Obama, ein Menschenfischer?

Ich sag mal eben meine Meinung

Der US-Menschenfischer ist wieder fort – gerade noch so, bevor die Lufthansa bestreikt wird. Na, ein echter Glückspilz eben. Berlin hat wieder ein paar Tage Ruhe und wir auch.
Begeisterung in allen von ihm bereisten Ländern und ein lästernder Gegenkandidat im Großvateralter.
Oder war es mehr?
JA ! 
Da gab es Jubel über seine Reden.
Berlin tobte wie zu Zeiten von JFK.
 

Aber warum?
Dürfen wir uns vorstellen, dass Obama die Welt glücklicher macht?
Dürfen wir begründet hoffen, dass die Konflikte, in die Amerika und wir dank Natobündnis verheddert werden, ungefährlicher werden?
Dürfen wir glauben, dass die Kriege, an denen Amerika beteiligt ist und zukünftig sein wird, weniger werden?
Dürfen wir annehmen, dass unsere jungen Leute Deutschland und die freie Welt nicht am Hindukusch verteidigen müssen?
Dürfen wir davon ausgehen, dass die Beziehungen zwischen Europa und den USA jetzt weniger vom Profitstreben der Konzerne, die in der Vergangenheit stets in der amerikanischen Politik die Feder führten, bestimmt werden?
Dürfen wir uns von ihm überhaupt etwas erhoffen?
Amerikanischer Präsident will er werden und nicht der irgendeines der Länder, in denen er jetzt seine Glamourtour absolviert hat.
Ich bin sicher, wir sind ihm eigentlich vollkommen egal.
Monsieur O. hat uns nicht besucht, weil er uns mag.
Überall wird ihm bescheinigt, er wäre das Symbol amerikanischen Aufbruchs (new deal?).
Was hatte der Rest der Welt bislang davon, wenn Amerika aufbrach?
Ich bin da mal ganz vorsichtig mit meinen Hoffnungen.
JFK hatte als junger unerfahrener Präsident sein Kuba und sein Vietnam. Und die ganze Welt hat den Atem angehalten.
Wie schnell hat youngster Obama sein Iran?  Weder der Irak  ist wirklich in die amerikanische Zivilisation hinein geführt worden und es sieht auch nicht so aus, als ob die Iraker sich an den amerikanischen Schutz gewöhnen könnten.  In Afghanistan sieht es auch so aus, als ob hier nichts Gutes zu erwarten ist; außer Krach mit Pakistan.

Ich denke gerade: Pakistan ist aber auch wirklich schlimm dran. Wenn sich die USA aus Ihrem Aufmarschgebiet Afghanistan heraus gegen den Iran wenden liegt  dieses Pakistan genau in der Mitte. Dann gehts auch für die Pakistani nicht mehr um die Wurst, sondern ums nackte Überleben. Hinter dem Iran stehen garantiert der russische Bär und das Reich der Mitte.
3 Supermächte stehen sich gegenüber. Stellen wir uns doch mal vor, dass sich 3 atomar bewaffnete Streitkräfte dem Kopf einschlagen und 2 atomar bewaffnete Neulinge dabei mitmischen. Ganz in der Nähe der Atommacht Indien.
Das wird ein Scherbenhaufen, wie wir ihn noch nicht gesehen haben.
Mir ist gar nicht wohl dabei, dass eine Weltmacht, die gerade ihre Vormachtstellung verliert, durch einen „zweiten JFK“ vertreten werden könnte.
Auch wenn ich ihn sympathischer finde, als seinen greisen Konkurrenten, den letzten Hero aus der Vietnamära, der gerade über O. und die kriecherischen Deutschen so richtig einen ablässt (siehe n-tv vom 27.07.2008). Na warte alter Mann, du kommst noch mal angekrochen.

Lesenswert wäre da vielleicht noch:
China will bessere Rendite für 1 Billiarde Währungsreserve (zum Artikel)
USA: Haushaltsdefizit von 250 Milliarden Dollar erwartet (zum Artikel)
Da kann man sich in etwa die wahren Verhältnisse etwas besser vorstellen.
:cool:

Und wieder sind 1,3 Millionen futsch

:cool: Ich kann’s nicht glauben.
Erst lösen die Staats- und Großbanken unsere Steuer-Milliarden in Luft auf. Dann reißen Sie unsere Geldanlagen für’s Alter z.B. bei den Lebensversicherern mit in den Strudel (die konnten ihre Gier, nach mehr Gewinn aus unserem Geld zu machen, auch nicht zügeln). Dann stellen wir fest, dass die Reichen und Schönen unversteuertes Geld in so ungeheuerem Ausmaß ins Ausland gebracht haben, dass die Kugellager in den Drehtüren der Geldhäuser in den Steuerparadiesen glühten.
Und jetzt fehlen uns schon wieder 1,3 Millionen.
Erst ist das Geld weg, dann die Schuldigen, dann das Vertrauen und jetzt fehlen uns auch noch 1,3 Millionen Bundesbürger.
Einfach so. Weg sind Sie!

Das Bundesamt für Statistik stellt fest, dass wir gar nicht 82,2 Millionen Einwohner sind.
Wir sind nur lächerliche 80,9 Millionen.

Was bedeutet das nun aber für den Einzelnen?
Zum Beispiel könnte die auf wenige Cent reduzierte Pendlerpauschale – dieser wahnsinnige Steuervorteil der ersten 20 km für Autofahrer – jetzt doch endgültig und trotz Bayernwahl für immer wegfallen. 1,3 Millionen Bürger sind für ein Volk einfach ein zu großer Happen. Natürlich wird der Finanzminister dahinter zu 100% fehlende Steuerzahler vermuten und der Chef der ARGE wird womöglich feststellen, dass er die Statistik um diese Zahl reduzieren kann.
Sterben wir aus und haben es bislang nicht einmal gemerkt?
Horten die Kurden doch mehr Leute in ihren Bergen als wir vermuten?
Hoffentlich hat unsere Familienministerin einen Tipp, wie wir aus diesem Schlamassel wieder herauskommen.
Das Personal, das mich im Alter mal pflegen soll ist bestimmt dabei. Jede Wette.
Ich bin dann ganz allein!
Totsicher! :cool:

Mein Online-Besuch bei der Europäischen Kommission

:wink: Die Internetseite der Europäischen Kommission [http://ec.europa.eu/] weist heute Informationen in 23 Sprachen aus.
Ich finde Register wie:

Von A-Z | Wegweiser | Suchhilfen | Über diese Webseite | Kontaktmöglichkeiten | Aktuelles | Archiv | Rechtliche Hinweise |
Das will ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen und werde die DE-Seite täglich einmal aufrufen.
Ich meine, DAS gehört zur Informationspflicht eines Bürgers, der sich das Recht herausnimmt meckern und stöhnen zu dürfen oder vor einer Wahl zu entscheiden was er machen wird (hinzugehen oder wegen der Feier am Vorabend, des schlechten Wetters oder des Vertrauens auf die Anderen, die es schon richten werden, zu Hause zu bleiben, um dann wieder mit Fug und Recht und aus vollem Herzen meckern zu dürfen.

Eins ist sicher. Es geht weiter bergab.

Bis heute wird versucht mir weiszumachen, dass die Agenda 2010 unseres unvergessenen Kanzlers und Förderers der hartzschen Ideen G. Schröder der Brennstoff ist, der den Konjunkturmotor endlich dynamisiert und in Fahrt gebracht hätte. Daneben reklamierte die CDU diesen Erfolg natürlich für sich – was uns irgendwie auch gar nicht wundert – und reflektierte ihn auf unseren unter Fachleuten weltweit anerkannten und geachteten Wirtschaftminister Glos aus der Superstarküche der bayerischen CSU.

Inzwischen ist der OECD-Bericht über die Lage der wirtschaftlichen Situation in Deutschland erhältlich und er kommt (von den Grafiken abgesehen) volksnah – oh Wunder – sogar teilweise in deutsch zu uns. Die OECD haut der Welt am laufenden Band Berichte um die Ohren und davon werden pro Jahr sogar 10 Stück für uns Bürger ganz oder auszugsweise übersetzt. Na bitte, das nenne ich volksnah und bürgerfreundlich.

Was steht drin?
Kurz und knapp: „Der Außenhandel geht in die Knie, die Bankenkrise hält noch ihre Nachwehen für uns bereit, wir Bürger sparen zu viel und machen zu wenig Umsatz im Binnenland und wenn wirs im eigenen Ländle nicht ändern sieht es gar nicht gut für uns aus.“

Entgegen anderer Ansichten ziehe ich daraus für mich die ernüchternde Erkenntnis:
Wir haben mal wieder selber Schuld. Was horten wir auch unsere Kohle, hauen wir sie doch raus. Geld auszugeben ist momentan und bleibt zukünftig erste Bürgerpflicht, auch wenn wir aufgrund geänderter Kreditvergaberegularien oder allein wegen unseres Alters gar kein Darlehen mehr für den Ernstfall bekommen werden.
Kaufen wir also die Neuwagen der daniederliegenden Autoindustrie, auch wenn zukünftig halbjährlich eine immer bessere Technik auf den Markt kommt und unser aktuelles Fahrzeug nach etwa einem Jahr wertlos ist oder gesetzliche Auflagen wie der nicht lieferbare Rußfilter dieses unverkäuflich machen.
Sorgen wir gemäß den zukünftig in immer kürzeren Abständen auf uns zukommenden Energiespar-VOs für eine nachträgliche Wärmedämmung unseres konventionell errichteten Hauses, um die Wirtschaft und das Handwerk durch diese Geldspritze nachhaltig zu beleben, auch wenn dann der Schimmel an den Wänden sprießt und Eigentümer und Mieter auf die Straße treibt, währenddessen die modernisierte Hütte nahezu unverkäuflich wird. Bauphysiker schlagen einfach nur die Hände über dem Kopf zusammen, aber das wird im Reichstag nicht oder lediglich als Beifall wahrgenommen.
Die Gesetzeslage schafft aktuell und mittelfristig nachhaltig jede Menge Renovierungs- und Reparaturbedarf, hofft auf Arbeitsplätze, schichtet das Volksvermögen einmal um und lässt den Staat (also uns!?) sich am sogenannten Mehrwert erholen.

Also es ist sowieso egal, entweder jetzt raus mit der Kohle oder sie später als alternder Hartz4-Empfänger in Häppchen oder scheibchenweise verzehren.
Sicher ist, das Geld bleibt nicht im Sparstrumpf. Herr Müntefering, der sich „zu seiner Zeit“ über die Sparwut und die Kaufzurückhaltung der Bürger bitter erregte, hat uns in seinem Nachlass die Weisheit hinterlassen „Ihr geizigen Bundesbürger, irgendwie kommt der Staat so oder so an eure Kohle, wartet es nur ab, ihr werdet es erleben!“
Also kloppt sie im Interesse einer quirligen Volkswirtschaft und zum Nutzen von Handel, Gewerbe und Arbeitsplätzen lieber unverzüglich auf den Kopp, solange es noch Spaß bringt und ihr die Kraft habt diesen zu genießen.
Fürs Alter oder für schlechte Zeiten zu sparen ist unter zukünftigen Regierungen (egal welcher Coleur) und unserem heutigen Finanzminister vollkommen unattraktiv geworden.
Aus diesem Grunde gehen die Zumwinkels unserer BRD, wahrscheinlich für uns wegweisend, mit ihrem „Ersparten“ doch lieber nach Österreich, Luxembourg, in die Schweiz, ins gelobte Liechtenstein und bringen es außerhalb unserer BRD unters Volk. Es gibt noch andere und nicht ganz so bekannte Paradiese wo das Geld nicht mehr baden geht sondern ganz „wellnesslike“ schonend gewaschen wird. Aber dafür ist unser Kleingeld nicht geeignet. Unsere Pinunse hat kurze Beine, kann nicht flüchten, muss hier bleiben und deshalb auf dem hiesigen Markt ausgegeben werden.
Vergessen Sie, dass die zu bezahlende Handwerkerstunde und Ihr eigener Mini-Stundenlohn nicht miteinander harmonisieren.
Das liegt nicht am Handwerker, das liegt am System, das Ihnen z.B. nicht einmal einen Mindestlohn bietet. Dafür aber die Chance in Sachsen für 4,80 Euro als Verkäuferin an der Fleischtheke zu stehen und sich an der Warenauslage ihres Chefs satt zu sehen. Der aufgrund dieses großzügigen Deputats etwas geringere ausfallende Lohn steht dann aber ganz sicher harmonisch zum Sättigungsgefühl durch die Betrachtung der Fleischauslage!

Ach so, der optimistische OECD-Bericht.
Wer ihn lesen möchte findet ihn [hier].
http://www.oecd.org/dataoecd/24/45/40762301.pdf

Thunfisch mit Wachtelei gegen den Hunger

:cool: Im Fernsehen wird gerade ein Bericht über die Preissteigerung der Lebensmittel auf Jamaika übertragen.
Vor mir steht eine kleine 175-Gramm-Konservendose mit der Aufschrift „Thunfisch mit Wachtelei“ – eine Leckerei, die ich noch nie auf dem Tisch hatte. Habe ich noch nie in meinem Leben gegessen.
Im Fernsehen wird gerade gezeigt, wie die Armen unter den Jamaikanern sich aus einem Gemisch von Pflanzenresten und Dreck ein Backblech voller Kekse machen. Sie müssen quasi ihre eigene Heimaterde essen.
Inzwischen habe ich die kleine Dose geöffnet und schaue auf Thunfisch mit 2 halben Wachteleiern.
Unglaublich! Ich frage mich, warum in Gottes Namen stellen Firmen so etwas als Katzenfutter her.

Muss das sein?
Muss meine Katze so etwas haben?
Was hat sie dafür eigentlich geleistet?
Darf so etwas überhaupt zu Katzenfutter verarbeitet werden, wenn anderenorts Menschen jämmerlich am Hunger verrecken oder aus schierer Not Erde fressen?
 

Ja spinnen die in der EU?

:cool: Was haben wir nicht alles an Meckereien über die Iren – und die einzige wirklich praktizierte Demokratie in der EU – gehört?
„Undankbar, Unglaublich, schwerster Schaden für die Gemeinschaft, bestecht sie einfach mit ein paar Sonderrechte, EU-Ausschluss-Verfahren, zeitweise Austritt, vor die Tür damit, bloß keinen Druck ausüben €¦€¦.“

Inzwischen hat sich auch Polens Präsident Lech Kaczynski wieder seines Volkes besonnen und sagt: „Ich unterschreibe dieses Lissabon-Papier nicht! Warum denn auch? Solange sich die letzten demokratisch regierten Einzelkämpfer aus Irland weigern €¦€¦ Ach nö, bringt erst mal euren dilettantischen und verkorksten EU-Kramladen in Ordnung. Ich kann dann ja für die mit Recht stolzen Polen auch noch später unterschreiben. Ihr habt Polen schon so oft im Stich gelassen – jetzt seit ihr mal an der Reihe.“

Der jetzt auch noch! Was ist denn nun schon wieder los?

Gerade kürzlich hat unser groß-britischer Freund Gordon Brown auf seiner Insel noch so eben die Kurve gekriegt und konnte den in Portugal verabredeten Vertrag unter dem Beifall der EU-Partner durch sein Parlament bis auf den Schreibtisch Ihrer Majestät lavieren.

Und jetzt DAS!!!!

Ja, wo leben wir denn? Armes Deutschland!
Aber schauen wir doch mal mitten hinein ins politische Zentrum des EU-Mitbegründers, größten EU-Zahlers und Vize-Europameisters.
Hier sitzt der Bundespräsident in seiner Dienstvilla, kratzt sich nachdenklich am Kinn, sinniert darüber nach, wie er wohl am geschicktesten alle Hürden umgehen kann, die seiner Wiederwahl im Wege stehen könnten und beschließt ganz Mann (Staatsmann): „Ich zeigs euch, ich setze ein Zeichen! ICH, die bundesdeutsche weiße Weste, unterschreibe diesen Lissabon-Vertrag nicht! Punkt! Solange dieser zänkische Herr Gauweiler das Bundesverfassungsgericht damit strapaziert, unnütze Grundsatzfragen der Demokratie und der Mitbestimmung zu klären, gibt es für einen Präsidenten der Herzen keine Eile.
Und ….. was, wenn Gauweiler damit auch noch durchkommt? Unwahrscheinlich in der aktuellen DEUTSCHEN marktsozialen DEMOKRATIE, Heimat für eine schweigende und für positiv ausgehende Volksabstimmungen noch nicht gereifte Mehrheit, aber immerhin, man hat schön Gäule k€¦€¦. sehen.
Nein, nein, auch mein Freund Pontius hat sich lieber die Finger gewaschen, statt sie irgendwo reinzustecken und sie sich zu verbrennen. Und? Haben er und ich nicht tolle Karrieren gemacht?
Wer vorangeht wird als erster getroffen.
Warten wir es ab.“

In Tschechien liegt der Vertrag ebenfalls vor dem Verfassungsgericht und auch hier entscheidet nicht das Volk sondern ein Gericht.
Mein Test für die BRD

Die Franzosen hätten gern, dass die Iren das unangenehme Votum durch eine irgendwie oder sonstwie begründete 2.Abstimmung aus der Welt schaffen – egal wie. Notfalls auch ohne Volk. Und die sind mal für Gleichheit und Brüderlichkeit auf die Barrikaden geklettert, haben erst die bahnbrechende Guilottine und dann den wegweisenden „code civil“ erfunden!
Oh Mann, was ist aus denen bloß geworden?


:???: Ja, halten die denn die Iren für irre und wer soll dieses Volks denn jetzt noch einmal an der Nase herumführen, aber diesmal in die andere Richtung?

Ich habe das Gefühl, das mit diesem EUROPA geht so nicht mehr weiter.
Das Ergebnis wird letztlich ein unbrauchbarer Murks sein, aus einer Unzahl von Kompromissen, die wiederum auf Kompromissen stehen, welche aus egoisitischen Motiven und wirtschaftspolitischen Interessen der Lobbyisten geschlossen wurden.
Das wird kein EUROPA der Bürger.
War wohl auch niemals so vorgesehen.