Die Katze ist endlich aus dem Sack …

… oder die virulente Kuh vom Eis (hört sich krank an. Oder?)
Red@
Sparkassen und NRW haben sich geeinigt und es bleibt dabei, dass zwischen 1300 bis 1500 Angestellte gehen müssen und der souveräne Steuerzahler (also die schon von „Royland Koch“  als hilfebedürftig erkannte schweigende Mehrheit – wir) die Zeche zahlt. Daran ändert sich auch nichts mehr. Auch dann nicht wenn wir jetzt den Mund aufmachen.
Aber der WestLB-Vorstand soll aufgeatmet haben.
Die Mitarbeiter haben im selben Moment sicherlich die Luft angehalten und einen trockenen Mund bekommen. 99% der Mitarbeiter der WestLB AG haben für angemessene, aber nicht üppige Knete ihren Job getan. 1% der offenbar überdotierten Spitzenmanager haben die Karre in den Dreck gesetzt. 20% der 99% müssen dafür den Kopf hinhalten und gehen.
Das ist Gerechtigkeit!
Zum Thema „soziale Gerechtigkeit morgen“ habe ich auch bei der Friedrich-Ebert-Stiftung etwas gefunden.
Für 2 Milliarden stehen die Sparkassen gerade und für 3 Milliarden das Land NRW. In beiden Fällen ist es der letztlich aber der Steuerzahler, der die Rübe hinhält.
Die Sparkasse kann ja nach dem Kreditschlamassel der WestLB mit den USA-Hypotheken eben noch mal schnell etliche deutsche Hypotheken an Heuschreckeninvestoren verscherbeln. Dann kommt der Steuerzahler und Bankkunde erst mit etwas Verzögerung dran, wenn ihm als Häuslerbesitzer, sein langjährig bezahlter Grundschuldbrief plötzlich wieder in voller Schuldhöhe vor die Nase gehalten und er vor die Tür gesetzt wurde. Dann kommt er zwar auch in den Topf der Opfer aber auf indirektem Wege.  Getarnt als gescheiterter Grundstücksspekulant kommt er in eine andere Statistik. Das sieht für die WestLB und deren Eigentümer doch viel besser aus.
Unterm Strich ist die WestLB irgendwann wieder pari und wer macht sich dann noch den Kopf über die Opfer?  Die stehen dann bei der Bundesagentur für Arbeit  in der Schlange, pennen unter der Brücke oder arbeiten wöchentlich 14,5 Stunden für einen Hungerlohn von 41,00 Euro (in Worten einundvierzig Euro !!! ) im Monat bei einer sogenannten karitativen Einrichtung.  Sie haben den Kopf voller Sorgen, lernen die neue soziale Marktwirtschaft  und die Segnungen der Agenda 2010 jetzt praktisch kennen, sind mit ihrem persönlichen  Überlebenskampf voll beschäftigt und machen dann auch keinen Stunk mehr. Vom Radau der NOKIA-Mitarbeiter  und den luftblasenartigen Sprüchen irgendwelcher Betriebsräte wollen die WestLB-Eigentümer lieber nichts hören. Dieses politische Bankendesaster wird hinter vorgehaltener, ruhiger Hand bereinigt. Ganz stiekum. Und jetzt kommt für mich der Brüller: Dr. Jürgen Rüttgers sagt dazu, dass der Steuerzahler zwar für alles geradestehen müsse, davon aber auch etwas hätte. Was denn? Die Schnauze voll?
Also ich bin ziemlich sprachlos.

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