Ypsilanti zeigt Metzger die rote Karte

Ich habe 2 interessante Artikel im Handelsblatt gelesen, die die grauenhafte Situation in der Hessen-SPD dokumentieren.
Unmut in der hessischen SPD wächst“ von gestern und von heute „Gibt Metzger nach?„.
Ich habe auf beide Artikel Links gesetzt.

Um es auf meinen Nenner zu bringen:

Du bist ganz doof dran, wenn du in der hessischen SPD bist und ein eigenes Gewissen hast.

Herr Scheerer, der Parteivorsitzende der hessischen SPD, versteigt sich doch tatsächlich in Äußerungen, dass ein Parteiausschlussverfahren nicht auszuschließen sei und stellt in die Welt, (ich zitiere aus dem Artikel): „Er habe „null Verständnis“ für Metzger. „Es zur Gewissensfrage zu erklären, ob man die eigene Spitzenkandidatin wählt, geht zu weit. Das ist parteischädigend …..“
Wenn ich Hesse und in deren SPD wäre, ich glaube, ich würde denen mein Parteibuch vor die Füße werfen.
Erst verspricht man dem Wähler, auf gar keinen Fall ein Verhältnis mit dem Linken anzufangen und schließt alles in diese Richtung weisende kategorisch aus. Dann feiert man sich den Wolf wegen eines Stimmenzuwachses – sicherlich auch aufgrund dieser Aussagen – und erklärt sich trunken und berauscht von dem Ergebnis wider besserer mathematischer Kenntnisse und demokratischer Wahlregeln zum Wahlsieger (dies Verhalten stammt wohl von einem der früheren Parteivorsitzenden), kriegt dann trotz aller Mühen nicht die erforderlichen Stimmen für eine Inthronisierung zusammen, nimmt schließlich die Maske vom Gesicht und als Krönung des Ganzen kurzerhand das elementarste Wahlversprechen wieder zurück und nähert sich nun im Wunsch ein Verhältnis mit den Linken einzugehen nahezu verzückter Ekstase. Die offenbar vom Machtstreben enthemmte Parteispitze will der abtrünnigen Metzger am liebsten den Hals umdrehen oder sie wenigstens rauswerfen, um an ihrer Stelle einen willfährigen JA-Sager einzusetzen und dreht und biegt sich schamlos alle Argumente so hin, wie sie es braucht.
Was ist das?
„Ich glaube, die spinnen die Hessen!“  Um es mit den Worten eines Prominenten auszudrücken. Den einzigen Worten, die mir spontan einfallen.
Hierzulande wird erhaben und abgehoben auf allerhöchstem Niveau besserwisserisch über Herrn Putin und die professionell abgewickelte Wahl seines Nachfolgers Medwedew diskutiert, doch das eigentliche Kasperletheater spielt sich nicht vor unserer Haustür sondern in unserem eigenen Haus ab.
Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen,  der Apfel ist von innen faul oder der Fisch stinkt vom Kopfe her. Alles Hinweise auf das Wissen unserer Väter zu ähnlichen Angelegenheiten des Lebens?
Die Bundes-SPD spricht überwiegend von einem ungeschickten Verhalten der hessischen „Gefolgsleute“ und ist derzeit gerade dabei sich den vor kurzem aus „privaten Gründen“ von dieser Chaos-Partei zurückgetretenen Parteivorsitzenden zurückzuholen, der als erster öffentlich davon sprach, dass die Wähler ja nicht erwarten sollten, dass die gewählten Politiker nach der Wahl auch das täten, was sie vor der Wahl versprochen hätten. Darauf hätte der Wähler überhaupt keinen Anspruch.
Ein vorausschauender und wegweisender Mann.
Zieht er womöglich an den Strippen, an denen Kurt Beck hängt? Als graue Eminenz kennt er sich doch aus.               

 

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