kann (könnte, wenn man wollte) ja auch aus der Vergangenheit etwas lernen.

Nun sitzt Frau Schaeffler samt ihrer gesamten Schaeffler-Gruppe mit gesenktem Kopfe da und muss des Steuerzahlers Kanzlerin und unseren Finanzminister – trotz eigenem Vermögen von geschätzt 6 Milliarden Euro – um Staatsknete der Bürger deiner – meiner – unserer BRD bitten.
Mann ist das peinlich!
Natürlich schämt sich die stolze Dame, aber es hilft ihr nichts. Sie hat alle Warnungen übersehen oder womöglich sogar in den Wind geschlagen, hat Gummi gegeben und sich die Conti gekonnt, aber gegen jeden klugen Rat, unter den Nagel gerissen.
Ich drücke ihr aufrichtig die Daumen, dass alles gut geht.
Sieht zwar im Augenblick nicht so aus, aber ich habe wahrlich ganz und gar nichts davon wenn die ganze Chose den Bach runter geht und weltweit 66.000 Arbeitnehmer in Deckung gehen und die Suppe auslöffeln müssen.

Vielleicht sollte Frau Schaeffler doch so gnädig sein und erst einmal ihre – ich hoffe ordnungsgemäß geführten – Bücher offenlegen und Frau Merkel und Herrn Steinbrück einmal hineinschauen lassen. Denn wer nicht mehr zurück kann, weil hinter ihm der Abgrund ist und ganz dringend Hilfe benötigt, der muss schon mal die Hosen herunterlassen. Tut uns allen ganz dolle leid Frau Schaeffler, aber was mutt dat mutt.
Schau’n wir mal.
Ich habe gehört, dass unsere Bundes-Cheffin ihr 2 Wochen Zeit gegeben hat und dann wieder einen Blick in den Kredit- und Bürgschaftsantrag werfen will.

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