Sind wir pleite oder schon darüber hinaus? Wissen Sie’s?

@Die Bankenkrise bringt schon heute viele an den Bettelstab (wer und wessen Geld ist eigentlich wirklich betroffen?). Die Banker warnen alle Welt  davor, dass es ein unglaubliches Desaster gäbe, wenn der Steuerzahler den Banken nicht die faulen Schuld-Verpflichtungen abnähme.
Man muss es so sehen: Der Steuerzahler hat diese faulen Kredite erhalten – also aufgenommen. Und er ist aus Bankersicht eigentlich auch der Schuldige. Er hat sein Geld ja schließlich gierig in riskante Spekulationen angelegt oder für dumme Konsumwünsche ausgegeben. Hätte er ja nicht tun müssen.
Aber wer kann mir nun endlich einmal sagen, was für Konsequenzen wirklich für uns entstünden, wenn wir Steuerzahler nicht einträten?
Ist das so ein Geheimnis, dass auch dies allerorten hinter verschlossenen Türen verhandelt werden muss, weil selbst die Politiker nicht wissen wofür sie unsere Geld riskieren und die Banker es ihnen nicht verraten, weil diese sehr wohl wissen, dass das Ende der Fahnenstange noch gar nicht in Sicht sein kann. Sie aber niemals einen  Bürgschaft erhielten, wenn sie wahrheitsgemäß antworten würden.
Sitzen da wieder nur die „Nichtswisser“ zusammen am Tisch, schauen sich treudoof in die unschuldigen Augen und entscheiden – wie damals in den Landesbanken, der IKB und der KfW?

Außer, dass mir ein  unglaubliches Panikgerede geboten wird, habe ich bislang keine für mich verständliche Erklärungen bekommen, außer, dass auch mein Anteil am gesamten Staatsvermögen verbrannt werden soll. Meine ganz persönliche Beziehung zu unserer BRD wird gerade auf eine harte Probe gestellt. 

Ist das nicht endende Gerede der Banker jetzt auch wieder nur so eine aufgeblasene Luftnummer, wie es deren Investmentpapiere mit unverständlichen Namen und utopischen Zielen waren, auf welche die ganze Welt (dicke und doofe) und sie untereinander selbst hereingefallen sind?

Ich glaube sehr wohl an eine Krise, weil alle davon reden.
Ich weiß nicht wie sie wirklich in diesem Ausmaß entstanden ist oder wäre, keiner erklärt es mir (ist wohl auch nicht erforderlich, wer bin ich denn schon) und ich weiß nicht was jetzt unternommen wird, um den Schaden zu erklären, zu beheben und für die Zukunft solche Schäden zu vermeiden (geht mich wohl auch nichts an).

Fragen wir doch mal unsere Abgeordneten aus unseren Wahlkreisen!
Die müssten es doch eigentlich etwas wissen, denn die werden ja bestimmt in Berlin etwas dazu entscheiden müssen. Und sich für uns darauf vorbereitet haben. Oder?

Ich glaube fest und unverbrüchlich daran, dass die Banken gerade dabei sind ihre Keller bis in die letzten Ecken auszufegen und uns den ganzen Schrott der vergangenen Jahre als „Ergebnis dieser  unverschuldeten Krise“ anzudrehen.

Andauernd muss ganz schnell – sofort, binnen 48 Stunden, ohne Hintergrundwissen und ohne lange Erklärungen –  für bislang verheimlichte Bankenrisiken an irgendeiner Ecke dieser Welt der Steuerzahler eintreten.
Wenn deren  Zusage dann steht, ziehen sich die Banker, die eigentlich mitmachen wollten, zurück und reden von weiteren Risiken, die plötzlich und unvermutet aufgetaucht und ihnen zu hoch wären. Die könnte der – Steuerzahler doch eigentlich auch gleich mit übernehmen, wo er doch schon mal dabei ist und sie – die Banker – sollte er da dann bitte besser herauslassen (das könnte man das Real Estate-Verfahren nennen).
Sollen wir unsere Geld zur Real-Estate-Zentrale nach Irland ins Steuerparadies der Investmentbanker schicken? Weg ist es da auf jeden Fall – wie die 300 Millionen von der KfW für die US-Gebrüder Lehmann. Peanuts aus heutiger Sicht – aber was war das für einen Aufregung. Endlich war mal einer Schuld.
Oder sollten wir uns lieber um die direkt bedrohten Spargelder und Altersrücklagen in unserer BRD kümmern?
Ist das überhaupt möglich oder was ist besser, klüger?
Haben wir Zeit zum Überlegen oder ist es bereits 5 nach 12?
Heute hüh morgen hott!
Niemand klärt und auf.

Reden interessierte Kreise (z.B. die in der Vergangenheit an fallenden Kursen Verdienenden) aus einer Bankenkrise womöglich eine echte Weltwirtschaftskrise erst herbei, lassen dadurch die Aktienkurse purzeln, kaufen die am Boden liegenden Aktien dann auf, tauschen diese untereinander (mixen) und warten auf die Finanzspritze der Steuerzahler, welche die Aktienkurse dann über Nacht  wieder auf den 2- bis 3-fachen Wert ansteigen lassen?
In Russland und China werden Europa- und US-Aktien jedenfalls gekauft wie geschnitten Brot.
Was wissen die mehr als wir?
Die wissen wahrscheinlich mehr als unsere Politiker.
Ich glaube nicht daran, dass die Banker heute in der Krise mehr Wahrheiten sagen als vor der Krise.
Ich glaube auch nicht daran, dass dies die letzte Krise war.
Dazu ist die Fantasie der Banker und die Gier der Anleger viel zu hoch.
Oder wer glaubt daran, das der Mittelstands-Ami endlich wirklich kapiert hat, dass er kein Grundrecht auf unerschöpfliche Konsumentenkredite hätte?

Ich weiß aber eines. Die Zeche wird uns so oder so teuer zu stehen kommt.
Egal, ob wir die Banken und unser Geld durch unser Geld retten. Im Ergebnis bleibt es gleich. Entweder ist das Aktienkonto leer, die Altervorsorge reduziert, der Währungskurs nachteilig verändert, der Sparzins im Eimer aber die Inflation  auf dem Höchststand oder das Steuersäckel ist durch Bürgschaften für die nächsten Jahre leer und muss vom Steuerzahler fix wieder gefüllt werden. Oder alles trifft gleichzeitig zu. Sagen wir 5% Mehrwertsteuererhöhung konsumentengerecht und leistungsgerecht auf uns Bürger verteilt.

Irgendeiner will immer unser Geld. Immer mehr davon und mit immer abenteuerlicheren Begründungen.
Wann sind wir eigentlich pleite und wann bekommt „das Volk“ eine Bürgschaft?
Eine Arbeitsplatzgarantie oder steuerliche Entlastungen für mittlere und kleine Betriebe würde vielleicht für den Anfang reichen.
Der Bürger und Steuerzahler unserer BRD will nichts umsonst. Im Gegensatz zu anderen.
Er hat schon immer für sein Geld gearbeitet. Im Gegensatz zu anderen.
War immer sparsam mit seinem Geld. Im Gegensatz zu anderen.
Hat nie über seine Verhältnisse gelebt. Im Gegensatz zu anderen.

Wenn die Banker Murks fabrizieren ist ja noch der Staat und die Staatengemeinschaft da.
Wir erinnern uns!
Als ein „Baulöwe“ vor einigen Jahren bei der Deutschen Bank „Peanuts“ in Höhe von 1 Milliarde hinterließ, staunte die ganze Republik „Bauklötze“. Aber für die mehr als tausend Betroffenen, die Handwerker und deren Anstellte, Ehefrauen, Kinder, deren Lieferanten, Altersversorgung und Bankkonten ……. da gab es von den Bankern nicht einmal einen Überbrückungskredit – denn sie waren ja plötzlich ein Risiko – und auch der Steuerzahler bürgte nicht für diese armen Menschen und deren Zukunft. Er hatte gar nicht erst eine solche Idee – das war gar nicht diskutiert worden – er sagte, wie die Banker auch: „Selbst Schuld – warum gutes Geld schlechtem hinterher werfen“!
Da war dann bei den Betroffenen die Zwangsvollstreckung an der Tagesordnung. Die Banken, die der „Bailöwe“ hereingelegt hatte,  konnten gegenüber den gutgläubigen Handwerkern nämlich nicht auf die Vermögensverwertung verzichten. Und Vater Staat fühlte sich gegenüber den marktunerfahrenen Neubürgern aus der ehemaligen DDR und Neuopfern des Marktes für nicht zuständig. Es hieß, das war eine als durchaus üblich anzusehende Marktbereinigung.
Jetzt sind die „Peanuts“ der Banken größer, der Boden auf dem sie wuchsen war aber wohl nicht anders zusammengesetzt als der Boden früherer „Bankpleiten“, und auch jetzt tragen wieder die Anderen die Schuld, die Marktbereinigung ist mit den „peanuts“ gewachsen, ungleich gewaltiger und wir sind zur Abwechslung mal alle dran und spüren die Marktbereinigung am eigenen Konto.
Wir sitzen nicht an den Trögen – eher hängen wir am Tropf.
Neue Runde neues Spiel.
:cool:

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