Unicef-Chefs waren nicht untreu!?

@ Na ja, wenn ein Werber oder Spendensammler mal 10,00 Euro für sich abzweigt, kriegt er garantiert Ärger ohne Ende. Aber solche Missetaten haben die Vorsitzenden dieser Spendensammler ja nicht begangen. Nein, sie haben das gesammelte Geld einfach nur zum wirtschaftlichen Nutzen anderer zum Fenster raus geworfen. Ja, so etwas soll es geben. Und das ist keine Straftat und es schadet ja niemandem, es war ja sowieso Geld, welches die Spender übrig – also offenbar zuviel – hatten.  Das sei deshalb passiert, weil die Transparenz fehlte. Sie – die Verantworlichen – wurden quasi vom System verleitet. Wer aber Schwache verleitet trägt eigentlich die Hauptschuld. Das bedeutet: Der Spender war’s! Was schickt der auch soviel von dieser Kohle?

Heide Simonis, die diese Vorgehensweise zum Rücktritt trieb – zu Recht wie ich finde – ist jetzt die Buhfrau. Die Herren, die dafür verantwortlich sind sehen eine gewisses Versäumnis. Na ja, Fehler sind doch menschlich. Oder? Für’s offenkundig nachvollziehbare Menscheln muss man doch nicht zurücktreten, man muss daran arbeiten, dass sich alles verbessert – zum Wohle aller – und dies kann nur geschehen, wenn die diesbezüglich so menschelnden Bosse in derselben Führungsposition an den Schalthebeln sietzen wie bisher. Die kennen sich doch wie in der Westentasche aus und wer wüsste besser wo die Schwachstellen liegen. Diejenigen, die Heide Simonis informiert haben, sind garantiert die ersten Schwachstellen, die ausradiert werden. 100%-ig !! Das Spendenverteilungssystem wird nie mehr schwächelnd ans Tageslicht gelangen. Wollen wir wetten? Und schon herrscht allerorten wieder Ruhe.

Was macht eigentlich eine Unicef-Botschafterin für einen solchen Laden?
Fliegt sie um den Globus und schaut nach was bei den Empfängern mit den noch verbliebenen Spendengeldern  gemacht worden ist? Können das nicht die versierten Entwicklungshelfer vor Ort viel wirksamer? Muss auch noch Geld für Hotel-, Reise- und Verpflegungskosten oder ein paar werbewirksame Fotos satter, strahlender Promi-Botschafter mit hungernden Kindern rausgeworfen werden? Können statt dessen nicht ein paar Brunnen mehr gebohrt und damit Gutes gestiftet werden? Oder sehe ich das falsch?
Was wäre denn so falsch daran, wenn die Unicef ihre Werbebotschafter aus der Schar der Bedürftigen rekrutierte und diese medienwirksam in den Spendenländern auftreten lassen würde?

Alle befürchten Schaden für die Unicef, alle waren ungeheuer ahnungslos und alle sind ganz furchtbar entsetzt – auch über das Tun der Verräter, die alles öffentlich gemacht haben.
Das Spendensiegel ist bedroht (etwa so wertvoll wie das Ranking bei den Banken).
Ja – so ist das wenn Geld wegkommt.
Die Spender haben sicherlich gar kein Verständnis dafür, dass 1/3 von deren gutgemeinter Gabe von Arglosen „verzockt“ wurde. Wer will schon, dass seine Spende durch Ehrenamtliche um einen solchen „Verwaltungsanteil“ reduziert wird.

Ist wirklich alles rausgekommen und wie sieht das bei den Anderen aus? Ich spende zukünftig für Zwecke vor Ort und ggf. sogar direkt. Es gibt hier vor meiner Haustür viel zu tun.
Ein nicht versiegender Strom geschenkten Geldes bewirkt bei leitenden Spendensammlern etwas unerwartet Befremdliches. Ihm fehlt der Schweißgeruch des eigenen Erwerbs und das verleitet zum leichtfertigen Verschwenden.
Liebe Heide, du warst zwar in der Partei, aber ich halte zu Dir.  Aber hab Verständnis mit den rücktrittsscheuen Bossen. Du kennst das ja.

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