Diskrete Anleitung zur Fluchthilfe

_@_ Geld im Ausland. Georg Meck und Christian Siedenbiedel schreiben in der FAZ.Net einen Artikel, den zu lesen es sich wirklich lohnt.
Auszug:  „Angesehene Bürger, die nie auf die Idee kämen, einen Apfel vom Nachbarbaum zu stehlen, verstecken ihr Geld im Ausland und brüsten sich auch noch damit“, berichtet CSU-Chef Erwin Huber vom gehobenen bayerischen Stammtisch.
…. Mittelständler, Handwerker, Gastronomen – kaum eine Berufsgruppe fehlt in den Statistiken der Steuerflüchtlinge.
… Das Geld deutscher Privatanleger half, Prachtbauten von ehemaligen Dorfbanken zu finanzieren, etwa in den österreichischen Skidörfern im Kleinen Walsertal, einer alpinen Oase.

Irgendetwas muss doch dran sein am Steuerparadies. Wenn man durch einen Steuersatz von 0% soviel mehr Geld verdienen kann, warum sammelt „deine-meine-unsere BRD“ dann im Zuge der Globalisierung nicht einfach die täglich billiardenfach vagabundierende Knete der ganzen Welt ein und wir schaffen uns hier das Paradies auf Erden.  Immer deutlicher gelten die knallharten Gesetze des gerechten, nicht sozialen, nicht moralischen  Marktes.  Alle – auch wir – müssen sich umstellen und darauf einstellen, alles Gewohnte wird auf den Kopf gestellt, nur der Starke bleibt übrig. Würden wir handeln, gäbe es im Steuerparadies „deine-meine-unsere BRD“ sicherlich kein HartzIV, keinen sanierungsbedürftigen Bundeshaushalt, keine wirtschaftlichen Probleme, keine Neiddebatten und wir hätten die vom Altkanzler angedrohte Dienstleistungsgesellschaft. „Siegen lernen heißt, von anderen zu lernen !“ Vielleicht von Liechtenstein?
Machen wir selbst etwas, machen wir das Beste daraus und werden selbst zu heuschreckenfressenden Heuschrecken.  Habe niemals etwas von einer Wirtschaftskrise in Liechtenstein gehört?
Völker der Erde …… ! Diesmal sind wir etwas schlauer. Heben wir die Häupter und wehren uns. Und wenn wir es von Anfang an klüger anfangen als die Bewohner der Animalfarm, dann sollte es gelingen. Wir leben doch sowieso in einem großen Feldversuch der Wirtschaftsgiganten und erhalten in jedem Fall die Quittung. In jedem Fall. Das ist doch mal klar.
In einer Gesellschaft , in welcher Milliardengewinne, die geringer ausfallen als im Vorjahr, bereits als Verluste angesehen werden und sich die Blähungen eines Finanzvorstandes auf den Aktienkurs auswirken, muss doch etwas krank sein!
Da setze ich mich doch lieber neben den Fahrer, als auf die Rückbank und fahre das Fluchtauto in die eigene Garage, als dass ich das Land verlasse und bestraft werde.
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