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Maileinsender am Mittwoch, September 1st 2010
Wir sollen hier ja möglichst das Gute über unsere BRD berichten.
Das ist nicht immer einfach oder besser ausgedrückt, es ist ziemlich schwierig. Wir sind so ans meckern gewöhnt, dass wir bereits Augentrübungen für das Gute bekommen haben.
Heute ist etwas passiert, was ich unbedingt lobend erwähnen muss.
Es betrifft uns alle. Alle Deutschen. Alle Bewohner unserer BRD.
Das Haushaltsbegleitgesetz ist beschlossen worden.
Damit soll die Wirtschaftskrise oder besser, damit sollen deren Folgen überwunden werden. Also u.a. auch das – in Anführungsstrichen verschleuderte – Geld, welches die Banken von uns Steuerzahlern erhalten haben, um aus dem Fiasko ihres Versagens heraus zu kommen und ihre Misswirtschaft im wesentlichen weiter und unverändert fortsetzen zu können.
Die Wirtschaft – damit sind im allgemeinen die Großbetriebe gemeint – braucht im Rahmen dieses Gesetzes, welches unseres Bundeshaushalt begleiten soll, kaum etwas zur Überwindung der Wirtschaftsschwäche beizutragen.
Ist das nicht wunderbar? Sie – die Großbetriebe – zählen – ähnlich wie die Banken – nämlich zu den systemisch wichtigen mit zu den Opfern.
Die Energiewirtschaft ist ebenfalls nicht betroffen, sie wird später behandelt. Unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel hat sich gerade erst mit dem Thema Energiekrise und Energiewirtschaft befasst und das Gebiet ist ihr noch zu neu. Dazu kann sie noch nichts sagen. Außerdem liegt ihre Zeit als Umweltministerin schon so weit zurück, dass sie sich nur noch schwach daran erinnert, ob es damals hier im Westen überhaupt schon Strom gab.
Wir Arbeitnehmer sind auch nicht direkt betroffen. Wir werden eher indirekt zur Kasse gebeten. Zum Beispiel, wie bisher durch weitere Änderungen der Verpackungsgrößen der Lebensmittel oder wenn wir von A nach B fliegen wollen. Dann kommt eine Luftverkehrsabgabe auf den Flugpreis drauf. Das kann vielleicht schon mal teuerer werden als der Flugpreis einer Billigairline selbst.
Wer kommt also die Folgen der Wirtschaftskrise auf?
Es sind unsere tapferen Sozialschwachen, die nimmermüde die Lasten dieser, aller früheren und wenn es ohne murren abgehet natürlich auch die Folgen aller noch folgenden Wirtschaft-, Finanz-, Umwelt-, Politikkrisen für uns ausbaden werden.
Ihnen werden Elterngelder und Sozialleistungen im HartzIV-Bereich gestrichen, dass die Heide wackelt.
Und niemand geht auf die Straße. Niemand schreit und tobt los.
Nein unsere Sozialschwachen – dazu zähle ich von Kinderarmut betroffene Familien, alleinerziehende und altersarme Rentner auch hinzu – halten schön die Klappe und werden nicht aufmüpfig.
Stellen Sie sich einmal vor, das würden die Politiker in Frankreich, Italien durchziehen. An Griechenland mag ich überhaupt nicht denken.
Ist das nicht gut?
Ist das nicht erwähnenswert?
Ist das nicht eine schöne BRD?
Sind Sie nicht auch meiner Meinung?
Heute gehört es zum guten Ton, dass man darauf hinweist, dass man nicht zu den extremistischen Randgruppen gehört, kein Sonderling ist, keinen Abweichler gewählt hat und fest auf dem Boiden des Grundgesetz für die Demokratie unserer BRD einsteht.
Nicht, dass man mit einem Parteiausschluss rechnen muss, wqeil man sagt was man denkt.
Also tue ich die hiermit: Ich bin Demokrat, nicht links von links und nicht rechts. Ich stehe in der Mitte der Gesellschaft und verteidige die Verfassung mit Händen und Füßen.
Reicht das?
Wenn Sie sich von meiner Lauterbarkeit (oder heißt es Lauterhaftigkeit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, politische Zuverlässigkeit oder besser politische Verlässlichkeit?) überzeugt haben, veröffentlichen Sie bitte meinen Artikel.
Unsere Sozialschwachen sollen hoch leben. Sie sind die wahren Helden unserer Republik und auf ihrer Gegenwart und ihrer wirtschaftlich und bildungsschwachen Zukunft sanieren wir unser Land.
Das sind wahre Helden und wir sind noch einmal davongekommen !!
Ulrike K., Oberboihingen
(per Mail)
RED.: Ich danke Ulrike für ihren ersten Beitrag