WHH-Präsidentin Bärbel Dieckmann (1): Kommt der Rücktritt?

 

Ex-OB_Bärbel_ Dieckmann_Hilgers_Kommentar_hoch_gestapelt_tief_gefallen_

Das ist keine Bürgermeisterin…mehr, frei nach René Magritte: Ceci n`est pas une pipe.  Die SPD- Kommunalpolitikerin Bärbel Dieckmann hatte nämlich im August 2008 überraschenderweise erklärt, nicht mehr als OB für die nächste Kommunalwahl kandidieren zu wollen. Sie bewarb sich bei der Welthungerhilfe, zu einer Zeit als das WCCB-Projekt – hinter den Kulissen – bereits ins Trudeln geraten war.  Erst im Frühjahr 2009 begann man zu ahnen, warum.

In aller Herrgottsfrühe, forderte der Journalist Jochen Hilgers im WDR 5 – Morgenecho, Bärbel Dieckmann, die amtierende Präsidentin der Deutschen Sektion der Welthungerhilfe e.V., "sollte ihre jetzige Präsidentschaft…sofort ruhen lassen. sie sei untragbar."

Was war geschehen..?

Einen Tag zuvor, am Freitag den 10.05.2013 hatte, eingebettet zwischen Vater- und Muttertag, die Wirtschaftsstrafkammer des Bonner Landgerichts unter Vorsitz von Richter Jens Rausch im Namen des Volkes Recht gesprochen. Man Ki Kim, SMI-Hyundai Firmeninhaber und "Investor" des World CC Bonn, Kurzbezeichnung WCCB, hatte die Quittung bekommen für ein betrügerisches Spiel um das noch immer unfertige Kongresszentrum der UN-Stadt Bonn, das ursprünglich im Jahre 2009 in Betrieb gehen sollte.

Kim wurde nach 120 Prozesstagen mit zwei Beratern, den Rechtsanwälten Ha-Sung Chung und Wolfdietrich Thilo (im Foto ganz rechts) zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, was ein entsprechendes bundesrepublikanisches Medienecho auslöste. Das Verfahren gegen den dritten Anwalt, Dr. Michael Thielbeer, der zunächst für die Stadt Bonn beratend tätig war (hier im Kreise der BC-Partner mit OB Dieckmann) und dann auf die Investorenseite wechselte, wurde im Mai 2012 eingestellt – gegen Zahlung einer Geldauflage von 150 000 Euro.

Nun wartet man gespannt auf die nächsten Prozesse gegen fünf städtische Mitarbeiter wegen Untreue, Betrug und Bestechlichkeit. Zu ihnen gehören in Runde zwei die WCCB-Projektleiter Arno Hübner uind Evi Zwiebler und in Runde drei der WCCB- Controller Friedhelm Naujoks, Ex-Chef des städtischen Gebäudemanagements Bonn (SGB) und sein engster Mitarbeiter Detmar Kühl (Abteilung Steuerungsunterstützung). Auch WCCB-Architekt Young-Ho Hong aus Berlin, der bei dem Großprojekt nicht ohne Subunternehmer auskam, muss sich in der letzten Prozessrunde verantworten. Die Zusammenarbeit zwischen Controller und Architekt war offenbar "nicht ganz rechtmäßig" verlaufen.

Die Klärung dazu hätte man einige Jahre früher haben können. Die damalige Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (SPD) war aber ganz anderer Ansicht. Am 31.08.2009 (ein Tag nach der Kommunalwahl) brach sie die wichtige Ratssondersitzung ab, die sie vorher – aus naheliegenden Gründen – nicht abhalten wollte. “Ich werde nicht zulassen, dass Mitarbeitern der Verwaltung Beihilfe zur Untreue und Betrug unterstellt werden.” Sie müsse sich schützend vor ihre Leute stellen, sagte sie damals. CDU-Ratsmitglied Breuers, von Beruf Staatsanwalt, hatte Fragen gestellt, "die weniger zivilrechtlicher Natur" waren. (s. Die Millionenfalle VI, fünfter Absatz von unten). Der wahre Grund für den Abbruch der Sitzung: die OB habe damit nur von ihrer Verantwortung ablenken wollen. "Das war eine Finte", so mutmaßten zwei Ratsfrauen von CDU und den Grünen.

Das Prestige-Bauvorhaben für eine Stadt mit 325.000 Einwohnern ist heute angeblich zu 80% fertiggestellt. Vom Rat "gedeckelte" 65 Mio. sollen noch einmal auf "verbaute" 200 Milionen Euro draufgepackt werden. Nicht zuletzt deshalb hat sich das WCCB mittlerweile neben dem Berliner Flughafen, der Elbphilharmonie und dem Nürburgring einen achtungsheischenden Platz in der bundesrepublikanischen Skandalchronik der Großprojekte erobert. Wie viel die Fertigstellung des seit Jahren stillgelegten Bauwerks am Ende kosten wird, ist so ungewiß wie der Eröffnungstag, denn nach Auskunft des z.Zt. kopflosen Gebäudemanagements ahnt man einiges, weiß aber wenig. Das "fast fertige" Bauvorhaben befinde sich noch in der Vorplanungsphase (!) 

Die geschätzten Gesamtkosten (wer möchte das auch so genau wissen) liegen im Moment zwischen 400 und 500 Millionen Euro (ca. 1.250 Euro pro Bonner Kopf) für das unwirtschaftliche Projekt, das die Stadt zu Null haben wollte. Das Infrastruktur- projekt, sicher das wichtigste in der Amtszeit von Bärbel Dieckmann, der Bonner "Ikone des Strukturwandels",  muss weiterhin mit Millionen an Steuergeldern subventioniert werden. Nach Angaben von Oberbürgermeister Nimptsch und Stadtkämmerer Sander kann es sicher nicht vor Anfang 2015, also sechs Jahre nach der geplanten Fertigstellung, in Betrieb gehen. Dabei hörte sich kurz nach der Amtsübernahme des Dieckmann-Nachfolgers Jürgen Nimptsch (SPD) alles noch so schön an.

In der Verquickung von Dämlichkeit, Partei-Chuzpe, Bürgerverdummung, Lügen, Verwaltungsgaunereien, Klüngel und kriminellen Handlungen wie Betrug, Korruption und Untreue in besonders schwerem Fall, sucht das WCCB in der BRD seinesgleichen. Die undurchsichtigen Kollusionsmuster verbandeln nämlich externe und interne "Wirkmächte" der Stadt mit dem kommunalen Kreditinstitut, der Sparkasse KölnBonn. Das Institut selbst steckt mit Ex-Sparkassenchef Gustav Adolf Schröder (SPD) im Esch-Oppenheim-Fonds-Schlamassel rund um die "Colonia-Corrupta"- Leuchtturmprojekte" bei denen alle Lichter ausgingen und jetzt die Leuchtturmwärter in Bedrängnis bringen.   

Nichts Genaueres in Bezug auf die Verantwortlichkeiten weiß man nicht, denn wie G.A. Schröder so verweigert auch NRW-Banker Binkowska die Aussage zum WCCB, um sich nicht selbst zu belasten. Und die ehemalige Bonner OB?  Deren Strafverfolgung wurde eingestellt, weil sie als "Phantom der Akten" keine Spuren in den WCCB-Unterlagen hinterlassen hatte. Kims Verteidiger Dr. Walther Graf verwundert das sehr: „Wie soll mein Mandant "verstehen, dass für die Durchsuchung seines Hauses die Staatsanwälte um die halbe Welt reisten, den Weg zum Haus der ehemaligen Oberbürgermeisterin auf der anderen Rheinseite aber nicht fanden?“

"Kein hinreichender Tatverdacht" heißt das im Juristendeutsch und als Zeugin musste Bärbel Dieckmann bisher nicht antreten, obwohl man Ende 2009 ganz stark davon ausgegangen war, von ihr Wichtiges zu hören.

Doch hätten die Staatsanwälte überhaupt im Wohnhaus der im November 2005 (WCCB-passgenau) hochgelobten "Clintons aus der Bundesstadt" etwas gefunden? Wurde nicht auf eine Durschsuchung – anders als bei Hübner und Zwiebler – im Haus von Ex-Justiz- und Finanzminister Jochen Dieckmann zu Recht verzichtet? Es wäre doch einfacher gewesen, belastende Unterlagen aus dem Stadthaus verschwinden oder zur rechten Zeit vor Ort schreddern zu lassen. Schließlich waren unter Amtsnachfolger Jürgen Nimptsch immer wieder Akten aufgetaucht, nachdem Verwaltungsmitarbeiter dem Rechnungs- prüfungsamt die erforderliche Vollständigkeitsbescheinigung abgegeben hatten. Aufklärung sieht anders aus und gab es da nicht diese skandalöse USB-Stick Affäre?  

Immerhin hatte Richter Jens Rausch gegen Ende dieser Prozessrunde festgestellt, dass es ein Gespräch zwischen dem WCCB-Projektleiter Hübner, dem Sparkassenchef Schröder und der Oberbürgermeisterin Dieckmann gegeben haben musste. Das könnte die alles entscheidende Weichenstellung gewesen sein, das WCCB doch noch vor dem Schließen der Bunds- und Landes-Subventionstöpfe jemandem anzudienen, koste es was es wolle! Schließlich musste der sog. "Bellevue-Vertrag" eingehalten werden. Und was Frau Dieckmann einst mit vielen SPD-Parteifreunden in Berlin am 27.02.2002 euphorisch als "Quantensprung für den Bonner Strukturwandel" be- und dann mit unterzeichnet hat, muss gehalten werden, um jeden Preis, auch wenn nichts Konkretes beim teuren Erbfall feststeht.

Kim, so glauben viele, kam damals wie gerufen. Er konnte kein Deutsch und war von seinem deutschsprachigen Berater Ha-Sung Chung und der Stadt wie z.B. von Dr. Thielbeer und von der karrierebewussten OB "gut zu steuern." So kam es, dass die politische Strukturwandlerin Bärbel Dieckmann, geb. Pritz  und der gebürtige Koreaner Man Ki Kim bei einem politisch aufgeladenen Projekt als "Glücksfälle" (so die Ex-OB wörtlich am Ende des WDR-Videos) zusammentrafen, abstürzten und ein riesiges Millionengrab hinterließen.

Ursprünglich als kostenfreies "Leuchtturmprojekt" gedacht, war das WCCB bereits am 28.02.2009 von "Kastello" als mögliche Skandalnummer auf diesem Blog enttarnt worden. Zu einer Zeit, als die Wirkung der "Beim-WCCB-alles-Paletti -Valiumtabletten" in ihrer Wirkung nachließen, schlug hier jemand die Glocke. Darauf reagierte im April 2009 ein Bonner Architekt als vom SGB-gebranntes Kind und postulierte: wer sich als Amtsleiter eines städtischen Eigenbetriebes vorsätzlich der nachgewiesenen Baugefährdung strafbar macht, bei einer 500 qm großen Brandschutzdecke in einer Schulaula, der betrügt auch gnadenlos wenn es "nur" um Steuergelder für das WCCB geht.

Beides, so zeigt sich vier Jahre später, war richtig geschlussfolgert, weshalb "Gebäudemanager" und "WCCB-Pseudocontroller" Friedhelm Naujoks, den seine Parteifreundin Dieckmann (in weiser Voraussicht?) nach Bonn geholt hatte, nun mehrfach wegen Betrug und Untreue angeklagt ist. Parallel zum WCCB-Verfahren laufen gegen ihn Ermittlungsverfahren in Bonn und Bielefeld, wegen des Einsatzes illegaler Trinkwasserdesinfektionsanlagen. Auch hier war der gelernte Maschinenbauer ("Fritz der Schlosser") gleichermaßen "erfolgreich" wie beim Controlling des Bonner Großprojekts.

Das Urteil für Kim sechseinhalb Jahre Haft, lag etwas unter der Forderung der Staatsanwälte Ulrich Hetzel und Timo Stein (7 Jahre) und machte den gebürtigen Koreaner Man-Ki Kim und Dr. Walther Graf nicht besonders glücklich. Auch die beiden anderen Angeklagten die Anwälte Hong und Thilo waren "not amused." Alle drei, so hieß es, werden Revision beantragen.

Das macht die Aufarbeitung des Bonner Polit- und Baupleitenskandals weiterhin spannend, nicht zuletzt weil der von der Verwaltung ausgebootete Erstinvestor Kals gegen die Stadt klagt (3, 5 Millionen Euro) und die Sparkasse KölnBonn eine Bürgschaft von 80 Mio. Euro von der Stadt zurückhaben will.

Eine Bürgschaft hatte es nach eindeutig mehrdeutigen Aussagen der Bonner OB Dieckmann jedoch nie gegeben, wie sie kurz vor der Kommunalwahl 2009 per Interview in der WDR Lokalzeit eindringlich versicherte. 

So weit so gut. Wo aber liegt nun das Empörungspotential von Jochen Hilgers gegenüber der "untragbaren" WHH-Präsidentin Dieckmann, die "sofort ihr Amt ruhen lassen sollte?"

Dem Hörbeitrag "Hoch gestapelt und tief gefallen" ist gleich am Anfang zu entnehmen, dass der Prozess "ein Musterbeispiel ist, wie vermutlich in Stadtverwaltungen gearbeitet wird."

"Vier Klicks im Internet, so hieß es mal im Prozess, hätten ausgereicht festzustellen, dass SMI Hyundai keine Verbindung zum südkoreanischen Großkonzern hatte. Sie war gerade erst gegründet und hatte zunächst 10.000 Dollar Stammkapital. Einer solchen Firma vertrauten die Bonner Profis der Stadtverwaltung rund 40 Millionen Euro Subventionen aus Landesmitteln an, ein Grundstück in ebenso hohem Wert – und bürgten für 104 Millionen Euro Kredit"war ja nicht ihr Geld, fügt Otto Normalverbraucher hinzu.

Diese Kritik wurde und wird auch in vielen anderen Zeitungsbeiträgen und Blogs zum WCCB-Skandal thematisiert. Städtische Mitarbeiter, die wie in Bonn fahrlässig oder vorsätzlich mit oder ohne Parteibuch unter der Obhut ihrer ehemaligen Chefin und ihres jetzigen Chefs schlitzohrig bis unrechtmäßig agieren, werden zwangsläufig zu Objekten des Volkszornes.

Trägt der Steuerzahler auch noch automatisch die Anwaltskosten für "Verfehlungen" im Amt, die aus formellen Gründen nicht sanktionsfähig sind, bringt das Unfrieden und die bekannte Beamtenschelte folgt auf dem Fuße. Im Eigeninteresse sollten sich Ver.di und andere Gewerkschaften der Problematik annehmen und präventiv die eigene Klientel justieren.

Gelingt es einer aufs falsche Gleis geratenen Verwaltung sich auch noch verschwörungsgleich vor zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen durch jahrelange Betrügereien zu schützen und Staatsanwälte und Richter zu "leimen" oder "Kollegen" unter Missbrauch von Regularien und rauszuboxen wie das im jahrelangen Kündigungsfall des Genossen Naujoks par excellence von Oberbürgermeister Nimptsch und seinem Personaldezernenten Fuchs exekutiert wurde, dann bekommen die Fundamente des Rechtstaates Risse.

Der Kommentar von Jochen Hilgers nimmt die Verurteilung von Kim & Co. zum Anlass, zielt aber auf die bisher nicht vorhandene Verantwortungsbereit- schaft der Ex-OB. Vollmundig klang das noch in "Stehen und nicht Gehen", aus ihrem Munde, als sie sich wegen des WCCB-Desasters verteidigte und wegen der Verletzung ihrer Informationspflicht gegenüber dem Rat zurücktreten sollte. Dessen Mißtrauensvotum bezeichnete sie später als "Hetzjagd auf mich". Bald darauf verschwand ihre Rede vom 17.09.2009 als nicht mehr benötigter "Sondersitzungsmüll" von der städtischen Homepage.

Das Manko von Bärbel Dieckmann Verantwortung zu sagen und das Gegenteil zu praktizieren wurde auch andernorts bemerkt. "Keine Anklage, keine Verantwortung?" heißt es auf dem Rheinblog in ähnlicher Tonart und der aufmerksame Internet-Beobachter fragt sich, ob WHH-Präsidentin Dieckmann als Mitglied im "Advisory Board" einer Stiftung mit Namen "Neue Verantwortung" nicht ein bisschen fehl am Platz sein dürfte.

Diese schizophrenen Mechanismen können aufrechte Demokraten kaum ertragen. Auch WCCB-Rechercheur Jochen Hilgers scheint sich in den Sarkasmus retten, wenn er immer wieder vom WCCB und einer Bonner Oberbürgermeisterin berichten muss, "die über die finanzielle Schieflage des Investors informiert gewesen sein soll":

"Man möchte beten, dass Bonn ein Einzelfall an Dilettantismus ist, allein es fehlt der Glaube. Stammelnd, aber immer mit Staranwälten an der Seite, sagten einige Verwaltungsspitzen im Prozess aus. Wussten nichts mehr oder waren eigentlich nie dabei, wenn das Thema behandelt wurde. Selten mussten sich Richter so erbärmliche Zeugen anhören. Überflüssig zu sagen, dass die damalige Bonner Verwaltungsspitze nahezu unverändert weiter im Amt ist. Den Vogel abgeschossen aber hat Bärbel Dieckmann, die damalige Oberbürgermeisterin und damit Verantwortliche der Verwaltung. Sie hat sich nicht zur Sache geäußert, obwohl das World Conference Center Bonn vermutlich das wichtigste Projekt ihrer Amtszeit war. Sie hätte aufklären können und hat es nicht getan. Das ist unerträglich. Ihre jetzige Präsidentschaft bei der deutschen Welthungerhilfe sollte sie sofort ruhen lassen. Frau Dieckmann ist untragbar…"

Ist mit "Hoch gestapelt und tief gefallen" am Ende nicht der verurteilte Betrüger Kim, sondern eine Frau gemeint, die es gelernt hat in immer neuem Gewand primär sich selbst in Szene setzen?

In das gleiche Horn stößt der Bonner Generalanzeigers. Mit dem Beitrag des preisgekrönten Rechercheteams "Warten auf die ganze Wahrheit" nach dem Kim Urteil, wird ein Resümée gezogen, das fatal ist für die Deutsche Welthungerhilfe:

Einerseits nimmt Ex-OB Dieckmann für sich in Anspruch im Rahmen eines "Verbotsirrtums" im Endergebnis "verantwortungslos" gehandelt zu haben: "Fehlt dem Täter bei Begehung der Tat die Einsicht, Unrecht zu tun, so handelt er ohne Schuld, wenn er diesen Irrtum nicht vermeiden konnte."

Andererseits reist die ehrenamtliche Dame, die beim WCCB selten die richtigen Fragen gestellt hatte und bei der ab und zu die SPD-Politikerin durchschlägt, als WHH-Präsidentin in "gelebtem Verantwortungs- bewusstsein" in manischer Selbstaufopferung rund um den Globus.

Die Diskrepanz wird überdeutlich: hie quicklebeniges internationales Spendeneinsammeln im fünfstelligen Bereich, dort über vierzig Jahre verbrannte Kommunal-Erde mit einer drückenden Schuldenlast  im neunstelligen Bereich mit bis zu  einer halben Milliarde Euro…!

Ist das alles authentisch, oder nur gespielt fragen sich viele Bürger, die u.a. von Jörg Pilawa zum Spenden gegen den Hunger in der Welt aufgerufen werden. Nach der Verweigerung von Regierungspräsidentin Gisela Walsken (SPD) und von NRW- Innenminister Ralf Jäger (SPD) die eindeutigen Verwaltungsverfehlungen auf den 475 Seiten des RPA-Prüfberichtes zum WCCB mindestens als Organisationsverschulden erkennen zu wollen, um gegen die Parteifreundin keine disziplinarrechtlichen Konsequenzen ziehen zu müssen geht es nun in Bonner Leserbriefen ans Eingemachte:

"Der Volksmund sagt: Der Fisch stinkt vom Kopf her. Das war offenbar an der Bonner Stadtspitze anders. Alle haben Fehler gemacht, nur die Oberbürgermeisterin nicht. Bärbel Dieckmann hat zwar rechtzeitig "die Kurve gekratzt" und 2009 nicht mehr kandidiert, aber sie sollte sich nicht hinter ihren damaligen Mitarbeitern verstecken und sich zu der Verantwortung zu bekennen, die sie im WCCB-Drama gespielt hat. Es geht dabei nicht um strafrechtliche Konsequenzen. Denn alle die im Stadtrat 2005 der großmannssüchtigen Entscheidung zugestimmt haben, ein internationale Rolle spielen zu wollen, ohne über die dazu nötigen Möglichkeiten zu verfügen, haben leichtfertig gehandelt. Die Mitglieder des Stadtrats haben ihre Möglichkeiten bewusst nicht genutzt, um sich schlau zu machen, wer denn hinter dem "Investor" steht. Bärbel Dieckmann war entweder zu naiv, um zu begreifen, was sich abspielt, oder sie hat getrickst, um von Anfang an keine Spuren zu hinterlassen. Das eine wie das andere ist keine Voraussetzung, weiterhin als "Gutmensch" an der Spitze der Deutschen Welthungerhilfe durch die Welt zu fahren und Investitionsentscheidungen zu treffen. Hier kommt auch die Verantwortung des Bundespräsidenten als Schirmherr dieser Organisation und als Garant für die Spender ins Spiel. Ein präsidialer "Ruck" ist gefragt."

Last not least kann die Frage der Moral und Integrität nicht abgekoppelt werden, wenn es um Fragen von Hunger in der Welt geht. Dessen Ursprung ist oft eine Frage von fehlender Moral und Integrität, politisch wie menschlich. Solange Bärbel Dieckmann die Kritik potentieller Spender nicht versteht und die Welthungerhilfe weder öffentliche Bedenken noch die Mahnungen aus den "eigenen Reihen" wahrnimmt, und berechtigte Anfragen nicht beantwortet, bzw. in geübtem Verwaltungsdeutsch abbügelt, wird der begonnene Erosionsprozess um die ehrenamtliche Präsidentin weitergehen. Wie der Generalanzeiger andeutet, nimmt dieser Prozess wohl jetzt erst Fahrt auf.

Am Ende wäre Bärbel Dieckmann als Nachfolgerin von Frau Schäuble eine absolute Fehlbesetzung. War das Votum für die Bonner Ex-OB also nicht der Ehre geschuldet, sondern wieder einmal parteipolitisch durchtränkt, oder, noch schlimmer, ist das Amt der Präsidentin der Welthungerhilfe nun zum moralischen Schutz- schirm mutiert, weil es zur "Entschuldung in eigener Sache" missbraucht wird?

Der Mittelteil des Interviews mit Stephanie Heinzeller-Scharffenberg auf BR 2, Anfang November 2012,  lässt eigentlich keinen anderen Schluß zu und gerade dann nicht, wenn man erfährt, dass die "Präsidentin" eines privaten Vereins ein fast identisches Interview mit analoger Geschichtsklitterung bereits am 24.08.2012 beim SWR 1 "abliefern" durfte, allerdings in umgekehrter Rheinfolge. Überschrift: "Die Last der guten Tat"…                                                                                               

Mit Petra Zundel war es wieder eine Journalistin, die der Geschlechtsgenossin Dieckmann die Möglichkeit bot sich öffentlich von jeglicher WCCB-Mitverant- wortung reinzuwaschen, um als Präsidentin der WHH wiedergewählt zu werden.

Damit ist der Fall Dieckmann ein Makel für die Welthungerhilfe und eine Peinlichkeit für die öffentlich-rechtlichen Medien. Erst muss der Steuerzahler bluten, für millionenschwere Fehlentscheidungen einer Oberbürgermeisterin, um dann als Gebührenzahler seinen Anspruch auf eine wahrheitsgetreue und kritische Berichterstattung zu verlieren!

Die Forderung nach Rücktritt der noch amtierenden Präsidentin der Welthungerhilfe stellt sich nun erst recht. Wenn Minister Dirk Niebel ein "FDP-Versorgungsunter- nehmen" unterstellt wird, fragt man sich, was noch passieren muss, bevor man Bärbel Dieckmann als Repräsentantin einer "überparteilichen" Nothilfeorganisation die Teilnahme an TV-Talkshows wegen erwiesener Verantwortungslosigkeit verweigert.

In weiteren Folgen auf diesem Bürger-Blog wird der Frage nachgegangen werden, ob der Skandal ums WCCB nur ein "Unglücksfall" war, oder ob hier vorsätzliche Handlungsmuster aus früheren Bonner Ereignissen als "eintrainiertes Organisations- versagen" einer Verwaltung erkennbar sind, die unter einer SPD-Oberbürgermeisterin gelernt hat die Politik zu lenken.

 

 

zerstört die quote das zusammenleben?

die frauenquote finden viele menschen für eine gute sache ,aber sie wird nur im privatbereich angewannd-die parteien werden aber die quote nicht übernehmen und ihre wahlteilnahme nicht von einer frauenquote abhängig machen-ist die quote doch nicht so gut wie man uns weis machen will?die quote beeindrächtigt die entscheidung des menschen,bei jeder entscheidung muss er nun berücksichtigen ob die quote dabei erfüllt wird-und wird man in zukunft nicht noch andere quoten in seiner entscheidung berücksichtigen müssen-ein freier mensch möchte aber seine entscheidung frei und unabhängig treffen-die quoten behindern die weiterendwicklung für mehr toleranz unter den menschen und den geschlechtern-die quote wird zwar die entwicklung beschleunigen aber auch eine intolerante gegenbewegung beförtern-ein kurzzeitiger erfolg ist immer einem langfristigenerfolg unterzuortnen-es sollte deshalb die toleranz gelehrt werden damit es ein harmonisches zusammenleben der menschen und der geschlechter in zukunft gibt-da nur zusammenwachsen kann was auf einer freiwilligen grundlage beruht-
geschrieben von frohhaalu

Fröhlich in den Untergang
Hauptsache das Wachstum stimmt

Bürger's Beitrag

Wenn wir weiterhin unsere Umwelt traktieren, ausbeuten, nachhaltig bis auf die Substanz verbrauchen und zu Tode vergewaltigen.
Wenn wir nach wie vor nichts für unsere Gesellschaft und die Infrastruktur in der wir leben tun, dann geht in unserer Bundesrepublik spätestens 2050 alles den Bach runter.

Seriöse Wissenschaftler, keine profilneurotischen Politker, haben berechnet, dass der Werteverzehr ohne Wiederaufbau zum Kollaps der Gesellschaft führen wird.
Sehen Sie irgendwo einen vertrauenswürdigen charismatischen Messias, keinen Politiker – keinen Banker – kein Militär, der sich gegen den Trend des Verzehrs stemmt und mit Ausstrahlung und Enthusiasmus für eine Rettung der aktuellen Situation und eine bessere, vielleicht sogar gerechtere Zukunft eintritt?

Es geht nicht um das gemütliche und sorgenfreie Leben zukünftiger Generationen von Quoten-Kindern, die jeder TV-Promi allzugern als Alibi in den weit offenen Mund nimmt, an die in Wahrheit jedoch niemand in unserer Gesellschaft 1x im Business-Halbjahr auch nur ansatzweise denkt.
Es geht in der Realität still und heimlich, aber hochgradig perfide und knallhart um die bereits heute in ihren Grundlagen vermurkste Zukunft derjenigen, die jetzt eben gerade mal etwa 25 Jahre alt sind und sich z.B. wegen der aktuell geringen Zinsen für ihr Eigenheim und eine erhoffte Zukunft zu verschulden verführt fühlen.
Es geht um die gerade ins Leben startende Illusionsgeneration.
Gutgläubig, ohne jede Lebenserfahrung, ohne einen wahren Funken von gelebter Solidarität und Gemeinschaftssinn.
Es geht um die coolen, lebensfrohen und vor Lebenshunger blinden Youngster, die in eine noch katastrophalere Zukunft starten als bereits ihre lebensverliebten Hippy-Eltern und schon ihre großdeutschen Großeltern., welche ja den ganzen Sch…. bereits für sich, ihre Kinder, ihre Kindeskinder, deren Kinder und wiederum jenen Kindeskindern bis auf die Nullbasis vermasselt haben.

Ich bin total von einer Sch…zukunft überzeugt. Ich sehe ja mit eigenen Augen, dass unsere Heimatrepublik durch die heutigen Fehler bereits jetzt schon ins Bodenlose abgleitet. Immer schneller. Merkt das denn keiner? Sind alle blind oder liegt es nur an der unglaublichen Faulheit, es lieber andere machen zu lassen?

Johannes K. und J. Pallas
Merseburg
(Dank f.d. Hilfe bei der Formulierung)

Sie sind anderer Meinung?
Da bin ich aber mal gespannt, wie Sie die begründen wollen.

spielsucht

die bundesregierung bekämpt die spielsucht und dagegen ist nichts einzuwenden aber gleichzeitig führt sie eine neue klasse im lotto ein-die einführung einer neuen klasse ist aber mit der bekämpfung gegen die spielsucht nicht zu vereinbaren,da die neue spielklasse auch menschen zum lottospielen verführt die bisher nicht spielten-es ist fraglich ob der staat die privatenanbieter nicht eher verdrängen will?die frage ist ob er nicht das glückspiel zu seinen gunsten auslegen will?das an einer ausgabestelle nur eine bestimmte anzahl von scheinen gespielt werden darf,das hört sich ersteinmal gut an-die frage ist wie will der staat überprüfen ob ich nicht zu einer anderen ausgabestelle gehe und wieder diese anzahl spiele?es wäre eine aufklärung über die spielsucht der einer bekämpfung vorzuziehen-

Eure deutsche Sprache

Bürger's Beitrag

Der Beitrag "esperanto" hat mich ermutigt.
Ich möchte mich auch einmal zu Wort melden?
Darf ich?

Ich bin in den 60igern aus den USA hier eingewandert. Damals zusammen mit vielen südeuropäischen Gastarbeitern, und ich bin in unserer Familie der Migrant der ersten Generation. Nach der  zweiten Generation, alle drei Kinder durften hier studieren, sie leben nach wie vor in Deutschland und zahlen auch brav ihre Steuern, das ist im Moment sehr wichtig, gibt es nun bereits eine dritte und die vierte Generation im Alter zwischen fünf und 25 Jahren.

Gelegentlich erhalten wir natürlich Besuch aus meiner nicht vergessenen Heimat, meinem Geburtsland.

Mit unseren Familienangehörigen aus meinem Vaterland sprechen wir Alten natürlich in unserer Muttersprache. Auch wenn sie inzwischen meistens ziemlich gut deutsch verstehen, hapert es doch mit der deutschen Sprache etwas. Da fehlt ihnen natürlich die Übung.

Jetzt möchten wir ihnen einige Begriffe unserer neuen Sprache verständlich machen, mit denen sie einige Probleme haben.

Zwei davon  habe ich bereits genannt: Weiterlesen

esperanto

es sollte für die europäische union nur eine amtssprache zulässig sein-und damit sich keine regierung benachteiligt fühlt sollte man die plansprache esperanto zur amtssprache machen-eine einzige amtssprache hätte den vorteil das nicht nur die regierungen direkt miteinander reden könnten,sondern auch wenn man von einem land in das nächste zieht könnte man mit esperanto seine behördengänge erledigen-das würde auch helfen das die menschen zu anderen nationen mehr toleranz hätten-die menschen könnten so ihre sprache erhalten und sich denoch mit anderen menschen in der europäischen union verständigen-eine gemeinsame amtssprache würde auch das selbstbewustsein der europäischen menschen stärken-
frohhaalu

Die Gier der kleinen Leute

Bürger's Beitrag

Gestern wurde mir wieder einmal vor Augen geführt, dass wir viel zu schnell über das Fehlverhalten anderer Bürger urteilen und deren Tun oder Unterlassen blitzschnell negativ betrachten und ungeniert besserwisserisch, oder in milder Form altklug,  kommentieren.

Wie das?

Es geht um eine winzige Kleinigkeit, die mir einen dicken „Kloß im Hals bereitet“.
Wir saßen, in Vorbereitung zum „Vatertag“, in größerer Runde mit Freunden und Bekannten zusammen.
Da ich mir durch eine Unachtsamkeit das Knie „verdreht“ habe, mich im Moment auf Krücken stützen und mich sehr vorsichtig bewegen muss, war dieser „Unfall“ zwischendurch ebenso Thema der gemischten Gesprächsrunde und ich gab zum besten, dass ich in der örtlichen Apotheke vorgesprochen hatte, um mir eine Bandage zu kaufen, die das Knie stabilisiert und alles, was da locker sein könnte, beieinanderhält.
Sie sollte bestimmte Kriterien erfüllen: Seitliche Schutzprotektoren und sie sollte sich in der Kniekehle nicht raffen.
Wir sahen in einem Katalog nach und ich war froh als ich endlich ein erstes Exemplar fand, was meinen Vorstellungen entsprach.
Die freundliche Mitarbeiterin schaute in ihrem Apotheken-PC nach und teilte mir, sichtlich überrascht, mit, dass dieses Exemplar mehr als 1.000 Euro (in Worten mehr als eintausend  Euro) kosten sollte.
Nur die Angst davor, dass ich mir auch mein anderes Knie beschädige hat mich daran gehindert „auf dem Absatz kehrt zu machen“ und fluchtartig das Weite zu suchen.

Weiterlesen

Zugang für spontane Autoren

Red@
Seit Dezember 2011 gibt es einen freien Blog-Zugang.

Benutzername: Buerger
Passwort: oskar
angezeigter Autorenname: "Bürger / in".

Wer sich nicht selbst als Autor registrieren möchte oder nur einmalig bzw. selten etwas zu veröffentlichen wünscht kann sein Anliegen auf diese Weise unmittelbar persönlich eintragen und gestalten.
Das ist einfacher, als uns Ihre Beiträge per Brief zu senden oder seitenlange Texte auf den AB zu „diktieren“.

"Buerger" kann alle Artikel lesen, eigene Artikel schreiben und unveröffentlichte Buerger-Artikel (in Revision befindlich) editieren.

Regeln kurz und bündig:
Bürger's Beitrag„Buerger“-Artikel werden der Redaktion immer zur Revision (Prüfung) vorgelegt und bei Bedarf geändert. Unmögliche Beiträge werden nicht veröffentlicht  (bitte Regeln lesen).
„Buerger“ kann seine bereits veröffentlichte Artikel nicht selbst ändern oder löschen.
„Buerger“-Artikel werden stets mit dem Logo versehen, welches wir in diesen Artikel links eingetragen haben (Änderungen müssen wir uns vorbehalten).
„Buerger“-Artikel können zusätzlich auch mit weiteren Grafiken versehen werden (bitte Beitrag "Grafik-Logo-Werbung" lesen).
Hier gilt allerdings eine Einschränkung: Alle Abbildungen müssen vorher an "Deine-Meine-Unsere BRD" gesandt oder auf dem SERVER dieses Blogs abgelegt worden sein.
ERKLÄRUNG: Eine Verlinkung zu Grafiken auf externen Websites ist nicht erwünscht, weil die Grafiken dort jederzeit nachträglich ausgetauscht werden können.

Anmerkung:
Dieser Autoren-Zugang ist eine freiwillige Maßnahme und ein zeitlich nicht begrenzter Test.
Frei nach Schiller, noch ein Schlusswort an die "Pappenheimer" der Blogs: "Nimmt Missbrauch überhand schließen wir den Zugang wieder."

subventionen und abschreibungen

es wird zur zeit viel über steuerflucht und steuerparadiese geredet und dabei wird vergessen das die politiker/innen die grundlage dafür geschaffen haben-und das ausgerechnet ein mensch der 17.000 euro im monat steuerfrei bezieht sich als moralapostel aufspielt das verwundert einen ja schon-die unnötigen subventionen werden dabei nicht zur sprache gebracht und dabei könnte man doch die subventionen als beihilfe einordnen-die eu verbietet dabei beihilfen,wird da das recht wegen der bequemlichkeit gebeugt?es wird gerne darauf verwiesen das die subventionen arbeitsplätze erhalten aber es sind arbeitsplätze die mit öffentlichen geldern erhalten werden, dieses geld muss auch ersteinmal erarbeitet werden-wer gegen beihilfe ist der sollte die subventionen auch bekämpfen-die abschreibungen sollten auch abgeschaft werden-da es die höhe des einkommens und die lebensumständen bestimmen wieviel abschreibung es gibt, verstösst dies gegen den gleicheitsgrundsatz-die verschiedenen abschreibungen führen auch dazu das die steuererklärungen unübersichtlicher werden-wenn jemand für mehr gerechtigkeit und vereinfachung des lebens ist der sollte diesen unsinn hinterfragen-
geschrieben von frohhaalu